WaldHolz

Unsere wichtigste Einnahmequelle

Der Holzverkauf ist die wichtigste Einnahmequelle von ThüringenForst.

Mit 60 bis 70 Millionen Euro pro Jahr macht er etwa 90 Prozent aller Erlöse der Landesforstanstalt aus und legt so die finanzielle Grundlage für alle Aktivitäten im und um den Wald – von den Ausgaben für das Anpflanzen neuer Bäume und den Ausgaben für Bildung und Naturschutz bis hin zum Forstpersonal und der Forsttechnik.

Dazu müssen jährlich ungefähr 1,2 Millionen Festmeter Holz aus dem AöR-eigenen Wald verkauft werden. Abnehmer sind zum größten Teil Furnier- und Sägewerke sowie die Hersteller von Spanplatten.

Aber auch die Zellstoff- und Papierindustrie, die Betreiber von Biomasseheizkraftwerken und nicht zuletzt die Bevölkerung als Brennholzkäufer zählen zu den Kunden von ThüringenForst.

Prinzip Nachhaltigkeit

Eher weniger Holz entnehmen, wie nachwächst.

Natürlich ist ThüringenForst dabei dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet. Es wird nur so viel Holz aus den Wäldern entnommen, wie wieder nachwächst. In der Regel sogar eher weniger.

Das Holz der Fichte wird dabei mit einem Anteil von etwa 70 Prozent derzeit am meisten gehandelt. Das liegt zum einen an der großen Nachfrage nach Fichtensägeholz, andererseits sorgt der hohe Flächenanteil der Fichte in den Wäldern von ThüringenForst für das entsprechende Angebot.

Daneben sind vor allem Buche und Kiefer gefragt. Zwei der weltweit leistungsstärksten Sägewerke für Buchen- und Fichtenholz stehen inzwischen in Thüringen.

Wertholzversteigerung (Submission)

Einmal im Jahr: Die Wertholzversteigerung in Erfurt-Willrode.

Neben der Massenware setzt ThüringenForst aber auch auf den Verkauf von Einzelstämmen in ganz besonderer Qualität. Einmal im Jahr wird dazu vor den Toren der Landeshauptstadt zu einer großen Wertholzversteigerung eingeladen.

Auf dieser Submission werden die stärksten und schönsten Stämme aus ganz Thüringen – auch im Auftrag kommunaler und privater Waldbesitzer − präsentiert. Immer wieder sorgen dort neben dicken Eichen eher seltenere Baumarten wie Elsbeere, Ulme oder Robinie für Spitzenergebnisse.

Für einen Festmeter geriegelter Bergahorn, der mit seiner wellenförmigen Maserung besonders von Geigenbauern geschätzt wird, zahlte 2013 ein Funierhersteller stolze 10.577 Euro pro Festmeter. Für den ganzen Stamm waren dies 19.567 Euro.

Ein Jahr später wurde der bisherige Rekord für eine Eiche erzielt. Der Stamm aus dem Forstamt Bad Berka wechselte für 3.072 Euro pro Festmeter, insgesamt 12.700 Euro, den Besitzer.

Holzverkauf

Angebot und Nachfrage bestimmen die Preise!

Der Holzverkauf ist kein einfaches Geschäft. Angebot und Nachfrage bestimmen immer wieder wechselnde  Preise.

ThüringenForst versucht, die aktuelle Marktsituation für die Erzielung möglichst hoher Erlöse zu nutzen. Aus Gründen der Risikostreuung setzt man auf ein breites Spektrum bei den Abnehmern. Ganz nach Kundenwunsch werden spezielle Sortimente angeboten. Auf diese Weise lassen sich viele, vor allem regionale Kunden bedienen.

Als Dienstleister übernimmt ThüringenForst auch den Holzverkauf für Dritte. So können zum Beispiel auch Kleinwaldbesitzer direkt am Marktgeschehen teilnehmen und ihr Holz der holzverarbeitenden Industrie zu einem guten Preis anbieten.

Den Säge-, Holzwerkstoff- und Zellstoffwerken in der Region wird auf der anderen Seite die Beschaffung des benötigten Rohstoffs im Nahbereich ihrer Standorte erleichtert. Die nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege privater und kommunaler Waldbestände kann so gesichert werden.

Die Holzvermarktung zielt auf eine positive Vermögensentwicklung von ThüringenForst ab. Ziel ist eine optimale Wertschöpfung aus der Holzproduktion bei gleichzeitig schlanken und effizienten Arbeitsabläufen beim Holzverkauf.