Der Wald ist Sportplatz und Arbeitsplatz. Sie als Wanderer, Jogger, Reiter oder Biker nutzen die Wege. Zugleich lernt jeder unserer angehenden Förster, dass „die Walderschließung das Rückgrat der Forstwirtschaft ist“.

Unser Wirtschaftsweg – Ihr Wanderweg!

Unsere Forstleute kommen nur über die Wirtschaftswege zu ihrem Einsatzort. Dabei kreuzen sich manchmal die Wege der unterschiedlichen Nutzer …

Wir gehen im Wald wandern! Wir fahren im Wald Rad! Wir joggen im Wald! Wir reiten im Wald! Und im Winter fahren wir im Wald Ski! Unser Wald ist ein vielfältig genutzter Erholungs- und Erlebnisraum. So kommen heute sogar Rollstuhlfahrer zu einem Erlebnisaufenthalt in den Wald, denn der Wald in Thüringen ist gut erschlossen.

Das Waldwegenetz in Thüringen

Ein Wegenetz von rund 11.000 km durchzieht die Laub- und Nadelwälder Thüringens. Im Jahr 2013 sind noch einmal über 100 km neue Waldwege hinzugekommen. Dabei ist es nicht Ziel, möglichst viele Wege im Wald zu haben, sondern in jedem Waldgebiet die optimale Wegedichte zu erreichen.

Rund 13,2 Mio. Euro hat ThüringenForst 2013 für seine Walderschließung aufgewendet und bietet so Jung und Alt eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten. Ein Meter Waldweg kostete ThüringenForst dabei im Neubau durchschnittlich rund 30 Euro.

Unsere Karte mit allen Thüringer Erholungswegen und Rettungspunkten finden Sie unter folgendem Link:

Projekt Forsten und Tourismus – Erholungswegekarte Thüringen

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Der multifunktionale Waldweg

Der Waldweg ist nicht nur Sportplatz, sondern auch Arbeitsplatz

Der geschotterte Waldweg ist nicht nur Sportplatz für Wanderer, Jogger, Reiter und Biker. Der Waldweg ist auch Arbeitsplatz und Rettungsweg! „Die Walderschließung ist das Rückgrat der Forstwirtschaft!“ lernt jeder angehende Förster. Ohne dieses Erschließungssystem wäre eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung und Pflege der Wälder in Thüringen nicht machbar.

Waldwege ermöglichen den geordneten Zugang zum Wald und die geregelte Abfuhr des Holzes. Waldwege ermöglichen aber auch erst eine gezielte Waldpflege und die schnelle Bekämpfung von Borkenkäferkatastrophen oder Waldbränden.

Eintritt frei

Freies Betreten des Waldes für Jedermann

In der Bundesrepublik Deutschland kann der Wald jederzeit und von Jedermann frei betreten werden. Das ist ein hohes Gut und nicht selbstverständlich. Im eigenen Garten wäre dies für die meisten undenkbar.

Die Waldeigentümer stellen auf gesetzlicher Grundlage ihre Wälder für die Erholung der Bevölkerung zur Verfügung. Wald und Waldwege können jedoch gesperrt werden, wenn Gefahr für Mensch oder Natur besteht. Drohen Stürme oder Waldbrände werden gefährdete Bereiche gut sichtbar für Besucher zeitweise gesperrt.

Aber auch bei Holzeinschlagsmaßnahmen muss der Gefahrenbereich aufgrund von Lebensgefahr gesichert werden. Sollten Sie also im Wald auf ein entsprechendes Sperrschild stoßen, dient dies Ihnen und dem Wald.

Adern der Waldwirtschaft

Nur über Wirtschaftswege kommen Forstleute an den Einsatzort

Wir pflegen die Waldbestände, indem wir gezielt einzelne Bäume entnehmen, um anderen mehr Platz zum wachsen zu geben. Diese nachhaltige Nutzung wird in der deutschen Forstwirtschaft bereits seit über 300 Jahren praktiziert.

Um diese Waldpflege möglich zu machen, brauchen wir zum Teil schweres Gerät. Und diese schweren Maschinen kommen nur über die Wirtschaftswege zu ihren Einsatzorten. Doch der Wald wird auch in Thüringen multifunktional genutzt und so kreuzen sich manchmal die Wege der unterschiedlichen Nutzer.

Dabei fällt es nicht jedem freizeitlichen Waldnutzer leicht, das entsprechende Verständnis für die Tätigkeit der Waldarbeiter aufzubringen.

Ärgernisse im Wald

Ärger wird nicht selten an unseren Forstleuten vor Ort ausgelassen

Wenn beispielsweise nach schweren Regenfällen die Wege aufgeweicht sind und die Maschinen tiefe Furchen in den Wegen hinterlassen, sorgt dies häufig für Ärger. Und der wird nicht selten ungefiltert an unseren Forstleuten vor Ort ausgelassen.

Zu Unrecht, wie wir finden!

Denn ThüringenForst ist immer bemüht, alle Waldwegeschäden so schnell wie möglich zu beheben. Im jährlichen Millionenaufwand für den Waldwegebau sind auch die Kosten für die Instandsetzung von Wegen nach dem Holzeinschlag oder nach Unwettern, wie sie beispielsweise vermehrt im letzten Jahr aufgetreten sind, enthalten. So leisten die Mitarbeiter der Landesforstanstalt mit der Pflege des rund 4.500 km umfassenden landeseigenen Waldwegenetzes einen Schulterschluss zwischen den Belangen der Waldpflege, Holzernte und den Bedürfnissen der Waldbesucher.

Nicht zuletzt hat ThüringenForst in 2013 ein Projekt zum verstärkten Einsatz von Pferden in der Holzrückung initiiert. Auch dadurch werden die Wege bei der Waldpflege entlastet. Jahreszeit und Witterung bestimmen den Zeitplan für eine Wegereparatur.

Wegebau wird bei ThüringenForst in erster Linie mit eigenen Kapazitäten umgesetzt. Die jahrzehntelange Erfahrung der Mitarbeiter von ThüringenForst garantiert dabei hohe Qualitätsstandards und dauerhaftes Engagement in der Wegepflege.

Im Sinne eines ökologischen Waldwegebaus verwendet ThüringenForst nur Wegebaumaterial, das den Eigenschaften des geologischen Ausgangsgesteins der Region entspricht.

Aber der Waldwegebau ist auch stark von der Jahreszeit und der Witterung abhängig. Deshalb dauert es mitunter eine Weile bis der Status quo wieder hergestellt ist. Beispielsweise sollten sich bestimmte Schichten eines überarbeiteten Weges ohne Befahrung über den Zeitraum eines Winters „setzen“ können, um die Haltbarkeit zu erhöhen.

Wandern im Dickicht?

Ohne Waldbewirtschaftung gäbe es keine Wanderwege wie wir sie kennen

In diesem Zusammenhang seien die Hinweise gestattet: Das Holz kommt nicht aus dem Baumarkt! Holz ist erfreulich häufig ein regionales Produkt der kurzen Transportwege. Als regenerativer Rohstoff ist Holz ein überragender Kohlenstoffspeicher und entlastet die Umwelt vor allem auch im Vergleich zu anderen Werkstoffen.

Die Forstwirtschaft ist einer der wesentlichsten Arbeitgeber im ländlichen Raum Thüringens. All dies würde es ohne Waldbewirtschaftung nicht geben. Auch keine Wanderwege, wie wir sie heute kennen und nutzen.

So gesehen wiegt ein Schaden am Weg möglicherweise nur halb so schwer, wenn man weiß, wofür man den einen oder anderen Mangel für eine gewisse Zeit, tolerieren sollte. Denn Sie können sich darauf verlassen: Der Wald wird von uns gut gepflegt und gerade auch dann, wenn es zunächst vielleicht einen anderen Eindruck macht!