26. Fachkolloquium

©Matthias Stürtz

Datum: Donnerstag, 17. September 2026
Beginn: 09:00 Uhr
Ende: ca. 13:00 Uhr

Ort: Forstliches Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha
Jägerstraße 1 | 99867 Gotha
Großer Versammlungsraum
auch online als Videokonferenz 

Programm

Moderation und Leitung: Dr. Gerhard Struck

Rüsselkäferfraß, Wildschäden sowie resultierender Pflanzenausfall und Höhenwuchs in Thüringer Libanonzeder-Kulturen im Vergleich zu Douglasie

Dr. Nico Frischbier, FFK Gotha; PD Dr. Gregor Aas, Universität Bayreuth

Die Libanonzeder (Cedrus libani A. Rich.) wird als mögliche Nadelholzalternative für den Waldumbau im Klimawandel, vor allem bei der Wiederaufforstung von Bestandeslöchern und Blößen, gehandelt. Ihre Klima- und Bodenansprüche wurden bereits zusammengetragen, Herkünfte und Saatgutquellen überprüft und erste Anbauerfahrungen gesammelt. Doch wie gefährdet ist die Libanonzeder-Kultur oder -Beimischung hinsichtlich Rüsselkäferfraß, Wildverbiss, Schlagen und Fegen? Erkenntnisse hierzu bietet eine Versuchsflächenserie in Thüringen.

Waldbau mit Bergahorn in sehr vorratsreichen, ungleichaltrigen Laubholzbeständen

Dr. Lars Drößler, FFK Gotha

Im Hainich und Dün werden auf Muschelkalkstandorten Buchenplenterwälder bewirtschaftet, die  sich  aus  Mittelwäldern  entwickelt  haben.  Im  Gerechtigkeitswald  Dörna  dominiert  die Rotbuche   in   allen   drei   Bestandesschichten.   In   der   Oberschicht   befinden   sich   noch beigemischte  Lichtbaumarten,  während  in  der  Unterschicht  im  Zuge  der  Plenterung  nur Rotbuche und etwas Winterlinde nachkommen. Das Ziel der Waldbesitzer ist in Gefahr, den Bergahorn langfristig zu erhalten! Deshalb wurden in einem vorratsreichen Versuchsbestand Lochhiebe  geschlagen,  in denen  Ahornbäume wachsen. Die  waldbaulichen Eingriffe und die Entwicklung von zwei Beständen werden vorgestellt.

KI-Soil – Künstliche Intelligenz in der forstlichen Standortskartierung

Steven Ackermann, FFK Gotha

Waldböden erfüllen vielfältige Funktionen und sind von zentraler Bedeutung für die Entwicklung und Bewirtschaftung von Wäldern sowie für den Naturhaushalt. Das Projekt KI-SOIL setzte sich hierfür die Ziele, nötiges regelmäßiges Umweltmonitoring und die forstliche Standortskartierung effizienter zu gestalten und die Felddaten sensorbasiert objektiver und damit vergleichbarer aufzunehmen. Im Rahmen des Projekts wurden am FFK Gotha unterstützend hyperspektrale Laborkampagnen durchgeführt. Neben ersten Auswertungen werden Lösungsansätze zur Methodenoptimierung umrissen.

SURVEY/Waldreallabore – Experimente zur Optimierung des natürlichen Klimaschutzes in Waldökosystemen

Joscha Hendrik Menge und Christian Kircher, FFK Gotha

Das Projekt SURVEY zielt auf die Demonstration und Erprobung eines überregionalen Waldreallabors für den fichtendominierten, stark schadexponierten, deutschen Mittelgebirgsraum ab. Das Waldreallabor besteht aus einem Netzwerk von räumlich verteilten Experimentalflächen (Beispielräume Harz, Landshut/Niederbayern) mit unterschiedlicher Nutzungs- und Untersuchungsintensität (Intensiv und Satellitenflächen) und deren digitalen Abbildern (digitalen Zwillingen). Dies bildet die Grundlage für die Bewertung von Waldentwicklung im Kontext von Klimawandel und unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Ansprüche. Letzteres wird über die umfassende Einbeziehung zentraler Akteursgruppen im Wald realisiert. Das FFK Gotha ist als Teil des bundesweiten SURVEY-Konsortiums, bestehend aus verschiedenen Forschungseinrichtungen des Bundes, verschiedenen Universitäten sowie der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt, für die Einrichtung und den Betrieb der Waldreallaborflächen im Thüringer Südharz zuständig.

Aktuelle Situation des Eichenprozessionsspinners in Thüringens Wäldern

Anett Wenzel, FFK Gotha und Stabsstelle Arbeitssicherheit ThüringenForst Zentrale Erfurt

Wie steht es um die Entwicklung des Eichenprozessionsspinners (EPS) in Thüringen? Welche Überwachungsmaßnahmen finden statt? Gibt es Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Arten? Welche Vorsichtsmaßnahmen sind im Wald zu beachten? Diese Fragen sollen im Rahmen des abschließenden Vortrags des Fachkolloquiums beantwortet werden.

Anmeldung

für die Teilnahme vor Ort

Für die Teilnahme an der Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrums Gotha, bitten wir aus organisatorischen Gründen um eine Anmeldung bis zum 09.09.2026 per E-Mail an:
ffk-gotha(at)forst.thueringen.de

für Teilnahme über Video

Die Teilnahme am Fachkolloquium über den eigenen Computer und die eingerichtete Videokonferenz ist ohne vorherige Anmeldung möglich. Für diese online-Teilnahme ist ein PC mit Internetzugang und Lautsprechern erforderlich; eine Kamera wird nicht zwingend benötigt. Sie haben die Möglichkeit, über den Chat Fragen an die Referentinnen und Referenten zu stellen. Diese werden über die Moderatoren gesammelt und im Anschluss des Vortrages an den jeweiligen Referenten weitergegeben.
Für die online-Teilnahme über die Videokonferenz nutzen Sie bitte folgenden Link:

meet.thueringen.de/room/a49a8e9e-fe08-46f0-8b6f-8b8e98448b04