Waldpflegearbeiten im Erfurter Steiger

Vierbeinige Helfer im Wald – auch in diesem Jahr werden Uta Krispin wieder Rückepferde zusammen mit modernen Forstmaschinen bei der Waldarbeit unterstützen. (Foto: Dr. Chris Freise)

Waldarbeiten im Erfurter Steiger und Schwanseer Forst: Sanierung von Trockenschäden und Pflege von Mischbeständen

Im Erfurter Steiger und im Schwanseer Forst beginnen in den nächsten Tagen Waldpflegearbeiten: Die Arbeiten konzentrieren sich im Steiger auf die Bereiche zwischen der Sternstraße und der Arnstädter Chausse mit dem Blinden- und Behinderten -Walderlebnispfad und dem Reitweg. Im Schwanseer Forst wird vor allem im westlich gelegenen Bereich entlang des Westkanals gearbeitet.  


Je nach Witterung sollen die Maßnahmen im Steiger bis Februar und in Schwansee schon im Dezember abgeschlossen sein. Je nach Witterung werde dabei die Beeinträchtigungen von einzelnen Waldwegen nahezu unvermeidbar sein, bittet Forstamtsleiter Dr. Chris Freise um etwas Geduld und Verständnis. „Nach Ende der Arbeiten werden alle Wege wieder Stück für Stück instand gesetzt.“

Im Steiger werde man sogar versuchen, die Holzabfuhr über eine logistische Zwischenlagerung zu beschleunigen. Gleichzeitig appelliert das Forstamt an alle Waldbesucher, die unvermeidlichen Absperrungen und Warnschilder unbedingt zu beachten. „Während der Durchforstungen müssen einzelne Waldwege aus Sicherheitsgründen gesperrt werden“, so Freise. Für Spaziergänger werde es wie in den Vorjahren wieder Hinweise auf Wegeumleitungen geben.


„Das Ziel der Arbeiten sind langfristig stabile und artenreiche Wälder“, erklären die Revierförster Uta Krispin und Alexander Albrecht. Daher entnehme man gezielt nur einzelne Bäume und setze neben modernen Holzerntemaschinen vor allem im Steiger auch wieder Rückepferde ein. Im Steiger konzentriere man sich neben der langfristigen Pflege von Eichen-Mischbeständen auf die Entnahme von Trockenschäden in den stark von Waldbesuchern genutzten Bereichen.

„Wir gehen kleinteilig und so schonend wie möglich vor“, erklärt Uta Krispin, die auch Deutschlands Försterin des Jahres ist: „Trotzdem werden die Maßnahmen für jeden Waldbesucher deutlich zu sehen sein. Um Gefahren durch absterbende Bäume zu minimieren und klimastabile Mischbaumarten wie die Eiche zu erhalten, sind die Durchforstungen erforderlich.“ Uta Krispin hofft darauf, den Erfurtern im nächsten Frühjahr wieder zeigen zu können, wie der Wald auf diese Pflegemaßnahmen reagiert hat. Leider dürfen zurzeit keine Waldführungen angeboten werden.

Bei Fragen stehe sie den Waldbesuchern aber gerne per E-Mail oder telefonisch zur Verfügung.  
„Im Schwanseer Forst hat das Eschentriebsterben wieder vielen Bäumen stark zugesetzt“, sagt Alexander Albrecht. Daher müssen dort außer im Rahmen regulärer Durchforstungen auch absterbende Eschen entlang der stark begangenen Waldwege eingeschlagen werden.

Von einem Teil der Bäume werden im Rahmen eines deutschlandweiten Forschungsprojektes Proben zur Erforschung des erst seit wenigen Jahren stark grassierenden Eschentriebsterbens gewonnen. Man wisse zwar, dass die Ursache ein parasitischer Pilz ist, aber über die Abwehrmechanismen und Entstehung von Resistenzen sei noch vieles unbekannt.

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Forstamt Erfurt-Willrode

Dr. Chris Freise