Waldböden weitgehend gut wasserversorgt

Mit Regenwasser gefüllte Kleingewässer entlang von Forstwegen zeigen, dass die Waldniederschlagsbilanz aus Sicht der Forstleute und Waldbesitzenden befriedigend ist. (Foto: Dr. Horst Sproßmann)

Verschnaufpause für die Wälder geht weiter: Auf einen kühl-feuchten Mai folgte ein warmer und niederschlagsreicher Juni

Die Verschnaufpause für die heimischen Wälder hält weiter an. Auf einen kühl-feuchten Mai folgte ein im langjährigen Mittel um 3,4 °C zu warmer Juni, der aber 20 % mehr Niederschläge erbrachte. Die Niederschlagsverteilung war regional sehr verschieden. Während es für die Wälder in Ost- und Nordostthüringen eher zu trocken war, hat sich in den meisten Waldregionen im Freistaat die Bodenwassersituation stabilisiert, berichtet die Landesforstanstalt.

„Die Waldböden sind feuchter als im Vergleichszeitraum 2019/20 und vor allem junge Bäume, allen voran in den Forstkulturen, profitieren vom derzeitigen Wasserangebot“, so Jörn Ripken, ThüringenForst-Vorstand. Die Trockenstressgefahr für die heimischen Wälder ist insgesamt deutlich geringer und regional derzeit vor allem auf die Regionen Lehesten, Schleiz, Saalfeld-Rudolstadt, Bad Berka und Artern begrenzt.

Keine Entwarnung beim Borkenkäfer

Entwarnung kann es beim Fichtenborkenkäfer dagegen nicht geben: Zwar startete er witterungsbedingt sehr spät Mitte Mai in die Saison, dafür aber umso massiver. Förster/innen und Waldbesitzende haben deshalb alle Hände voll zu tun, neuen Stehendbefall zu lokalisieren, das Schadholz schnell zu ernten und aus dem Wald zu transportieren.

Zurück

Kontakt

ThüringenForst Zentrale

Dr. Horst Sproßmann