Es gewinnt: Reparieren statt Sanieren

Es gewinnt: Reparieren statt Sanieren

Das Gewinnerteam des Realisierungswettbewerbs (Büros Schettler & Partner und plandrei) zwischen ThüringenForst-Vorstand Jörn Ripken (re.) und dem Leiter des Forstamtes Bad Salzungen, Florian Keiper (li.)
Das Gewinnerteam des Realisierungswettbewerbs (Büros Schettler & Partner und plandrei) zwischen ThüringenForst-Vorstand Jörn Ripken (re.) und dem Leiter des Forstamtes Bad Salzungen, Florian Keiper (li.) (Foto: Dr. Horst Sproßmann)
Das derzeit leer stehende Hotel und Gasthaus Kissel spielt eine wichtige Rolle im Realisierungswettbewerb „Ensemble am Kissel“
Das derzeit leer stehende Hotel und Gasthaus Kissel spielt eine wichtige Rolle im Realisierungswettbewerb „Ensemble am Kissel“ (Foto: Dr. Horst Sproßmann)

Das Weimarer Architekturbüro Schettler & Partner PartGmbB hat gemeinsam mit dem Erfurter Landschaftsarchitekturbüro plandrei den Planungs- und Realisierungswettbewerb „Ensemble am Kissel“ für sich entschieden. Die Jury befand das Gesamtkonzept nach dem Motto „Reparieren statt Sanieren“ als wirtschaftlich tragfähig, ressourcenschonend und architektonisch überzeugend. Vor allem sichert der minimalinvasive Planungsansatz einen behutsamen Umgang mit dem sanierungssensiblen Gebäudebestand. Veranstalter des Wettbewerbs ist ThüringenForst, Eigentümer des Liegenschaftsensembles inmitten eines großen Staatswaldgebietes des Forstamtes Bad Salzungen. Von rund 90 Interessierten durften 20 Planungs- und Architekturbüros Entwürfe einreichen. „Diese waren so interessant, dass ab heute bis zum 13.September 2026 alle Konzepte in einer kostenfreien Ausstellung in der Bad Liebensteiner Wandelhalle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden“, so Jörn Ripken, ThüringenForst-Vorstand. Die Entwürfe zeigen unterschiedliche Ideen und Konzepte für die künftige Entwicklung des Ensembles als Waldseminar. Der bauliche Zustand sämtlicher Liegenschaften lies eine Fortführung der bisherigen Nutzung nicht mehr zu. Während das 1868/69 errichtete denkmalgeschützte Jagdhaus Kissel bis vor Jahren forstlich genutzt wurde, war das bei der örtlichen Bevölkerung beliebte, in den 1980er Jahren zum Waldhotel Kissel umgebaute Ferienheim des ehemaligen Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebs Bad Salzungen in privater Hand gewesen. Vor Jahren kaufte die Landesforstanstalt das Waldhotel, um das „Ensembles am Kissel“ gemeinsam mit der Öffentlichkeit fortzuentwickeln.

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Dr. Horst Sproßmann