Forstamt Sonneberg


Willkommen im Forstamt Sonneberg


ThüringenForst-AöR
Forstamt Sonneberg

Bettelhecker Straße 24
96515 Sonneberg

Telefon 03675 89780
Fax 03675 897820
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Montag, Mittwoch, Donnerstag: 7.00 − 12.00 Uhr / 12.30 - 15.30 Uhr, Dienstag: 7.00 − 12.00 Uhr / 12.30 − 17.00 Uhr, Freitag: 7.00 − 12.30 Uhr (sowie nach Vereinbarung)

Unser Forstamtsbereich ist reich an Arten und Abwechslung! Die steilen, engen Täler im Süden unseres Forstamtsbereiches Sonneberg laden zu Ausflügen mit beeindruckenden Panorama-Aussichten an. Hauptziel unserer Tätigkeiten am und im Wald ist sein Schutz, seine Erhaltung, Vermehrung, Gesunderhaltung und eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung. Bei Fragen rund um den Wald, die Waldbewirtschaftung und Waldbesitzerberatung stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.


Unser Forstamt


Das Forstamt besteht aus zehn Forstrevieren und 46 Mitarbeitern: Forstamtsleitung, Innendienst, Revierförster, Forstwirte (Stand: August 2014). Der größte Teil unseres Forstamtsbereichs gehört zum westlichen Thüringer Schiefergebirge. Von der Gesamtfläche sind 57% bewaldet. Die übrige Fläche wird weitestgehend landwirtschaftlich genutzt.

Lage & Klima

Im Landkreis Sonneberg gelegen, erstreckt sich das Forstamtsgebiet von Hasenthal bis Rotheul ca. 25 km in Nord-Süd-Ausdehnung und von Heinersdorf bis Bachfeld ca. 24 km in Ost-West-Ausdehnung. Südlich und östlich grenzt das Forstamt an den Freistaat Bayern, nördlich an das Forstamt Neuhaus/Rennweg, westlich an das Forstamt Schönbrunn.  Durch die Luvlage fallen zwischen 750 und 1250 mm Niederschlag pro Jahr bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von 5 – 7 Grad Celsius.

Waldflächen, Standortverhältnisse & Baumartenverteilung

Der Forstamtsbereich hat zwei wesentlich unterschiedliche charakteristische geographische Strukturen. Das zwischen der Landesgrenze zu Bayern und dem Hangfuß des südlichen Thüringer Schiefergebirges gelegene Gebirgsvorland gehört zu den landschaftlich abwechslungsreichen, typisch oberfränkischen Landschaftsteilen. Buntsandstein und Muschelkalk bilden hier das Grundgestein bei geographischen Höhen von 325 m üNN bei Heubisch bis etwa 500 m üNN bei Theuern. Ortschaften mit überwiegend dörflichem Charakter prägen das Bild des Gebietes südlich der B 89.

Kennzeichnend ist der häufige Wechsel zwischen landwirtschaftlicher und forstwirtschaftlicher Bodennutzung. Ebenso markant erhebt sich das Gebirge (bis zu 840 m üNN am Fellberg) über sein südliches Vorland. Steile und enge Täler lassen, außer auf dem Judenbacher Gebirgsteil, kaum Raum für Siedlungen. Geologisch ist die Gebirgsscholle von Grauwacke und verschiedenen Schiefern geprägt. Durch die Luvlage fallen zwischen 750 und 1250 mm Niederschlag pro Jahr bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von 5 – 7 Grad Celsius. Die Gesamtfläche des Forstamtes von ca. 16.200 Hektar verteilt sich auf zehn Reviere. Als Baumart dominiert die Fichte mit etwa 75 % Flächenanteil.

Waldbewirtschaftung

Unser Hauptziel ist der Schutz, die Erhaltung, die Vermehrung und verantwortungsvolle Bewirtschaftung gesunder Wälder. Zehn Revierförster mit insgesamt 23 Forstwirten und zwei Forstwirtschaftsmeistern nehmen die Aufgaben der Waldbewirtschaftung im Forstamtsbereich wahr und zahlreichen forstlichen Lohnunternehmen werden Einsatzmöglichkeiten geboten.


Angebote & Produkte


Ob Waldprodukte, Brennholz oder Beförsterung: unser Forstamt bietet Ihnen eine breite Palette von Angeboten und Produkten rund um den Wald. Und wir beraten Sie gerne bei Ihren Fragen. Zur Weihnachtszeit erhalten Sie über unser Forstamt Weihnachtsbäume und Schmuckreisig. Für Waldbesitzende bieten wir unseren kompetenten Forstamtsservice an.

Holz & Brennholz

Die Haupteinnahmen des Forstamtes Sonneberg werden zu mehr als 95 % aus dem Holzverkauf erzielt. Neben den bekannten Sägeholzsortimenten, spielen zunehmend auch die Verkäufe von Brennholz (an Industrie, Händler und private Selbstwerber) eine immer größere Rolle. Die Beteiligung an Wertholzsubmissionen bringt fallweise auch bemerkenswerte Einzelerlöse für besonders ausgesuchte Stämme.

Weihnachtsbäume & Schmuckreisig

Besonders natürlich um die Weihnachtszeit kommt der Verkauf von „Waldnebenprodukten“, wie Weihnachtsbäumen oder Deck- und Schmuckreisig in Schwung. Dabei können die Weihnachtsbäume direkt auf dem Hofgelände des Forstamtes in Sonneberg oder beim Revierförster erworben werden. Besonders beliebt sind auch die direkt in einem Forstrevier vom Käufer selbst geschlagenen Weihnachtsbäume; vor allem auch dann, wenn man sich anschließend dort im Wald mit Bratwurst und Glühwein stärken kann.

Beratung & Betreuung, Hoheit

Die Beratung und Betreuung des nichtstaatlichen Waldbesitzes erfolgt über das Forstamt zusammen mit den zuständigen Revierförstern. Die vertragliche Beförsterungsfläche im Privat- und Körperschaftswald beträgt ca. 2.470 Hektar zum 01.07.2014. Durch fachliche Anleitung der Revierförster und durch die Unterstützung der mobilen Waldarbeiterschule des Thüringer Waldbesitzerverbandes wird den privaten Waldbesitzern neben verschiedenartigen staatlichen Fördermöglichkeiten Hilfe bei der ordnungsgemäßen und nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder gegeben.

Die Holzvermarktung über das Forstamt ist eine zunehmend genutzte Dienstleistung. Die Mobilisierung der Holznutzung im Privatwald bildet einen Schwerpunkt. Laut Thüringer Waldgesetz ist das Forstamt als untere Forstbehörde für den Vollzug dieses Gesetzes und die Einhaltung und Überwachung der damit verbundenen gesetzlichen Vorschriften zuständig. Neben der Mitwirkung bei öffentlichen Planungen, des Abschlusses von Gestattungen und Dienstbarkeiten bildet die Beratung, Durchführung und Kontrolle von forstlichen Fördermaßnahmen einen unserer Aufgabenschwerpunkte.

Jagd & Wildbret

Das Angebot an Jagdmöglichkeiten ist sehr vielfältig. Die Auswahl reicht vom Pirschbezirk, der zeitlich beschränkten Jagderlaubnis bis hin zur Bewegungsjagd. Vorkommende Wildarten sind Rot-, Schwarz- und Rehwild. Während der Jagdsaison bietet das Forstamt Sonneberg auch frisch erlegtes Wildbret zum Direkterwerb an. Wegen der fleischhygienischen Vorschriften ist dies jedoch nur in Form von ganzen Stücken in der Decke (im Fell) möglich.

Naturschutz

Der Schutz naturbetonter Lebensräume wie z. B. Moore, Trockenrasen, Feucht- und Bergwiesen sowie Naturwaldparzellen ist ein besonderes Anliegen des Naturschutzes in allen Eigentumsformen. Im Forstamtsbereich sind etwa 40 geschützte Landschaftsbestandteile bzw. Flächennaturdenkmale sowie 17 Naturschutzgebiete ausgewiesen, davon gehören acht als FFH-Gebiete zum europaweiten Schutzgebietsnetz.

Waldpädagogik & Öffentlichkeitsarbeit

Für Schulen und Kindergärten bieten wir unter fachlicher Anleitung Waldführungen und Projekttage an, die rege genutzt werden. Hier wird den Kindern Natur zum Erleben und Anfassen geboten, sowie deren Verständnis für Wald, Jagd und Forstwirtschaft geweckt. Den Höhepunkt bilden die Waldjugendspiele, die jährlich im Spätsommer durchgeführt werden. Das Forstamt betreibt rege Öffentlichkeitsarbeit und informiert interessierte Besucher rund um Wald und Holz. Bei den jährlichen Weihnachtsbaumverkäufen im Forstamtshof und draußen in den Landeswaldrevieren erfahren die Bürger vieles über die Aufgaben und Dienstleistungen des Forstamtes.

Motorsägenkurse

Wer den sicheren Umgang mit der Motorkettensäge erlernen möchte, kann an einem unserer KWF-zertifizierten Lehrgänge teilnehmen. Unser Forstamtsbüro nimmt Ihrer Anmeldung gern entgegen


Besonderheiten


Ausflugsziele

Grenzwanderweg „Grünes Band“-Gedenkstätte ehemaliges Dorf Liebau Im Bereich des Forstamtes Sonneberg liegen ca. 90 km des sogenannten „Grünen Bandes“, der ehemaligen Staatsgrenze der DDR zur BRD. Diese auf Grund des Sperrstatus z. T. naturräumlich einzigartigen Biotope sind in den letzten Jahren erhalten, geschützt und entwickelt worden. Sie bieten dem Naturschutzfreund auf seiner Wanderung einzigartige Erlebnisse mit oftmals sehr seltenen Exemplaren aus Flora und Fauna. Aber auch an Geschichte wird hier erinnert. So findet sich im Bereich des „Grünen Bandes“ im sogenannten „Liebauer Sack“ die Gedenkstätte für das dort einstmals geschliffene Dorf Liebau. Dieses erstmals bereits 1317 erwähnte Dorf wurde 1952 fluchtartig von seinen Bewohnern verlassen und wegen seiner Grenzlage 1975 vollständig abgerissen.

Heimat-Tiergarten Sonneberg Im über 600 m über Normalnull (NN) gelegenen Stadtteil Sonneberg-Neufang liegt nahe der Ausflugsgaststätte Blockhütte der Heimat-Tiergarten. Mit seinen einheimischen (Rot- und Damwild) und anderen Tieren, wie beispielsweise Erdmännchen, ist dieser Heimat-Tiergarten der Stadt Sonneberg ein besonderes Erlebnis für unsere jüngsten Waldbesucher.

Hangquellmoor Mauschelsgeräum und Aussichtspunkt „Pump“ Ein schöner und leicht zu begehender Wanderweg auf dem Lauschaer Tierberg führt vorbei an einem Hangquellmoor („Mauschelsgeräum”), berührt den ehemaligen Griffelschieferbruch „Großer Tierberg” und hat mit dem Aussichtspunkt „Pump” einen der höchstgelegenen Aussichtspunkte (805 Meter über Normalnull) zu bieten. Dieser hält einen herrlichen Blick über die Schieferhalden des ehemaligen Bruchgeländes hinüber zur Stadt Steinach bereit. Entlang dieses Wanderweges, den man oberhalb der Stadt Steinach in der Ausflugsgaststätte „Bergmannsklause” (ehemaliges Schieferbruchgebäude) gemütlich ausklingen lassen kann, erfährt man an verschiedenen Rastpunkten Interessantes aus der Zeit des Schieferbergbaues rund um Steinach.


Das Fohlenhaus auf dem „Großen Först“ Im 16. Jahrhundert wurde der gesamte Först oberhalb von Haselbach als Viehweide genutzt. Um 1740 herum wurden die umliegenden Weide- und Grasnutzungen eingestellt, wahrscheinlich aus forstwirtschaftlichen Gründen. 1797 war das Wohngebäude für den herrschaftlichen Fohlenhirten auf dem Först fertiggestellt. Heute dient das renovierte Fohlenhaus als Schutz- und Jagdhütte und als Veranstaltungsort für das "Fohlenhausfest". Mehr dazu auf der Website Oberland am Rennsteig


Bildnachweis dieser Seite: Ausblick "Pump" – Uwe Zehner; Forstamt Sonneberg – Uwe Zehner; Baumpflanzung – Daniela Tröger; Forstwirt – Barbara Neumann; Brennholz – Daniela Tröger; Waldpädagogik – Barbara Neumann; Rehwild – Adolf Au; Grünes Band – Uwe Zehner; Fohlenhaus – Uwe Zehner