WaldBewirtschaftung

Waldbewirtschaftung bei ThüringenForst

Unsere Mitarbeiter sind jeden Tag in Thüringens Wäldern unterwegs, um die Wahrung der Nutz- Schutz- und Erholungsfunktion der Wälder zu gewährleisten.

Das Ziel unserer ThüringenForst-Mitarbeiter ist, alle gesetzlichen Anforderungen und die Erwartungen der Bürger sowie der Holzwirtschaft zu erfüllen.

Handlungsgrundlage: Das Thüringer Waldgesetz

Grundlage unseres Handelns ist das Thüringer Waldgesetz (ThürWaldG). Darin sind im § 1 unter anderem die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes und im § 19 die Grundsätze einer ordnungsgemäßen Forstwirtschaft festgeschrieben. § 31 unterstreicht die besondere Allgemeinwohlverpflichtung des Staatswaldes.

Diese Regelungen sind die wichtigsten Eckpfeiler für die nachhaltige Waldbewirtschaftung durch ThüringenForst.

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Der Zukunftswald

… ist reich an Baumarten!

Jede Forstwirtschaft bedeutet immer auch Verantwortung für die Zukunft. Heute müssen im Wald alle Dinge erledigt werden, die den nachfolgenden Generationen möglichst gleiche oder bessere Lebensgrundlagen und Nutzungsmöglichkeiten bieten. Solch ein Zukunftswald ist strukturreich und reich an Baumarten, Alter und Höhe seiner Bäume variieren. Er bietet auch in Jahrzehnten beste Chancen, um allen gesellschaftlichen Ansprüchen an den Wald zu genügen.

Das waldbauliche Leitbild wird in erster Linie durch die Steuerung der Waldpflege erreicht. Somit werden die Wälder durch Bewirtschaftung in ihrer Existenz gesichert, während gleichzeitig die Nachfrage nach Massensortimenten und qualitativ hochwertigem Holz gedeckt wird.

Interesse an einem Waldspaziergang – jetzt gleich?

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) nimmt Sie mit zu einem interaktiven Waldspaziergang und zeigt Ihnen den Wald von seiner wissenswertesten Seite!

Auf geht's zum Waldspaziergang der SDW

Waldidyll und Forstmaschine

… der optische Konflikt.

Die Bereitstellung von Holz ist  zunehmend an den Einsatz modernster Technik gebunden. Für den einen oder anderen Waldbesucher mag das einen Konflikt darstellen. Die großen Forstmaschinen werden im liebgewonnenen Waldidyll als Störung empfunden. Andere ärgern die zeitweisen Wegeschäden nach einem Einschlag oder sie monieren den unaufgeräumten Eindruck, den der Wald dann erweckt.

Eine moderne Forstmaschine wie ein Harvester richtet im Wald jedoch weit weniger Schäden an, als bei der Holzernte noch in jüngerer Vergangenheit zu verzeichnen waren. Diese ging oft mit einer massiven Zerstörung des Waldbodens und gravierenden Verletzungen an den verbleibenden Bäumen durch flächige Befahrung einher oder wurde gleich als Kahlschlag durchgeführt.

Heute finden nur noch Waldpflegemaßnahmen und Durchforstungen unter ausschließlicher Befahrung der Rückegassen und Waldwege statt. Zudem sorgt der Einsatz moderner Forsttechnik für mehr Sicherheit für die Waldarbeiter. Vor allem zeichnet diese sich durch hohe Effektivität aus. Somit fallen verhältnismäßig geringe Erntekosten an, wodurch Holz und alle daraus hergestellten Produkte wie Möbel, Papier und Energie zu fairen Preisen angeboten werden können.

Die „Unordnung“ im Wald

… dankt uns die Natur.

Im Staatswald werden die Bestände ein bis zweimal im Jahrzehnt gepflegt, weshalb sich die tatsächliche Präsenz der großen Maschinen in den Wäldern Thüringens in Grenzen hält. Schäden und Wegeverschmutzungen infolge von Holzeinschlag beseitigt ThüringenForst zeitnah.

Die „Unordnung“ im Wald dankt uns die Natur, denn die liegengebliebenen Baumkronen und Äste werden von vielen geschützten Tierarten und Pilzen besiedelt und stehen als Nährstoffe dem Wald nach ihrer Zersetzung wieder zur Verfügung.

Dies nutzen vor allem Lebewesen, die von totem Pflanzenmaterial leben. Hierzu zählen unter anderem Einzeller und Mikroorganismen, aber auch Insekten wie Bockkäfer und Prachtkäfer. Zudem dienen die abgestorbenen Pflanzenteile nicht nur als Nahrung sondern auch als Brutstätte und Lebensraum. Insbesondere verschiedene Bienen- und Wespenarten sowie Mücken- und Fliegenarten leben und entwickeln sich mit Vorliebe in Totholz.

Darüber hinaus gibt es wiederum Tiere, die sich von den Holzbewohnern ernähren. An dieser Stelle seien beispielsweise Schlupfwespen und räuberische Käfer wie der Ameisenbuntkäfer oder der scharlachrote Feuerkäfer genannt. Stehendes Totholz wird von Spechten als Brutraum genutzt. Von den so entstandenen Spechthöhlen profitieren viele weitere Vogelarten, aber auch Fledermäuse und Säugetiere wie Baummarder, Siebenschläfer und Eichhörnchen.

Liegendes Totholz nützt Molchen, Salamandern, Kröten, Eidechsen, Blindschleichen, Ringelnattern und anderen Schlangen als Schutz, Sonnenplatz und Überwinterungsort. Beispielsweise Wildschweine, Wildkatzen und Igel nutzen sogenannte Reisighaufen (aufgeschichtete Zweige und Äste, welche regulär nach dem Holzeinschlag im Bestand verbleiben) auch zur Jungenaufzucht oder Überwinterung.

Den Forstleuten liegt genauso viel an den Wäldern wie den Besuchern. Deshalb wenden sie zur Holzernte nur erprobte und umweltschonende Verfahren nach dem Stand der Technik an.