Weihnachtsbaumtipps vom Förster

Welcher Baum, wohin und wie pflegen? Die ThüringenForst-Förster haben wichtige Tipps vor- und nach dem Weihnachtsbaumkauf. (Foto: Daniela Tröger)

Von der Lagerung im Keller über den Standort im Wohnzimmer bis zum täglichen Gießen: Alle wichtigen Weihnachtsbauminfos für die schönsten Stunden im Jahr

Er gehört zu Weihnachten wie Lebkuchen, Kerzenlicht und Wildessen: der Weihnachtsbaum. Aber welche Baumart wählen, wo das schöne Stück bis zum Fest zwischenlagern? Wohin damit im geschmückten Zimmer? Wie die verharzten Hände schnell und trotzdem pfleglich reinigen? Die Grünröcke der ThüringenForst-AöR geben wichtige Tipps rund um den Weihnachtsbaum.

Welche Baumart ist nun die Richtige? Es kommt darauf an…

Rund 80 % der jährlich in Thüringen rund eine Million Mal verkauften Weihnachtsbäume sind Nordmanntannen. Deren saftig grüne Nadeln sind weich und damit „gut“ für zarte Kinderhände – ein Tipp für junge Familien. Die Nobilistanne hat silbrig-blaue Nadeln, die ähnlich wie die Douglasie wunderbar nach Orange duften – ein Tipp für verwöhnte Nasen.

Die Blautanne überzeugt mit einem schönen Wuchs, verliert aber leider früh die spitzen Nadeln. Wer wenig Weihnachtsbaumschmuck verwenden will, dem sei die heimische Kiefer empfohlen: Sie ist nur locker beastet, durch ihren hohen Harzanteil aber brandgefährlich! Die ebenfalls heimische Fichte ist der preisgünstigste und ökologisch unbedenklichste Baum.

Wo gibt es den frischesten Baum? Natürlich direkt beim Förster…

„Wer seinen Weihnachtsbaum selbst im Wald schlagen will, bekommt mit der heimischen Fichte auch den frischesten Baum überhaupt“, empfiehlt Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Die meisten der 24 Thüringer Forstämter bieten bis kurz vor dem Fest entsprechende Events im Wald unter www.thueringenforst.de an. Ein toller Spaß für die ganze Familie. Stiefel, Handschuhe und Säge nicht vergessen!

Braucht der Weihnachtsbaum Pflege? Nichts, außer Wasser…

Am besten lagert man den vom Transportnetz befreiten Baum (Netz immer von unten nach oben aufschneiden) bis kurz vor dem Fest an einem dunklen, kühlenOrt, vorzugsweise ein Kellerraum oder die Garage bei etwa + 10 Grad in einem Eimer voll Wasser. Bevor das gute Stück ins Zimmer kommt, sollte man erneut am Stammanlauf eine zwei Zentimeter starke Scheibe absägen, um eine frische Schnittstelle zu schaffen.

Ein Standort möglichst weit weg von der Heizung und regelmäßiges Gießen hilft gegen Austrocknung und verlängert sein grünes Leben. Schließlich benötigt so ein Baum rund ½ Liter Wasser am Tag. Und: Dem Wasser Blumenfrisch zugeben.

Ist Baumharz an den Händen gefährlich? Nein, Bäume sind Naturprodukte…

Harz ist ein natürlicher Bestandteil des Nadelbaumes, wie seine Rinde oder seine Nadeln. Verharzte Hände kann man leicht mit Baby- oder anderen Pflegeölen sanft von der empfindlichen (Kinder)Haut entfernen. Wer Wachskerzen schmückt und anzündet, der hält am besten immer einen großen Wassereimer oder einen Feuerlöscher bereit und sollte den Baum nie unbeaufsichtigt lassen.

Nach dem Weihnachtsfest kann der vom Schmuck befreite Baum durch Kompostierung oder Verbrennen entsorgt werden. Es sei denn, jemand gehört zu jenen 5 % Deutschen, die Jahr für Jahr einen Kunststoffweihnachtsbaum verwenden. Da reicht der Gang in den Keller zum entstauben und aufklappen – auf den wohlriechenden Duft waldfrischer Nadeln und balsamischen Harzes müssen Sie dann aber verzichten.

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