Holzernte auf dem Hain

Holzernte auf dem Hain

Ein Waldarbeiter sichert einen Bereich im Wald mit Absperrband.©ThüringenForst

Im Herbst beginnt in den Laubholzgebieten des Forstamtes Erfurt-Willrode die Holzernte

Der Klimawandel mit deutlich trockeneren und heißeren Sommern sowie fehlendem Niederschlag in der Vegetationsperiode hat nicht nur bei der Fichte negative Auswirkungen. Zeitlich verzögert treten nun immer stärker Schäden auch im Laubholz auf. Allen voran Buche und Esche sind davon betroffen, aber auch die Eichenbestände leiden mittlerweile sichtbar.

Auch im NSG Hain bei Arnstadt finden Ende September Holzerntemaßnahmen statt

Nach Abstimmung mit der zuständigen Naturschutzbehörde des Ilm-Kreises sowie dem Arbeitskreis Heimische Orchideen (AHO) werden bei den Pflegmaßnahmen in den Waldbeständen die ökologischen Erfordernisse beachtet. Beispielsweise werden Habitatbäume mit Höhlen für Spechte und Fledermäuse erhalten und eine bodenschonende Rückung des Holzes findet nur bei trockener Witterung oder Frost statt. Zudem wurden alle bekannten Bereiche mit Orchideen im Vorfeld markiert, damit diese nicht befahren werden und dort kein Astmaterial abgelegt wird.

Die Holzernte dient maßgeblich der Pflege der Zielbaumarten des Naturschutzgebietes Hain. Diese sind vor allem Eichen und Edellaubhölzer wie Esche, Elsbeere, Kirsche, Ahorn und Wildobst. Durch die reguläre Durchforstungsmaßnahme in Form einer Einzelstammnutzung werden diese und auch deren Naturverjüngung gefördert. Neben Eichen werden v.a. Rotbuchen, Hainbuchen und Eschen entnommen, um den verbleibenden Bäumen mehr Platz fürs Wachstum zu geben. Im Zuge der Maßnahmen werden zudem einzelne starke Eichen und Eschen werden als Submissionsholz geerntet.

Neben den regulären Pflegemaßnahmen müssen auch Schäden saniert werden. „An einigen Stellen ist das Eschentriebsterben – glücklicherweise noch kleinflächig – an mehreren Bäumen feststellbar. Hier werden dann gezielt auch mehrere benachbarte Eschen entnommen, um der Ausbreitung dieses Schadbildes vorzubeugen“, sagt Juliane Hesselbach, die als Revierleiterin auf dem Hain die Holzerntemaßnahme vorbereitet hat.

Vor der Holzernte erfolgte das Mulchen von Rückegassen mit dem Ziel, die Übersichtlichkeit und Arbeitssicherheit für die Forstwirte bei der Laubholzernte in den teils stark verjüngten Beständen zu verbessern.

Restholz und Kronenmaterial wird übrigens im Wald verbleiben. Dies steht im Nachgang der lokalen Bevölkerung zur Brennholzwerbung auf Anfrage bei Försterin Juliane Hesselbach zur Verfügung. 

Kontakt

Forstamt Erfurt-Willrode

Sascha Schlehahn