Windräder im Wald

Windkraft – eine uralte Energiequelle

In den letzten 150 Jahren ist die Nutzung der Windkraft etwas in Vergessenheit geraten, obwohl sie schon deutlich länger bekannt ist. Historiker streiten sich noch um den genauen Ursprung  und die Jahreszahl. Abgesehen von der Nutzung bei Segelschiffen wurde das Prinzip bei Windmühlen bereits vor 3000 Jahren genutzt. Windmühlen waren in allen Siedlungsgebieten verbreitet und stellten die erste Mechanisierung der sonst manuellen Arbeit dar.

Alles heißer Dampf

Mit Aufkommen der Dampfmaschine und späteren Stromgewinnung durch Kohlekraftwerke verloren Windmühlen zunehmend an Bedeutung und verschwanden fast von der Bildfläche. Fast! Zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es eine Art Renaissance der Windmühlen, wenn auch mit einem veränderten Anwendungsbereich.

Wenn Ideen Flügel bekommen: Die Erfindung der Windräder zur Stromerzeugung

Der steigende Bedarf an elektrischer Energie und gleichzeitig mangelnde Netzübertragungsmöglichkeiten beflügelte die Überlegung, Windenergie in elektrischen Strom umzuwandeln. In den Wirren der Weltkriege war diese Form der Energiegewinnung jedoch noch nicht effizient genug, so dass erst 1957 mit dem Dänen Juul die eigentliche Geburtsstunde der Windkrafträder verzeichnet werden kann. Er konstruierte die dreiflügelige Form des Windrades, die sich bis heute durchgesetzt hat.

Die damalige Anlage hatte bereits eine Nennleistung von 0,2 Megawatt (MW). Seit vielen Jahren wird im Bereich der Erneuerbaren, so werden die Energieerzeugungsarten wie Wasserkraft, Windenergie, Photovoltaik und Strom aus Biomasse gerne abgekürzt, geforscht und entwickelt. Der Wirkungsgrad der Anlagen hat sich erhöht, und so liegt beispielsweise die Nennleistung heutiger Windkraftanlagen (WKA) zwischen 3 und 5 MW.