Klima und Niederschlag

Neben den von der Geologie geprägten Bodenverhältnissen ist das Klima der bedeutendste Faktor für das Waldwachstum.

Die Niederschläge sind im Forstamtsbereich gering und steigen von 550 mm im Jahresmittel im Altenburger Land (150 m üNN) auf 750 mm jährlich im Vogtland (480 m üNN) an. Die Jahresdurchschnittstemperatur bewegt sich zwischen 6,5 und 8,5 Grad Celsius.

Baumartenverteilung und Eigentumsverhältnisse im Forstamtsbereich ansehen (PDF)

Foto: Karsten Schröder

Waldbewirtschaftung

Die Waldbewirtschaftung im Landeswald ist geprägt von der seit fast 20 Jahren kahlschlagfreien Holznutzung, über die das Licht im Wald so gesteuert wird, dass ein natürlicher Aufwuchs von jungem Wald unter den alten Bäumen erfolgen kann.

Häufig wird diese „Naturverjüngung“ durch die Pflanzung seltener Mischbaumarten, wie z. B. Weißtanne, Bergahorn, Eiche, und Douglasie ergänzt. Auf den Landeswaldflächen übt das Forstamt die Jagd aus. So wird verhindert, dass der Verbiss des Wildes die Mischbaumarten wieder vernichtet.

Mit dieser naturnahen Waldbehandlung sichern Förster und Waldarbeiter im Landeswald des Forstamtes Weida, dass auch in Zukunft ein stabiler Mischwald für die Bedürfnisse der Menschen an den Wald zur Verfügung steht.

Beratung & Betreuung

Als Gemeinschaftsforstamt bietet das Forstamt Weida neben der Bewirtschaftung des Landeswaldes auch die Beratung und Betreuung der Privat- und Körperschaftswaldbesitzer an.

Da die Besitzgrößen im Privatwald sehr klein sind, wird außerdem der Beitritt in Forstbetriebsgemeinschaften empfohlen, um eine Bewirtschaftung zu ermöglichen.

Hoheit

Das Waldgesetz behütet den Wald vor zu starken Zugriffen. Die Mitarbeiter des Forstamtes überwachen die Einhaltung des Waldgesetzes.

Behördliche Bescheide legen dabei fest, welches Anliegen im Wald erlaubt werden kann oder verboten werden muss und wie gegebenenfalls Ersatz geleistet werden muss.

Naturschutz

Mit der naturnahen Forstwirtschaft werden Naturschutzziele umfassend erreicht. Darüber hinaus wird in besonders schützenswerten Waldgebieten und an einzelnen alten Habitatbäumen Naturschutzzielen der Vorrang vor Nutzungszielen gegeben.

Erholung & Tourismus

Die Schönheit des Waldes, sein ausgeglichenes Klima und seine gute Luft machen ihn auch zum idealen Erholungsort. Ein umfassendes gepflegtes Wander-, Fahrrad- und Reitwegenetz lädt den Waldbesucher ein.

Waldpädagogik

Neben Führungen mit dem Förster für Schulen und Kindergärten finden im Forstamt Weida jährlich Waldjugendspiele für Grundschulklassen statt.

Aus- & Weiterbildung

Für den forstlichen Nachwuchs ist das Forstamt Weida sowohl Ausbildungsstelle für Studierende und Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen mit forstlichem Studiengang.

Die Ausbildung zum Forstwirtsberuf, dem Waldarbeitsprofi, findet im Forstamtbetriebshof in Waldhaus bei Greiz statt. Das Forstamt Weida organisiert darüber hinaus Fortbildungen, vorrangig zu waldbaulichen Themen, wie den Weißtannenanbau.

Besonderheiten

Jugendwaldheim Gera-Ernsee

Das waldpädagogische Highlight ist das von ThüringenForst frisch sanierte Jugendwaldheim in Gera-Ernsee, das ganzjährig einen fünftägigen hochinteressanten und spielerischen Aufenthalt für jeweils zwei Schulklassen anbietet.

Direkt am Waldrand gelegen mit Gepäcktransportservice vom Geraer Bahnhof bietet das Jugendwaldheim das Ziel für eine tolle Klassenreise. Eine sehr rechtzeitige Anmeldung wird jedoch empfohlen.

zur Website des Jugendwaldheims Gera-Ernsee

Unser Jugendwaldheim in Gera-Ernsee.
(Foto: Daniel Heinrich)