Wälder weiterhin nicht betreten – Lebensgefahr!

Auch viele jagdliche Einrichtungen sind durch die Stürme zerstört worden. (Foto: Dr. Horst Sproßmann)

Auch Tage nach den Orkanstürmen lauern Gefahrenquellen auf Waldbesuchende. Sturmholzaufarbeitung läuft an

ThüringenForst erneuert seine Warnung, die Wälder aktuell zu betreten. Mit dem Abklingen der drei Orkanstürme „Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“ hat sich die Gefahrenlage keinesfalls entspannt. Die schlimmstenfalls tödliche Gefahr durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste besteht auch nach dem Unwetter weiter. Viele Waldwege sind durch geworfene oder gebrochene Bäume versperrt und nicht passierbar.

Die quer über dem Weg liegenden Äste und Stämme sind eine große Gefahr. „Sie zu überklettern birgt ein enormes Risiko, da diese Baumteile oft unter Spannung stehen, bei geringer Belastung einbrechen oder sich drehen und denn Akteur unter sich begraben können. Selbst scheinbar dünne Äste können zu tödlichen Katapulten werden“, sagt Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Er appelliert eindringlich, sich nicht selbst und Rettungskräfte unnötig in Gefahr zu bringen.

Waldbesitzende und Forstämter werden in den nächsten Tagen zuerst die Waldwegeinfrastruktur von Hindernissen und Gefahrenquellen befreien. Aber auch Erholungsreinrichtungen, Brücken und Stege etc. können in Mitleidenschaft gezogen sein und Gefahrenpotenzial in sich bergen.

Für Waldbesucher bleibt aber auch dann das Prinzip „Eigensicherung“: Sturmschäden sind waldtypische Gefahren, für die der Waldbesitzende bei Sach- wie Personenschäden keine Haftung übernimmt. Etwa Mitte dieser Woche dürften dann auch erste gesicherte Schätzungen zum Ausmaß der Schäden durch die Orkanstürme zur Verfügung stehen.

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