Borkenkäferbekämpfung läuft auf Hochtouren

Walter Pfeifer (links) ist der erste Forstschutzhelfer, der Revierförster Torsten Singer (rechts) bei Sanierung der Trocken- und Borkenkäferschäden zwischen Riechheim, Schellroda und Osthausen unterstützen wird. Die Arbeit ging gleich nach der Vertragsunterzeichnung an den Schadschwerpunkten los.

Erster Forstschutzhelfer im Forstamt Erfurt-Willrode im Einsatz 

„Im Forstamt Erfurt-Willrode läuft die Borkenkäferbekämfpung auf Hochtouren“, berichtet Forstamtsleiter Dr. Chris Freise. Zur weiteren Unterstützung konnte im Forstamtsbereich jetzt im Rahmen des Maßnahmenpa- ketes der Landesregierung der erste Forstschutzhelfer unter Vertrag genommen werden.

Walter Pfeifer aus Riechheim wird die Förster im Revier Osthausen, einem der Schadschwerpunkte im Forstamt, bei der zeitaufwändigen Suche nach frisch befallenen Brutnestern unterstützen. Der Agraringenieur im Ruhestand ist noch Nebenerwerbslandwirt und selbst Waldbesitzer. „Ich sehe jeden Tag, wie Dürre und Borkenkäfer unserem Wald zusetzen und möchte einfach nicht tatenlos daneben stehen“, erklärt er seine Motivation.

Revierförster Torsten Singer kann die Unterstützung gut gebrauchen, schon mehr als ein Jahreseinschlag sei dem Schwächeparasiten bis jetzt zum Opfer gefallen: „Wir haben zwischen Osthausen und Riechheimer Berg gerade mehrere Aufarbeitungsteams parallel im Einsatz und bereiten uns auf die nächste Käferwelle vor. Leider findet der Käfer durch die Dürre massenhaft geschwächte Fichten und kann sich explosionsartig vermehren. Die Bäume haben keinen Tropfen Wasser mehr, ums sich gegen das Insekt zu wehren.“

Ähnlich sehe die Lage auch in den anderen Schadschwerpunkten des Forstamtes aus, erklärt Freise. Daher werde mich gleicher Intensität gearbeitet im Raum Kranichfeld rund um den Maientännig, am Königstuhl, in den Fichtenrestbeständen des Klosterholzes bei Meckfeld, im Willroder Forst, den Reinsbergen und vor allem auf der Fahner Höhe. In diesen Bereichen müssen sich die Waldbesucher auf Behinderungen durch die Borkenkäfersanierung einstellen, bittet Freise um Verständnis. Das Schadmuster zwinge dazu, an vielen Orten verstreut zu arbeiten und erschwere so die großräumige Information im Vorfeld der Maßnahmen wenn z. B. Abschnitte kleinerer Wanderwege betroffen seien. Waldbesucher müssen bei laufenden Holzeinschlägen mit Behinderungen rechnen und werden eindringlich gebeten, auf Warnschilder und Absperrungen zu achten. Sollten Waldwege beeinträchtigt werden, bittet das Forstamt um etwas Geduld. Nach der Holzabfuhr werde jeder Weg wieder Stück für Stück instand gesetzt.

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Kontakt

Forstamt Erfurt-Willrode

Dr. Chris Freise