WaldProdukt Holz

Holz ist der klimaneutrale, umweltfreundliche und nachwachsende Rohstoff schlechthin. Wer Holz verwendet, betreibt aktiven Klimaschutz!

Holz dient nicht nur für die Herstellung hochwertiger Produkte von der Designer-Brille bis zur Sporthalle, sondern ist als bedeutendster regenerativer Energieträger einer der wichtigsten Säulen der angestrebten Energiewende.

CO2-Speicher Holz

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht dabei das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2), das aus Sicht vieler Experten für den schleichenden Anstieg der Durchschnittstemperaturen verantwortlich ist. Wälder binden CO2 aus der Atmosphäre. Bei diesem Prozess, der sogenannten Fotosynthese, wandeln die Blätter und Nadeln der Bäume Kohlendioxid in Kohlenstoffverbindungen wie Zucker und Stärke sowie in Sauerstoff um.

Holz stellt eine sehr komplexe Form dieser Kohlenstoffverbindungen dar. Da  Bäume beim Wachsen der Luft das CO2 entziehen, tragen sie ähnlich wie das Plankton der Weltmeere entscheidend zur Dämpfung der Effekte des Klimawandels bei.

Untersucht werden diese Phänomene übrigens auch von den Forschern des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena. So steht neben Messungen in den riesigen Wäldern Sibiriens auch die Bedeutung regionaler Wälder, beispielsweise im Hainich, im Fokus ihrer wissenschaftlichen Arbeit.

Andererseits trägt vor allem auch die Verwendung von Holz – etwa im Bau, für Möbel oder als Papier – zur Bindung von Kohlendioxid bei. Durch die Verwendung für langlebige Produkte wird die Freigabe des Gases zurück an die Atmosphäre durch Verrottung oder Verbrennung verzögert. Je nach Holzverwendung und Lebensdauer des Holzprodukts lassen sich dadurch 25 bis 40 Prozent des Kohlenstoffs aus CO2 im Holz über Jahrzehnte binden. Gleichzeitig wird das Klima entlastet.

Baustoff Holz

Die Verwendung von Holz als Bau- und Werkstoff hilft außerdem, andere energieintensive Materialien wie Aluminium, Stahl und Plastik zu ersetzen. Je eingesetzter Tonne Holzkohlenstoff sind im Durchschnitt etwa 1,5 Tonnen Kohlenstoff aus Tagebau, Verhüttung, chemischer Industrie oder ähnlichen Prozessen vermeidbar.

Insgesamt steckt in den drei angeführten Klima- bzw. Treibhausgaswirkungen der Holzverwendung allein bei ThüringenForst das Potential zur jährlichen Vermeidung von ca. 2,5 Mio. Tonnen Kohlendioxidäquivalenten.

Langlebige Holzprodukte werden vor allem aus dem Stammholz gewonnen, also dem Holz zwischen der Wurzel und dem Beginn der grünen Äste. Hauptabnehmer dafür sind Sägewerke, die insbesondere für den Baubereich und das Holzhandwerk Bretter, Konstruktionsvollholz, Leimbinder, Latten und weitere Produkte herstellen. Die Quote für reinen Holzbau ist in Deutschland leider noch vergleichsweise gering. Der Bedarf an Bauholz steigt aber kontinuierlich.

Sägewerke liefern auch die Rohware für hochwertige Möbel- und Innenausbauprodukte − neben Massivholzmöbeln, Dielen und Paneelen steht auch Parkett für eine Bauweise auf Basis natürlicher beziehungsweise naturbelassener Produkte. Weiterhin produzieren Sägewerke Massenware für den Export ins Ausland. Nicht zuletzt sind das Verpackungsholz  und die vielen Europaletten für den Exportweltmeister Deutschland unverzichtbare Holzprodukte.

Holz-Qualitäten

Stammholz

Das qualitativ beste Stammholz dient der Herstellung hochwertiger Furnierware. Nur wenige Stämme eignen sich für Möbelintarsien oder Innenbeschichtungen von noblen Yachten und Luxusautos. Einige dieser begehrten Stämme stammen auch aus Thüringen. Sie werden auf den traditionsreichen Submissionen versteigert. Nicht selten erreicht dabei eine Elsbeere, ein Bergahorn oder ein Eichenstamm Preise von mehreren tausend Euro.

Industrieholz

Das Industrieholz stammt zumeist aus dem Kronenbereich der Bäume. Es ist Holz, welches aufgrund von Qualität oder Durchmesser nicht für eine höherwertige Verwendung geeignet ist. Das Holz wird industriell chemisch aufgeschlossen oder zerspant. Von Interesse ist hier also die reine Holzfaser.

Hieraus werden verschiedenste Arten von Platten wie Span-, Faser- und OSB-Platten hergestellt. Diese finden beispielsweise im Baubereich, bei der Möbelherstellung sowie bei der Herstellung von Laminat Verwendung. Die Zellstoffindustrie produziert aus Industrieholz Grundstoffe für Papierwaren und Hygieneartikel.

Energieholz

Holz, welches selbst die Anforderungen an Industrieholz nicht mehr erfüllt, kann noch zur Energiegewinnung dienen. Holz ist letztlich gespeicherte Sonnenenergie und gibt diese bei der Verbrennung in Form von Wärme − und daran gekoppelt mitunter auch in Form von Strom – wieder ab. Hier spricht man von Energieholz, welches unter anderem als Hackschnitzel oder Pellets der Befeuerung von Biomasse(heiz)kraftwerken dient. Im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) kann diese Art der Holznutzung speziell im Rahmen der Energiewende gefördert werden.

Brennholz

Als Brennholz bezeichnet man in diesem Zusammenhang lokal zur Verfügung gestelltes Energieholz zur Versorgung kleinerer Einzelfeuerstätten der Bevölkerung. Insbesondere dieser Bereich gewinnt aufgrund eines gewachsenen ökologischen Bewusstseins und der stetigen Verteuerung fossiler und nicht nachwachsender Energieträger immer mehr an Bedeutung.

Durch Verwendung einer Tonne Holzkohlenstoff kann auf den Einsatz von 0,7 Tonnen anderer, nicht nachwachsender Energieträger wie Kohle, Gas, Öl, aber auch auf Atomenergie verzichtet werden. Deshalb hat ThüringenForst es sich zum Ziel gesetzt, diesen Markt lokal verstärkt zu bedienen.

Zertifizierung

PEFC-Siegel

ThüringenForst ist seit März 2000 PEFC-zertifiziert

» PEFC ist ein transparentes und unabhängiges System zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und damit eine weltweiter "Wald-TÜV". PEFC ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung "Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes", also ein "Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen"

Waldzertifizierung nach den Standards von PEFC basiert auf den sehr strengen Richtlinien für die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern. Diese Bewirtschaftung wird durch kompetente und unabhängige Organisationen kontrolliert. Trägt ein Produkt aus Holz das PEFC-Siegel, dann heißt das: Die gesamte Produktherstellung - vom Rohstoff bis zum gebrauchsfertigen Endprodukt - ist zertifiziert und wird durch unabhängige Gutachter kontrolliert. Ihre Entscheidung für ein Produkt mit PEFC-Siegel ist damit ein Glück für den Wald!

In Deutschland sind 7,3 Millionen Hektar Wald PEFC-zertifiziert. Das entspricht rund zwei Dritteln der deutschen Wälder! Damit ist PEFC in Deutschland die größte unabhängige Institution für die Sicherung nachhaltiger Waldbewirtschaftung - und gleichzeitig die bedeutendste Waldschutzorganisation. Darüber hinaus hat sich PEFC erfolgreich zu einer globalen Organisation entwickelt. Heute werden auf der ganzen Welt bereits ca. 240 Millionen Hektar Wald nach den Standards von PEFC bewirtschaftet. Hunderttausende von Forstbetrieben gehören dazu. PEFC ist der Marktführer im Wald! «

(Quelle: PEFC – für Verbaucher)

 » Da PEFC die faire Teilnahme aller Waldbesitzer, unabhängig von der Größe ihres Betriebes, möglich macht und Rücksicht auf die Vielfalt der Waldökosysteme, des Kulturerbes und der Eigentumsstrukturen nimmt, ist PEFC Marktführer sowohl in Deutschland als auch weltweit. Kein anderes Zertifizierungssystem kann auf eine vergleichbar große zertifizierte Waldfläche verweisen. Damit garantiert PEFC eine ausreichende Versorgung mit Holz und Holzprodukten aus zertifizierten nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. «

(Quelle: PEFC – für Unternehmen)

 

Bitte beachten Sie auch

unser PEFC-Zertifikat

unsere PEFC-Urkunde

die Website des PEFC

Informationen und Downloads auf der Website des Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

 

 

RAL-Gütezeichen

Ist das Holzprodukt lange haltbar und umweltverträglich? Ist es leicht zu bedienen und zuverlässig in seiner Funktion? Ist der Anbieter selbst kompetent und hat technisch das neueste Know-How?

»Auf all diese Fragen geben Ihnen die RAL Gütezeichen zuverlässig Antwort. Sie signalisieren, dass die Qualität stimmt. Unternehmen dürfen das Gütezeichen für ihre Produkte und Leistungen erst nach einer gründlichen Prüfung nutzen.

Damit Sie sich als Verbraucher auch auf Dauer auf die zuverlässig hohe Qualität verlassen können, überprüfen die Unternehmen ständig die Einhaltung der Gütebestimmungen. Besonders wichtig: Zusätzlich wird dies regelmäßig von einer neutralen Stelle überwacht.«

(Quelle: RAL – Verbraucher)

Seit 2009 ist ThüringenForst RAL-GGWL-Mitglied. Einmal pro Jahr findet eine Prüfung durch unabhängige Auditoren statt. Die vollständigen Informationen zum Thema "Der Weg zum Gütezeichen" erhalten Sie auf der Website der RAL-Gütegemeinschaft Wald- und Landschaftspflege e. V.

 

Bitte bachten Sie auch

unsere RAL-Urkunde

die RAL-Gütezeichen-Website

 

 

Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT)  

ThüringenForst nimmt seit Juni 2015 am Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen teil

Das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen, 2004 ins Leben gerufen, ist eine freiwillige Vereinbarung zwischen der Thüringer Landesregierung und der Thüringer Wirtschaft. Es führt Politik, Verwaltung und Wirtschaft insbesondere zu den Themen Klima- und Umweltschutz, Ressourcenschonung und Energieeffizienz zusammen.

Im Rahmen des Abkommens vernetzen sich derzeit 421  nachhaltig wirtschaftende, vor allem klein- und mittelständische Unternehmen aus Thüringen. Diese wollen die Rahmenbedingungen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Thüringens auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit verbessern und sich dabei an der Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen orientieren.

ThüringenForst, mit 200.000 ha größter Waldbesitzer im Freistaat, verkörpert diese Zielsetzung in ganzheitlicher und vorbildlicher Weise und ist deshalb dem Abkommen 2015 beigetreten. Das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus Mitteln des Freistaates Thüringen aktuell durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz sowie durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft gefördert.

 

Bitte beachten Sie auch

die Website des Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT)

die NAT-Urkunde