Standortverhältnisse und Baumartenverteilung

Die Standortvielfalt ist bedingt durch unterschiedlichste Grundgesteine, topographische und klimatische Verhältnisse sehr breit gefächert.

Im Norden dominieren Muschelkalkstandorte mit instabilen Fichtenbeständen, aber auch standortsgerechten Buchenwäldern. Als Besonderheit sind im nordöstlichen Bereich edellaubholzreiche Bestockungen mit dem dendrologischen Phänomen „Heilinger Mehlbeere“  (eine Sippe der breitblättrigen Mehlbeere; Sorbus heilingensis) zu erwähnen.

Im unteren Saaletal und den angrenzenden Seitentälern bildet der Buntsandstein mit Kiefernforsten den waldbaulichen Schwerpunkt. Im südlichen Bereich des Forstamtes prägen steile Kerbtäler und Hochplateauflächen aus Schiefergesteinen mit vorwiegend Fichtenbeständen das Waldbild.

Baumartenverteilung und Eigentumsverhältnisse im Forstamtsbereich ansehen (PDF)

Bewaldeter Hügel (Herbstfärbung des Waldes)
Der Schauenforst bei Dorndorf. (Foto: ThüringenForst)
Orange, vogelbeerähnliche Frucht am Baum
Heilinger Mehlbeere (Foto: ThüringenForst)

Waldbewirtschaftung

Jahrzehnte wurden die Waldflächen im Kahlschlagverfahren bewirtschaftet. Dieses Erbe kennzeichnet bis heute das Waldbild.

Eine allmähliche Entwicklung vom uniformen Forst zum ökologisch stabileren Mischwald ist vorzugsweise im öffentlichen Wald sichtbar.

Großflächige Kalamitäten in den letzten 10 Jahren; vielerorts Schälschäden und wiederholt starker Borkenkäferbefall zeigen drastisch die Notwendigkeit zum stabilisierenden Waldumbau.

Beratung & Betreuung

Da sich über 75 % der Waldflächen im Kleinprivat- und Kommunalbesitz befinden, hat das Forstamt hier seinen Schwerpunkt im Beratungs- und Dienstleistungsbereich zu erbringen.

Naturschutz

Großflächige Naturschutz- und Vogelschutzgebiete sind in allen Eigentumsbereichen vertreten.

Neben nennenswerten Elementen der Fauna (Raufußkauz, Schwarzstorch, Uhu) sind auch floristische Besonderheiten (Waldorchideen und Eiben) vorhanden.

Umweltbildung & Waldpädagogik

Umweltbildungsprojekte sind ein wichtiger Bestandteil im forstlichen Jahresverlauf.

Neben den Waldjugendspielen werden von unseren Forstamtsmitarbeitern Projekte zum Thema „Natur erleben mit allen Sinnen“ konzipiert und durchgeführt. Zusammen mit dem Museum zur Kloster-, Forst- und Jagdgeschichte (Museum Paulinzella) und dem Erlebniskräutergarten bilden wir das "Netzwerk Umweltbildung".

Haben Sie Interesse an unseren Waldpädagogik-Angeboten für Groß und Klein? Alle Infos dazu finden Sie in unserem Flyer
Natur erleben mit allen Sinnen


Tipp

Besuchen Sie die Websites unserer Netzwerkpartner

Kräutergarten Paulinzella

Angelpark Klosterteiche Paulinzella

Museum Paulinzella

Besonderheiten

Amtshaus Paulinzella und Ausstellung „Vom Steinbeil bis zur Motorsäge“

Das aus dem Jahr 1474 stammende, direkt an die Klosterruine Paulinzella angrenzende Amtshaus Paulinzella wird als vermutlich älteste Forstdienststelle Thüringens bis 2016 denkmalpflegerisch instand gesetzt. Das heißt, der Ursprung des Gebäudes soll im Inneren trotz Umbau und Modernisierung sichtbar gemacht werden.

Im Jagdschloss, welches neben dem Amtshaus in Paulinzella steht, befindet sich die Ausstellung „Vom Steinbeil bis zur Motorsäge“, welche anschaulich Auskunft über die Entwicklung der Holzernte-technik vermittelt.

Die Ausstellung ist von Mai bis Oktober immer Mittwoch bis Sonntag von 10.00 Uhr – 17.00 Uhr geöffnet.

Im Downloadbereich unserer Forstamtsseite können Sie die Sanierung des Amtshauses per Newsletter verfolgen.

 

 

Historisches Fachwerkgebäude
Amtshaus Paulinzella (Foto: ThüringenForst)
Ausstellung mit Holzsägen verschiedenster Ausführung
Einblick in die Ausstellungsräume. (Foto: ThüringenForst)

Auerwildaufzuchtanlage in Langenschade

Um das Auerwild in Thüringen vor dem Aussterben zu bewahren, wurde im Jahr 1989 die Auerwildaufzuchtstation in Langenschade im Bereich des heutigen Forstamtes Saalfeld-Rudolstadt in Betrieb genommen. In der Zeit von 1990 bis 2012 wurden ca. 300 Jungvögel in der Station aufgezogen und in geeignete Waldgebiete in Thüringen ausgewildert.

Nach erfolgreichem Neubau auf landeseigener Fläche wurde die Aufzuchtstation am 30.11.2012 feierlich neueröffnet. Die neue Anlage ermöglicht die Weiterführung der bewährten, naturnahen Aufzucht von Auerhühnern und entspricht modernsten Anforderungen an Tierschutz und Hygiene. Zur Gewährleistung einer störungsarmen Aufzucht wird das Objekt videoüberwacht.

Hinweis

Besichtigungen der Auerwildaufzuchtstation sind aufgrund der Störungs- und Stressempfindlichkeit der Tiere nicht möglich!

Aufzeichnung der Webcam im Auerhuhn-Gehege in Langenschade. (Foto: ThüringenForst)