WaldumbauWissen

  • Aus der Vielfalt und der Dynamik des Ökosystems Wald erwachsen viele, unterschiedliche
    Funktionen für Bevölkerung, Klima und natürlich auch Holzwirtschaft. Wald ist Natur. Wald liefert
    Sauerstoff und sorgt für sauberes Trinkwasser und ist eine Quelle der Ruhe.

    Aus der Vielfalt und der Dynamik des Ökosystems Wald erwachsen viele, unterschiedliche Funktionen für Bevölkerung, Klima und natürlich auch Holzwirtschaft.
    Wald ist Natur. Wald liefert Sauerstoff und sorgt für sauberes Trinkwasser und ist eine Quelle der Ruhe.

  • Thüringen ist zu fast einem Drittel seiner Landesfläche mit Wald
    bedeckt. Das sind rund 520.000 Hektar Wald. Damit steht der Freistaat
    im Vergleich der Bundesländer an siebter Stelle.

    Thüringen ist zu fast einem Drittel seiner Landesfläche mit
    Wald bedeckt. Das sind rund 520.000 Hektar Wald.
    Damit steht der Freistaat im Vergleich der Bundesländer
    an siebter Stelle.

  • Das WaldLand Thüringen ist vielfältig: Wald ist nicht gleich Wald. Für das landschaftlich
    vielfältige Thüringen gilt dies ganz besonders. Je nach Klima, Lage und Boden bringt die Natur
    unterschiedliche Waldtypen hervor.

    Das WaldLand Thüringen ist vielfältig: Wald ist nicht gleich Wald. Für das landschaftlich
    vielfältige Thüringen gilt dies ganz besonders. Je nach Klima, Lage und Boden bringt die Natur
    unterschiedliche Waldtypen hervor.

  • Um einen „gepflegten Wald“ mit einer großen Artenvielfalt zu schaffen,
    ist Waldwissen die Basis der Arbeit von ThüringenForst.
    Hier hat die wissenschaftliche Begleitung des Waldmanagements
    eine große Bedeutung.

    Um einen „gepflegten Wald“ mit einer großen Artenvielfalt zu schaffen,
    ist Waldwissen die Basis der Arbeit von ThüringenForst.
    Hier hat die wissenschaftliche Begleitung des Waldmanagements
    eine große Bedeutung.

  • Unsere Försterinnen und Förster denken bei der Waldplanung
    nicht in Jahren, sondern in Baumgenerationen. Grund: die
    Forstgeschichte zeigt, dass Waldwirtschaft nur dauerhaft erfolgreich
    ist, wenn sie ökologische Gesetzmäßigkeiten berücksichtigt.

    Unsere Försterinnen und Förster denken bei der Waldplanung
    nicht in Jahren, sondern in Baumgenerationen. Grund: die
    Forstgeschichte zeigt, dass Waldwirtschaft nur dauerhaft erfolgreich
    ist, wenn sie ökologische Gesetzmäßigkeiten berücksichtigt.

  • Ziel des Thüringer Waldumbaus: großflächig neue, strukturierte,
    stabilere und an Umweltbedingungen angepasste Mischwälder
    zu etablieren, denn: Wir bauen den Wald um. Für Sie!

    Ziel des Thüringer Waldumbaus: großflächig neue, strukturierte,
    stabilere und an Umweltbedingungen angepasste Mischwälder
    zu etablieren, denn: Wir bauen den Wald um. Für Sie!

Wald liefert Sauerstoff und Trinkwasser

Thüringen ist zu fast einem Drittel, seiner Landesfläche mit Wald bedeckt. Das sind rund 520.000 Hektar Wald. Damit steht der Freistaat im Vergleich der Bundesländer an siebter Stelle. Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge und Kyffhäuser sind nur einige der großen Waldgebiete des „grünen Herzen“ Deutschlands.

Aus der Vielfalt und der Dynamik des Ökosystems Wald erwachsen viele, unterschiedliche Funktionen für Bevölkerung, Klima und natürlich auch Holzwirtschaft. Wald ist Natur. Wald liefert Sauerstoff und sorgt für sauberes Trinkwasser. Für viele Menschen ist Wald zudem eine Quelle der Ruhe und Erholung. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung des nachwachsenden Rohstoffes Holz weiter zu.

Thüringen ist von Natur aus ein „Buchenland“

Thüringen wäre von Natur aus ein „Buchenland“. Denn die Baumart Buche käme aufgrund des vorherrschenden Klimas flächendeckend vor. Anders als in den Kammlagen beispielsweise des Thüringer Waldes. Ein raueres Klima mit deutlich geringeren Durchschnittstemperaturen und somit einer stark verkürzten Wachstumsperiode begünstigt hier eher das Fichtenwachstum.

Das WaldLand Thüringen ist vielfältig

Wald ist nicht gleich Wald. Für das landschaftlich vielfältige Thüringen gilt dies ganz besonders. Je nach Klima, Lage und Boden bringt die Natur unterschiedliche Waldtypen hervor. Im Nadelholzwald dominiert die Baumart Fichte und im Laubholzwald die Baumart Buche.

Aufgrund seiner historischen Waldnutzungen sind Harz, Thüringer Wald und Schiefergebirge geschlossene Waldgebiete. Hier ist vor allem die Nadelbaumart Fichte zu Hause. Das Thüringer Holzland im Osten ist ebenso waldreich, aber geprägt von der Baumart Kiefer.

In den Naturräumen Hainich und Dün im Norden Thüringens dominiert dagegen die Laubbaumart Buche. Waldbestände mit der Baumart Eiche findet man relativ kleinflächig und verstreut in ganz Thüringen. Schwerpunktmäßig wachsen die Eichen aber im Süden bei Heldburg und im Osten bei Altenburg. Eichenarten sind an spezielle Waldbodenstandorte gebunden und haben in Thüringen einen Anteil von gerade einmal 6 Prozent.

Funktionen des Waldes

Erholung, Entspannung und Schutz

Der Wald in Thüringen ist multifunktional. Zu dieser Multifunktionalität gehört der Wald als Ort der Erholung und Entspannung. Zugleich ist der Wald Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tierarten. Er schützt Boden und Wasser und wirkt ausgleichend auf das lokale Klima. Nicht zu vergessen die Bedeutung des Waldes für das Weltklima.

Um vitale und stabile Bestände zu erhalten, sind Waldpflege und damit auch die verbundene Holznutzung wichtige Bausteine für den Erholungs- und Entspannungsraum Wald. Zugleich schaffen diese „gepflegten“ Wälder auch mehr Lebensraum für die Artenvielfalt.

Der Waldtourismus

Im Waldland Thüringen hat der Tourismus einen hohen Stellenwert.  Vor allem der Thüringer Wald ist entlang des Rennsteiges durch seine naturräumliche Lage und Beschaffenheit Sommer wie Winter ein Paradies für Wanderer, Radsportler und Skifahrer.

Nachhaltige Waldwirtschaft

Forstliche Nachhaltigkeit

Immer nur so viel Wald schlagen, wie wieder nachwächst! Der Wald in Thüringen ist aber auch Lieferant für einen der wichtigsten Rohstoffe der Welt: dem Holz. Deutschland ist das holzreichste Land Europas! Und auch das Waldland Thüringen kann sich über einen Mangel an Holz nicht beklagen. Rund 300 Kubikmeter Holz stehen auf einem Hektar in Thüringens Wäldern. Insgesamt also knapp 152 Millionen Kubikmeter.

Bei der Waldbewirtschaftung spielt der Nachhaltigkeitsgedanke der deutschen Forstwirtschaft eine große Rolle. Im Rahmen dieses Leitgedankens soll immer nur so viel Wald geschlagen werden, wie wieder nachwächst. In Thüringen wachsen jedes Jahr mehr als neun Kubikmeter je Hektar hinzu. ThüringenForst nutzt diesen Zuwachs bei der Holzernte nie ganz aus.

Waldwissen als Basis

Um einen „gepflegten Wald“ mit einer großen Artenvielfalt zu schaffen, ist Waldwissen die Basis der Arbeit von ThüringenForst. Hier hat die wissenschaftliche Begleitung des Waldmanagements eine große Bedeutung.

Dazu gehört auch die Anwendung praxisorientiertem Ingenieurwissens, wie beispielsweise das forstliche Monitoring, um eine nachhaltige Nutzung der Wälder zu gestalten und so die Waldfunktion zu sichern oder mit Blick auf Klimaänderungen, die flächendeckende Überwachung des Waldes, um Prognosen erstellen und Empfehlungen aussprechen zu können.

So beispielsweise auch beim Modellprojekt Waldumbau, um dem Thüringer Wald auch in Zeiten des Klimawandels eine Chance zu geben.

ThüringenForst als Dienstleister

Die gerade dargestellte Multifunktionalität des Waldes hat für alle eine überragende Bedeutung. Allerdings ergeben sich aus dieser Multifunktionalität auch unterschiedliche Ansprüche, die sich manchmal überschneiden. THÜRINGENFORST managet als Dienstleister diese Überschneidungen, wie auch die Gestaltung der Kulturlandschaft Wald nach umweltschonenden Maßstäben.

Wald und Klima

Der Thüringer Wald

Durch seine naturräumliche Beschaffenheit (Mittelgebirgslage mit Kerbtälern) ist der Thüringer Wald für Schäden durch Sturm, Schnee und Borkenkäferbefall besonders anfällig. Mehr noch als andere großräumige Waldgebiete.

Die Orkankatastrophe Kyrill Anfang des Jahres 2007 hat deutlich gezeigt, wie verheerend und flächendeckend ein derartiges Naturereignis auf den Wald wirken und wirtschaftlichen Schaden anrichten kann.

„Forstmeister Kyrill“

Rund 2,4 Millionen Festmeter Schadholz, rund 6.300 ha Kahlflächen und zusätzliche 4.700 ha verlichtete Bestände sind durch diese Naturkatastrophe allein in Thüringen mit dem Schwerpunkt im Thüringer Wald entstanden.

Dennoch ist so eine Katastrophe auch lehrreich für Waldbesitzer und Förster. Überwiegend Reinbestände mit der Baumart Fichte wurden durch den Sturm geschädigt und umgeworfen. Man spricht nicht umsonst vom „Forstmeister“ Kyrill („Forstmeister Sturm“).

Chance in Zeiten des Klimawandels: Der Waldumbau

Dieses Ereignis zeigt deutlich, welche Art von Waldbeständen dem Sturm besser widerstehen konnte. Nun bietet es die einmalige Chance, großflächig neue, strukturierte, stabilere und damit an die aktuellen Umweltbedingungen angepasstere Mischbestände durch Pflanzung und / oder Naturverjüngung aufzubauen.