Förstertipps - gewusst wie

Schluss mit orakeln. Unsere Förstertipps geben klare Auskunft.

Pilze abschneiden? Oder doch lieber herausdrehen? Hier erfährst du, "was ein Förster tun würde".

Waldwissen ist vielseitig. Fast überall finden Interessierte Tipps und Tricks rund um den Wald. Doch eins ist klar: Die besten Tipps kommen direkt vom Forst.

Auf dieser Seite liefern wir praktische Kniffe für den Alltag – auch abseits der Wälder. Wer mit Holz heizt, einen Hund besitzt, gerne kocht, sich häufig in der Natur aufhält, mit Naturmaterialien bastelt oder sich für Waldprodukte interessiert, sollte hier regelmäßig vorbeischauen.


Baumharz von den Händen entfernen

Förster Jans bewährter Weg, Baumharz ganz entspannt wieder loszuwerden:

Mit Öl (Babyöl, Olivenöl oder Salatöl) die harzigen Hautstellen einreiben.

Das Öl kurz einwirken lassen.

Mit Wasser und Seife waschen, eventuell mehrmals nacheinander, bis das Harz vollständig entfernt ist.

Nach dem Abtrocknen feuchtigkeitsspendende Creme verwenden.


Orientierung in der Dunkelheit

Förster Christian findet sich mit diesen Tipps auch bei Nacht im Wald zurecht

Mondposition nutzen: Ist der Mond sichtbar, seine Position einprägen. Er hilft dabei, die Laufrichtung einzuschätzen und Orientierung im Gelände beizubehalten.

Licht und Schatten beobachten: Wo ist es dunkel, wo heller? Wo sind Lichtungen, offene Flächen oder Hänge im Wald erkennbar? Das sind wertvolle Orientierungspunkte.

Umrisse und markante Punkte merken: Silhouetten von Bäumen und markanten Formen beachten. Sie helfen bei der Orientierung als "Ankerpunkte".

Gelände und Geräusche wahrnehmen: Anstiege, Senken und Wege sehen, fühlen und einprägen. Geräusche (z. B. Autos, Kirchturmglocken, Stimmen) lassen auf Richtung und Nähe von Ortschaften oder Straßen schließen. So kann man sich ein "inneres Bild" der Umgebung machen.

Darf ich Tag und Nacht im Wald verweilen?

Ja! Verweilen ist gestattet. Bei Übernachtungen im Wald gibt aber einiges zu beachten. Zum Bespiel, wie man im Wald übernachtet (z. B. mit einem Campingmobil oder in einer Schutzhütte). Unsere Verhaltenstipps zu den kleinen Auszeiten im Wald geben Auskunft.


Edle Deko-Anhänger mit Wald-Flair

Forst-Mitarbeiterin & Deko-Fan Tina inspiriert mit zauberhafter DIY-Idee aus Kaltporzellan:

Anmischen: 1 Tasse Speisestärke, 2 Tassen Natron und 1 Tasse kaltes Wasser in einem Topf mischen. Unter Rühren langsam erhitzen (mittlere Stufe), bis die Masse eindickt. Masse ca. 30 Minuten abkühlen lassen. Topf beim Abkühlen mit feuchtem Tuch abdecken!

Kneten: Arbeitsfläche mit Speisestärke bestäuben, handwarme Masse glatt und geschmeidig kneten. Bei Bedarf (Masse klebt zu sehr) ein paar Tropfen Speiseöl hinzugeben geben und einarbeiten.

Ausrollen, Prägen & Ausstechen: Masse mit Teigrolle auf mit Speisestärke bestäubter Fläche ausrollen (zwischen 3-5 mm dick). Nadelbaumzweig (sauber & frisch) mit Nadeln nach unten auflegen. Mit Teigroller vorsichtig walzen, Zweig abnehmen. Gewünschte Motive aus Teigmasse ausstechen. Mit Zahnstocher kleines Loch oben stechen (Aufhängung).

Trocknen, bemalen & Reste aufbewahren: Nicht verwendete Masse luftdicht verpacken und in einem geschlossenen Behälter lagern. Baumanhänger trocknen lassen (je nach Stärke 24- 48 Stunden). Nach Belieben bemalen (zum Akzentuieren der Nadelbaumornamente) oder weiß lassen. Bänder / Schnüre als Aufhängung durch das Loch fädeln.

Warum es sich lohnt, mit dem Schmücken etwas zu warten ...

Juhuu, der Baum ist da! Deko-Feen und Baumschmuck-Enthusiasten stehen in den Startlöchern. Doch es lohnt sich, den neuen Weihnachtsbaum 1-2 Tage ohne Deko "ruhen" zu lassen. Warum? Hier verrät Förster Horst das Geheimnis ...


So bleibt der Weihnachtsbaum lange frisch

Viel Wasser und etwas Geduld: Förster Horsts einfache Formel für einen frischen Weihnachtsbaum

Kühl lagern: Baum bis kurz vor dem Fest dunkel und kühl (ca. +10 °C) in einem Wassereimer aufbewahren.

Frischen Anschnitt machen: Vor dem Aufstellen eine ca. 2 cm starke Scheibe am Stammende absägen (für bessere Wasseraufnahme).

Baum vorbereiten: Baum im Weihnachtsbaumständer befestigen. Nach dem Aufstellen das Transportnetz von unten nach oben aufschneiden und entfernen. Wasser (mind. 1 Liter, je nach Modell) in Wassertank des Baumständers füllen.

Aufstellen & pflegen: 1-2 Tage warten (Zweige entfalten sich - der Baum zeigt seine ganze Pracht), dann kann geschmückt werden. Standort fern von Heizquellen! Regelmäßig gießen (täglich ca. 0,5 l Wasser nachfüllen).

Wo gibt es frische Weihnachtsbäume?

Unsere Karte der Weihnachtsbäumverkäufe von ThüringenForst zeigt Ihnen, wie Sie direkt zu Ihren Baum kommen. Frohe Festtage!


Reisigkranz binden

Försterin Ira's Tipp für natürlich schöne Deko

Frisches Reisig (Zweige von ungiftigen Nadelbäumen wie Kiefer, Fichte, Tanne), einen Kranzrohling aus Draht oder Stroh, einen Bindedraht oder eine Rolle Naturgarn bereitlegen.

Drei bis fünf ca. 15 - 20 cm lange Reisigstücke bündeln. Das Ende des Drahtes am Kranz befestigen und die Reisigbündel überlappend auf den Kranz legen. Unterseite des Kranzes bleibt frei.

Reisig mit dem Bindedraht straff auf dem Kranz befestigen. Weitere Reisigbündel überlappend auflegen und befestigen, bis der Kranz bedeckt ist. Das letzte Bündel wird unter die ersten Zweige gesteckt. Das Draht-Ende im Kranzrohling verstecken.

Kranz nach Herzenslust dekorieren & gestalten. 

Richtig nachhaltig handeln: den Kranzrohling wiederverwenden. Dazu einfach das trockene Reisig nach der Saison entfernen und den Kranz neu binden.


Brennholz richtig lagern

Bei der Holzlagerung auf dem Holzweg? Nicht verzweifeln, Förster Horst lagert sein "Ofenfutter" so:

Vorbereitung: Holz auf Brennraumgröße des Ofens (ca. 25–40 cm) schneiden, spalten und zum Trocknen bereitlegen.

Stapelung: Locker schichten, möglichst gerader Abschluss nach vorn. Sicherheitstipp: Bitte darauf achten, dass der Polter (Holzstapel) beim Stapeln nicht wegrutscht.

Lagerplatz: Von Wetterseite abgewandt, luftig, sonnig und erhöht (z. B. auf Paletten), mit Abstand zur Wand. Seiten offen lassen, oben abgedeckt.

Trocknung: 1–2 Jahre lagern, Restfeuchte unter 20 %, Risse und heller Ton als Zeichen für Trockenheit. Nur mit gut durchgetrocknetem Holz kann effektiv geheizt werden.

Wie kann ich Brennholz über ThüringenForst beziehen?


Pilze richtig ernten & transportieren

Gar nicht schwammige Tipps für die Pilzernte von Förster Horst

Feste Pilze (z. B. Steinpilze, Maronen) vorsichtig unter der Kappe oder am Stil fassen und mit seitlicher Drehung aus der Erde ziehen.

Nicht schneiden! So bleibt das Pilzgeflecht unverletzt. 

Fragile Pilze (z. B. Pfifferlinge, Morcheln) mit einem Messer schräg aus der Erde heben. 

Gesammelte Pilze fühlen sich im Pilzkorb wohl. In Beuteln oder Tüten werden Pilze gequetscht.

Was sollte ich beim Mitnehmen von Pilzen und anderen Waldprodukten beachten?

Beim Sammeln / Mitnehmen von Waldprodukten gibt es einiges zu beachten – zum Wohle des Waldes und auch zur persönlichen Sicherheit während des Waldbesuchs. Mehr dazu auf unserer unterhaltsamen Themenseite Verhaltenstipps im Wald


Du möchtest mehr Förstertipps? Schau gerne wieder hier auf der Seite vorbei. Neue Förstertipps sind in Arbeit :)