Eigentums- und Baumartenverteilung

Mit circa 6.800 Hektar Körperschafts- und 9.000 Hektar Privatwald sind wir eines der größeren Betreuungswaldforstämter von ThüringenForst.

Es folgt mit etwa 5.300 Hektar der Landeswald. Über  90 % der Wälder werden im Rahmen von Beförsterungsverträgen von uns in 13 Revieren betreut. Laub- und Nadelwald sind zu etwa gleichen Anteilen vorhanden. Mit 38 % ist die Buche unsere Hauptbaumart. Mit immerhin 8 % sind hier Hartlaubholzarten (Ahorn, Esche, Kirsche, Ulme) eingemischt.

Fichte mit 29 % und Kiefer mit 18 % sind unsere wichtigsten Nadelbaumarten. Auch diese Baumarten sind  häufig in Mischbeständen anzutreffen. Hinzu kommen Eichenbestände  mit 3 %, Weichlaubholz mit 2 % und Lärchenbestände mit 3 %.

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Ein Waldweg im Grünen
Foto: ThüringenForst

Schäl- und Verbiss-Inventur im Landkreis Schmalkalden-Meiningen 2016

Gutachten (PDF)

Ergebnisse und Verfahren (PDF)

Schäl-Karte (PDF)

Verbiss-Karte (PDF)

Klima und Relief

Das Klima ist subatlantisch geprägt, im Regenschatten der Hochrhön sind subkontinentale Einflüsse fühlbar. Die durchschnittlichen Niederschläge liegen zwischen 600 und 1.000 Millimeter, die Jahresmitteltemperatur liegt zwischen 4,5 – 7,0 Grad Celsius.

Das Forstamt ist im Westen durch die Formationen der Rhön gekennzeichnet. Im Osten schließen sich die Formationen des Westthüringer Buntsandsteins an, im Süden die des Meininger Muschelkalks und des Stedtlinger Gebietes.

Höchste Erhebung ist der Ellenbogen bei Frankenheim mit 814 Meter über Normalnull, tiefster Punkt ist das Werratal bei Wasungen mit circa 250 Meter über Normalnull.

Waldbewirtschaftung

Waldbewirtschaftung und Nachhaltigkeit

Unsere Hauptaufgabe ist die Bewirtschaftung des Waldes in allen Eigentumsformen. Durch die Pflege und Nutzung wird als wichtigstes Produkt der Rohstoff  Holz bereitgestellt.

Die Fichte liefert, gefolgt von Buche und Kiefer, das meiste Rohholz. Das Holz wird an große und kleine Sägewerke sowie an die Zellstoffindustrie verkauft und dort weiterverarbeitet.

Wir von Thüringenforst sind der größte und wichtigste Lieferant für Brennholz in der Region. Im Wald des Wuchsgebietes Rhön wachsen jährlich rund 100.000 Festmeter nach.

Davon werden rund 84.000 Festmeter jährlich abgeerntet. Jede Stunde wachsen 12 Festmeter Holz zu, von denen aber nur 9,5 genutzt werden! Die Waldwirtschaft lebt von den Zinsen des Waldkapitals und erhält bzw. vermehrt dabei sogar den Vorrat des Waldes.

In den Betrieben wird nie mehr Holz eingeschlagen als nachwächst.

Beratung & Betreuung

Die Beratung und Betreuung der privaten, kirchlichen und körperschaftlichen Waldbesitzer ist unser Schwerpunkt in Kaltennordheim.

15.400 Hektar Betreuungswald werden in 14 Forstbetriebsgemeinschaften, 48 Waldgenossenschaften und 36 kommunalen Betrieben betreut. Die forstwirtschaftliche Vereinigung „Henneberger Land“ vermarktet als Pilotprojekt in Südwestthüringen das Holz von 8 Forstbetriebsgemeinschaften. Der Sitz der FWV befindet sich in Wasungen.

Hoheit

Weitere Aufgaben sind die Umsetzung des Thüringer Waldgesetzes und die Beteiligung bei der Bearbeitung anderer relevanter Regelungen. Hierzu gehören zum Beispiel Bauleitplanungen, Rahmenkonzepte des Biosphärenreservates oder die Umsetzung von Naturschutz- und Jagdgesetz. 

Ausbildung

Wir bilden in unserer im Wald gelegenen und modernen Ausbildungsstätte junge Menschen zum Forstwirt aus. Referendare und zukünftige Revierförster werden ebenfalls ausgebildet. Gern nehmen wir Praktikanten unterschiedlicher Fachrichtungen an.

Öffentlichkeitsarbeit & Waldpädagogik

Öffentlichkeitsarbeit und Waldpädagogik werden gemeinsam mit Partnern vorangetrieben. Beispielgebend ist hier die Partnerschaft mit dem Biosphärenreservat oder das Projekt Klasse Wald.

Jährlich werden zwei gut besuchte Waldjugendspieltage durchgeführt. Am „Still“ findet gemeinsam mit dem BUND jährlich ein Waldcamp statt. Für die Öffentlichkeitsarbeit steht unser Waldumweltmobil bereit.  

Waldwanderungen mit Förstern werden sehr gern angenommen.

Jagd

Die Regiejagd im Landeswald gehört ebenfalls zu unseren Aufgaben. Wir jagen auf die Wildarten Reh-, Muffel-, Rot- und Schwarzwild. Wir lassen uns bei der Jagd von der Prämisse leiten, dass die natürliche Verjüngung des Waldes sicherzustellen ist.

Wir wollen weidgerecht jagen und hochwertiges Wildbret für den Verbraucher bereitstellen. Wir sind Mitglied in der Dachmarke Rhön und unterstützen die Vermarktung regionaler Produkte.

Besonderheiten

Biosphärenreservat und Kernzonen

Über 700 Hektar Kernzonen des Biosphärenreservats werden im Forstamtsbereich für Forschung und Umweltbildung vorgehalten. Hier wird bewusst auf ein Eingreifen des Menschen verzichtet. In enger Zusammenarbeit mit der Biosphärenreservatsverwaltung finden regelmäßig Umweltbildungsangebote statt.

Durch unsere Lage im Biosphärenreservat Rhön haben wir eine größere Anzahl von Projekten in Naturschutz und Landschaftspflege umzusetzen. Wir beteiligen uns gemeinsam mit unseren Partnern an Pflege und Erhalt der Premiumwanderwege der Rhön und führen die regelmäßige digitale Erhebung der Erholungseinrichtungen an allen relevanten Wanderwegen in der Rhön durch.

Ruhewald

Thüringens ersten Bestattungswald gibt es im Thüringer Forstamt Kaltennordheim. Im Gemeindewald Wallbach am Heiligenberg kann man seine letzte Ruhe unter alten Bäumen finden. Anonym oder mit Gedenktafel, alleine oder mit Verwandten.

Wenden Sie sich bitte bei Anfragen zum Ruhewald an die Verwaltungsgemeinschaft „Amt Sand”  in Wasungen:

Kontakt

Verwaltungsgemeinschaft Wasungen

Amt Sand

Markt 9/11
98634 Wasungen