Forstliches Bildungszentrum Gehren

Ausbildung zum Forstwirt / zur Forstwirtin

Forstwirtinnen und Forstwirte sind unter anderem in der Forstverwaltung, in Forstbetrieben und forstlichen Lohnunternehmen tätig oder arbeiten als selbstständige Unternehmer.

Sie führen im Wesentlichen folgende Arbeiten aus:

  • Waldbewirtschaftung, Forstproduktion Begründen, Verjüngen, Schützen, Erschließen und  Pflegen von Waldbeständen

  • Ernte und Aufbereitung von Forsterzeugnissen Ernten, Sortieren, Vermessen sowie Transport und Lagerung von Holz

  • Forsttechnik Hierzu gehört das Handhaben, Warten und Instandsetzen von Maschinen und Geräten ebenso wie das Be- und Verarbeiten von Holz und anderen Werkstoffen

  • Naturschutz und Landschaftspflege Erhalten, Schützen und Entwickeln besonderer Lebensräume sowie Anlage und Pflege von Schutz- und Erholungseinrichtungen

Tipp

Besuchen Sie die KWF-Website forstwirt-werden.de

Forstwirte auf Lehrgang im Freien
junge Frau schärft Kettensäge in einer Werkstatt
Fotos: ThüringenForst

Allgemeine Anforderungen

Forstwirte arbeiten in der freien Natur und sind deshalb stets der Witterung ausgesetzt. Das Fällen und Aufarbeiten von Bäumen ist nach wie vor eine gefährliche und anstrengende körperliche Arbeit.

Voraussetzungen für diesen Beruf sind u. a.:

  • Körperliche Eignung und Leistungsfähigkeit

  • Handwerkliches Geschick

  • Ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein

  • Teamfähigkeit

Forstwirte sind meist fern von Ortschaften eigenverantwortlich in kleinen Arbeitsgruppen tätig. Die Motorsäge ist neben anderen forstlichen Maschinen und Werkzeugen das am häufigsten eingesetzte Arbeitsgerät.

Ausbildung: wie und wo?

Ausbildungsdauer und Abschlussprüfungen

In der Regel beginnt die Ausbildung Ende August/Anfang September und dauert drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. Abitur, abgeschlossene Berufsausbildung) kann die Ausbildungszeit verkürzt werden. Vor Beginn der Ausbildung wird ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen.

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes findet im zweiten Ausbildungsjahr eine Zwischenprüfung statt. Die Berufsausbildung endet mit der Abschlussprüfung zum Forstwirt/zur Forstwirtin. In der Abschlussprüfung werden die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praktisch und schriftlich geprüft.

Ausbildungsstätten: Thüringer Forstämter

Bei ThüringenForst ist die Ausbildung zum Forstwirt / zur Forstwirtin in acht Ausbildungsforstämtern von ThüringenForst möglich. Besuchen Sie unsere Forstämter online!

Bad Berka

Bad Salzungen

Bleicherode-Südharz

Gehren

Jena-Holzland

Kaltennordheim

Leinefelde

Weida

Überbetriebliche Ausbildungsstätten

Bei der Berufsausbildung arbeiten das Ausbildungsforstamt, das Forstliche Bildungszentrum (FBZ)  und das Staatliche Berufsschulzentrum Ilmenau eng zusammen. Praxisbezogene Ausbildungsinhalte, die im Ausbildungsforstamt schwer vermittelt werden können, übernimmt als überbetriebliche Ausbildungsstätte das Forstliche Bildungszentrum Gehren (FBZ).

Der Berufsschulunterricht findet in Blockform am Staatlichen Berufsschulzentrum in Ilmenau statt. Während der überbetrieblichen Ausbildung und der Berufsschule werden die Auszubildenden im Internat des FBZ in Gehren untergebracht und verpflegt.

Tipp

Wir über uns gibt Informationen zum Internat und zu Freizeitmöglichkeiten im Gehren

Bewerbung als Forstwirtin/Forstwirt

Die Ausbildung zum Forstwirt/zur Forstwirtin baut auf den qualifizierenden Hauptschulabschluss als Mindestqualifikation auf.

Neben den oben genannten Voraussetzungen für die Berufseignung sind gute schulische Leistungen, insbesondere in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern, Grundlage für die Ausbildung.

Die Bewerbung sollte spätestens bis zum 15. Januar jeden Jahres, in dem die Berufsausbildung begonnen werden soll, an ThüringenForst (Sachgebiet 1.1, Hallesche Straße 16, 99085 Erfurt) erfolgen, um für das laufende Jahr berücksichtigt werden zu können.

Hierzu müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:

  • Bewerbungsschreiben

  • Lebenslauf

  • Lichtbild

  • Kopie des letzten Zeugnisses

  • evtl. Praktikumsnachweise

Außerdem muss die Bewerbung eine Aussage darüber enthalten, welche Ausbildungsforstämter für die betriebliche Ausbildung vorgesehen sind. Hierzu ist das als Anlage beigefügte Formblatt mit den Bewerbungsunterlagen einzureichen. Darin sind nach Priorität jene Ausbildungsstätten einzutragen, die für den Bewerber infrage kommen.

Wird der Bewerber in die engere Auswahl einbezogen, erfolgt eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch. Außerdem wird ein Test der Kenntnisse und handwerklichen Fähigkeiten durchgeführt.

Vor der Unterzeichnung des Ausbildungsvertrages muss die gesundheitliche Tauglichkeit für den Beruf des Forstwirtes/der Forstwirtin von einem Arzt bestätigt werden. Nähere Informationen dazu erhält der Bewerber zu gegebener Zeit vom Ausbildungsforstamt.

Bei der Auswahl der betrieblichen Ausbildungsstätte  sollte bedacht werden, dass etwa drei Viertel der Ausbildung dort stattfindet und deshalb die Ausbildungsstätte zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter bis 7.00 Uhr eigenverantwortlich erreichbar sein muss.

Außerdem werden gegenwärtig zwölf  Wochen pro Jahr Berufsschulunterricht in Blockform am Staatlichen Berufsschulzentrum in Ilmenau und weitere fünf Wochen pro Jahr überbetriebliche Ausbildung am Forstlichen Bildungszentrum Gehren stattfinden.

Praktikum

Wir empfehlen Ihnen, sich bis zu Ihrer Bewerbung intensiv über das Berufsbild der Forstwirtin/ des Forstwirtes und ihrem/seinem Arbeitsalltag zu informieren. Hilfreich dabei wäre ein Praktikum in einem Forstbetrieb oder Forstamt.

Detailierte Informationen rund um das Thema Praktikum und Kontakte zu Ansprechpartnern finden Sie auf unserer Themenseite Praktikum bei ThüringenForst

Fortbildung

Fortbildungsmöglichkeiten:

Forstwirtschaftsmeisterin und Forstwirtschaftsmeister

Sie werden in verschiedenen leitenden Funktionen in staatlichen, kommunalen oder privaten Forstbetrieben eingesetzt.

Geprüfte Natur- und Landschaftspflegerin und Geprüfter Natur- und Landschaftspfleger

Sie arbeiten unter anderem als „Rangerin und Ranger“ in Großschutzgebieten wie zum Beispiel in Nationalparks.

Forstmaschinenführerin und Forstmaschinenführer

Sie bedienen Forstspezialmaschinen wie Forwarder und Harvester. Der Maschineneinsatz nimmt im Wald stark zu. Forstmaschinenführerin und Forstmaschinenführer sind gesuchte Spezialistinnen und Spezialisten mit sehr guten Arbeitsmarktchancen.

Forsttechnikerin und Forsttechniker

Sie arbeiten als Revierleiterin/Revierleiter oder als Fachkräfte im mittleren Management eines Forstbetriebes. Als weitere Tätigkeitsbereiche kommen der Einsatz bei forsttechnischen Unternehmen und in fachverwandten Bereichen wie z. B. Holzwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz oder Landschaftspflege in Betracht. Diese Fortbildung bietet nur die Bayerische Technikerschule für Waldwirtschaft in Lohr am Main an.

Kontakt

Forstliches Bildungszentrum Gehren

Töpfergasse 27
98708 Gehren