Uta Krispin offiziell zur Försterin des Jahres gewählt

Uta Krispin aus dem Erfurter Steiger erhält Deutschen Waldpreis (Foto: ThüringenForst)

Revierleiterin aus dem Erfurter Steiger erhält Deutschen Waldpreis

Seit heute ist es offiziell, die Revierleiterin des Erfurter Steigers, Uta Krispin, hat in der Kategorie „Förster*in des Jahres“ den Deutschen Waldpreis gewonnen, freut sich Forstamtsleiter Dr. Chris Freise aus dem Forstamt Erfurt-Willrode. Natürlich sei man riesig stolz, wenn im Forstamt eine Kollegin als beste Försterin des Jahres ausgezeichnet werde und habe schon herzlich gratuliert, als die ersten inoffiziellen Nachrichten durchgesickert seien. Das sei ein Riesenerfolg und auch eine Bestätigung der Leistung des gesamten Teams.

„Die dynamische Försterin stellt sich erfolgreich der Herausforderung, den Wald zu pflegen und gleichzeitig viele interessierte Besucher im Wald zu haben“, heißt es in der Begründung der Expertenjury. Uta Krispin selbst freut sich natürlich auch über die bundesweite Anerkennung. Seit mittlerweile 15 Jahren kümmert sie sich um den Erfurter Steiger: „Der Erfurter Steiger wächst mit seiner bunten Baumartenpalette von großen, kleinen, jungen und alten Bäumen bestens durchmischt bereits so, wie ihn viele andere anstreben. Dass dieser Wald auch im Klimawandel relativ gesund ist und so gut zum Standort passt, ist nicht allein mein Verdienst.“ Die vielen Eichen hätten schon vor reichlich 200 Jahren unter anderem schon die Preußen großgepflegt. „Ich habe hier ein wahnsinnig schönes Erbe übernommen, das ich eine Weile hegen und begleiten darf“, beschreibt sie ihre Rolle als Försterin. „Dabei sei die absolute Stadtnähe und die Arbeit mit den Menschen schon das Besondere in ihrem täglichen Tun“, berichtet Uta Krispin. Das gehe auch nicht immer ohne Konflikte und erfordere jede Menge Kommunikation.

Für die Waldpädagogik des Forstamtes ist sie im Steiger und am Forsthaus Willrode ein absolutes Aushängeschild. Dazu zählt auch das Management des Wildladens und die Aktivitäten an den offenen Forsthaussonntagen gemeinsam mit dem Förderverein des Forsthauses mit kulturellen Angeboten, Umweltbildung zum Anfassen und frischem Brot aus dem Backhaus.

Wie in anderen Revieren rund um die Landeshauptstadt werden im Steiger Rückepferde gemeinsam mit modernen Forstmaschinen eingesetzt. Eine boden- und waldschonende Technik ist der Försterin im Steiger besonders wichtig. „Es sind alles wunderbare gegenseitige Energieschübe, die man sich da gibt und darüber bin ich sehr froh.“ Uta Krispin begleitet Menschen aller Altersklassen, die wissen wollen, wie so ein Wald „funktioniert“ und das macht sie sehr gut. Zur Not werden auch mal forstliche Arbeiten unterbrochen, weil sie auf „Gäste ihres Waldes“ Rücksicht nimmt.

Uta Krispin kommt aus einer Försterfamilie und hat ihren Beruf mit einer Lehre als Forstfacharbeiterin/Mechanisatorin in der Dübener Heide begonnen. Danach folgte ein Studium an der Fachhochschule in Schwarzburg. 1993 übernahm sie ihre erste Revierstelle. Die 52jährige hat drei Kinder, die „fast mit im Wald aufgewachsen“ und immer noch sehr naturverbunden sind, aber andere berufliche Richtungen eingeschlagen haben.

Mit dem Deutschen Waldpreis zeichnet das Internetportal forstpraxis.de aus dem Hause dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag diejenigen aus, welche sich in besonderer Art und Weise für die Forstbranche stark machen. Uta Krispin konnte sich dabei nicht nur bei Experten, sondern auch im Online-Voting gegen Mitbewerber aus ganz Deutschland durchsetzen. Als erste Frau nimmt sie nun die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung mit in ihren Wald und möchte davon Trüffelbäume anschaffen, denn „mit etwas Glück und viel Geduld tragen die in einigen Jahren unterirdisch leckere Früchte“, strahlt die Försterin.

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Kontakt

Forstamt Erfurt-Willrode

Dr. Chris Freise