Forstamt Sonneberg

Sehenswürdigkeiten und Wanderziele

Das waldtouristische Umfeld des Thüringer Forstamtes Sonneberg reicht vom eher lieblichen Vorland über das Gebirgsvorland bis hin zu den schroffen Kammlagen des Thüringer Schiefergebirges und des Frankenwaldes.

Das mit allen Waldinteressenten und -nutzern in einem öffentlich transparenten Beteiligungsverfahren abgestimmte und ständig aktualisierte Konzept „Forsten und Tourismus“ nimmt all diese schönen und bemerkenswerten Naturorte im Wald auf und setzt diese in ein Netz aus Wander-, Fahrrad- und Reitwegen um.

Dieses kartographierte Wegenetzsystem bietet den Waldbesuchern ein umfangreiches Programm für selbstgestaltete Entdeckungstouren.

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Vorland um Neuhaus-Schierschnitz und Föritz

Gebirgsvorland um Sonneberg, Schalkau und Mengersgereuth-Hämmern

Kammlagen des Thüringer Schiefergebirges und des Frankenwaldes um Steinach, Hasenthal und Neuenbau

Oerlsdorfer Wald

Blockhütte „Freysoldt’s Rast“

Die im Oerlsdorfer Wald (bei Oerlsdorf und Sichelreuth) gelegene Blockhütte erinnert an das Wirken und Vermächtnis des ehemaligen Herzoglich Sachsen Meiningischen Oberförsters A. Freysoldt in Steinach („Die Fränkischen Wälder im 16. Und 17. Jahrhundert; Selbstverlag 1904) und dient heute als Schutz- und Jagdhütte im Forstrevier Neuhaus-Schierschnitz.

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Kindlesteich im Oerlsdorfer Wald

Der Sage nach hat in alten Zeiten ein Jäger, der ein vor ihm flüchtendes Weib verfolgte, aus dem nahe der Blockhütte gelegenem Teich eine Kindesleiche bergen müssen. Dadurch gab es wenigstens ein würdiges Begräbnis für dasselbe. Seitdem heißt der Teich im Volksmund allgemein der „Kindlesteich”.

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Sie wartet ohne zu rosten auf Wanderer oder Jäger, die rasten: die Blockhütte "Freysoldt's Rast" zu Ehren des Herzoglichen Oberförsters Freysoldt. (Foto: Uwe Zehner)
In Gedenken an ein Kindlein, das hier seine letzte Ruhe fand: der Kindlesteich. (Foto: ThüringenForst)

Dorfstelle Liebau / Grünes Band

Grenzwanderweg „Grünes Band“-Gedenkstätte ehemaliges Dorf Liebau

Im Bereich des Forstamtes Sonneberg liegen ca. 90 km des sogenannten „Grünen Bandes“, der ehemaligen Staatsgrenze der DDR zur BRD. Diese auf Grund des Sperrstatus z. T. naturräumlich einzigartigen Biotope sind in den letzten Jahren erhalten, geschützt und entwickelt worden.

Sie bieten dem Naturschutzfreund auf seiner Wanderung einzigartige Erlebnisse mit oftmals sehr seltenen Exemplaren aus Flora und Fauna. Aber auch an Geschichte wird hier erinnert.

So findet sich im Bereich des „Grünen Bandes“ im sogenannten „Liebauer Sack“ die Gedenkstätte für das dort einstmals geschliffene Dorf Liebau. Dieses erstmals bereits 1317 erwähnte Dorf wurde 1952 fluchtartig von seinen Bewohnern verlassen und wegen seiner Grenzlage 1975 vollständig abgerissen.

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Im "Grünen Band" erinnert ein Gedenkort an das Dorf Liebau, das der innerdeutschen Mauer weichen musste. (Foto: Uwe Zehner)

Sonneberg-Neufang

Heimat-Tiergarten Sonneberg und Holzhauerdenkmal

Im über 600 m über Normalnull (NN) gelegenen Stadtteil Sonneberg-Neufang liegt nahe der Ausflugsgaststätte Blockhütte der Heimat-Tiergarten. Mit seinen einheimischen (Rot- und Damwild) und anderen Tieren, wie beispielsweise Erdmännchen, ist dieser Heimat-Tiergarten der Stadt Sonneberg ein besonderes Erlebnis für unsere jüngsten Waldbesucher.

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Folgt man der Hohen Straße in Neufang in Richtung Steinacher Höll kann man direkt am Wegesrand das sogenannte Holzhauerdenkmal betrachten. Dieses zum Teil in Privatinitiative wieder restaurierte und vorbildlich gepflegte Denkmal erinnert mit einer Schiefertafel an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Forstarbeiter aus dem Sonneberger Raum.

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Das Holzhauerdenkmal zu Ehren der gefallenen Waldarbeiter. (Foto: Uwe Zehner)
Röööööhr! Ein Bewohner des Heimat-Tiergartens in Sonneberg-Neufang. Er und zahlreiche weitere Tierarten freuen sich Ihren auf Besuch! (Foto: Michael Radloff)

Lauschaer Tierberg und Umgebung

Hangquellmoor Mauschelsgeräum und Aussichtspunkt „Pump“

Ein schöner und leicht zu begehender Wanderweg auf dem Lauschaer Tierberg führt vorbei an einem Hangquellmoor („Mauschelsgeräum”), berührt den ehemaligen Griffelschieferbruch „Großer Tierberg” und hat mit dem Aussichtspunkt „Pump” einen der höchstgelegenen Aussichtspunkte (805 Meter über Normalnull) zu bieten.

Dieser hält einen herrlichen Blick über die Schieferhalden des ehemaligen Bruchgeländes hinüber zur Stadt Steinach bereit. Entlang dieses Wanderweges, den man oberhalb der Stadt Steinach in der Ausflugsgaststätte „Bergmannsklause” (ehemaliges Schieferbruchgebäude) gemütlich ausklingen lassen kann, erfährt man an verschiedenen Rastpunkten Interessantes aus der Zeit des Schieferbergbaues rund um Steinach.


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Der "Pump" bietet eine grandiose Aussicht ins Land. (Foto: Uwe Zehner)

Das Fohlenhaus

Das Fohlenhaus auf dem „Großen Först“

Bereits im 16. Jahrhundert wurde der gesamte Först oberhalb von Haselbach als Viehweide genutzt, aber nicht als Pferdeweide.

Um 1740 herum wurden die umliegenden Weide- und Grasnutzungen jedoch eingestellt, wahrscheinlich aus forstwirtschaftlichen Gründen. 1797 war das Wohngebäude für den herrschaftlichen Fohlenhirten auf dem Först fertiggestellt.

Der eigentliche Fohlenstall war bereits vorher erbaut worden.   Nachdem das Fohlenhaus in jüngster Zeit durch die Forstverwaltung renoviert worden ist, dient es heute als Schutz- und Jagdhütte für das Forstrevier Haselbach und als Veranstaltungsort für das alljährlich gut besuchte Fohlenhausfest.

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Von Förstern "emfohlen": Ein Picknick in der Sitzgruppe vor dem Fohlenhaus, das als Schutz- und Jagdhütte dient. (Foto: Uwe Zehner)