HolzQuiz: Konfliktfähigkeit

Richtig!

Förster und Forstwirte werden bei ihrer Arbeit im Wald häufig mit den unterschiedlichsten Meinungen aus der Bevölkerung konfrontiert, denn nicht jeder Bürger ist mit dem Tun der Forstleute einverstanden. So können beispielsweise die durch Reisig und Äste blockierten und teilweise gesperrten Waldwege die Gemüter der Wanderer erhitzen.

Auch die gefällten und am Wegesrand gepolterten Bäume und das Thema "ganzjähriges Raumverbot im Wald" lassen nicht alle Herzen höher schlagen. Hinzu kann noch das  ausgesprochene Verbot zum Befahren von Forstwegen kommen. Dies sind nur Auszüge aus dem „Konfliktkatalog“, die einen Förster in seinem Arbeitsalltag begleiten.

In allen Situationen ist das Ziel der Thüringer Förster, ruhig und sachlich bleiben und sich nicht von der Aufgebrachtheit oder Wut seines Gegenüber anstecken lassen. Mit ruhiger Art und fachlich fundierten Argumenten aus  Förstermund sieht dann die Welt ganz anders aus.

So mancher „Wutbürger“ entpuppt sich im Dialog mit unseren Förstern als geneigter Gesprächspartner, der plötzlich den Wald mit „Försteraugen“ sehen kann. „Wiederholungstäter“ in Sachen Wildparken auf Forstwegen werden einsichtig wenn sie erfahren, dass Forstwege ein wichtiger Bestandteil der Rettungskette (Unfälle im Wald, Waldbrände) sind.

Tabakliebhaber erkennen, dass Glimmstängel & Co. nichts im Wald zu suchen haben. Jagdgegner gestehen zähneknirschend ein, dass auch die Bäume ein Recht auf Leben haben und vor Verbiss durch übermäßige Wildpopulation geschützt werden müssen.

In der Summe muss sich ein guter Förster in das Wesen des Waldes und in das der Waldbesucher hineindenken und hineinfühlen können und zwischen den beiden Parteien vermitteln.

Hinweis :)

Wir Förster sind zudem äußerst kommunikationsfähig und auch sehr naturverbunden