ThüringenForst kalkt Wälder gegen Bodenversauerung

Keine Walddüngung, sondern eine Bodenschutzkalkung: Für Mensch und Tier ungefährlich, für den Waldboden eine Kurpackung. (Foto: Dr. Horst Sproßmann)

aPer Hubschrauber werden Anfang September 920 Hektar Staatswald in den Hochlagen des Thüringer Waldes mit Naturkalk behandelt. Säurealtlasten sinken nur langsam

ThüringenForst wird in den Revieren Oehrenstock und Kickelhahn (Forstamt Frauenwald) ab Anfang September 920 Hektar Nadelwald mittels Hubschrauber kalken – geeignetes Flugwetter vorausgesetzt. Damit sollen Säurealtlasten und aktuelle Luftschadstoffeinträge, die die Waldböden lokal beeinträchtigen, abgepuffert werden. Pro Hektar werden rund drei Tonnen naturbelassener Magnesiumkalk regionaler Herkunft ausgebracht.

„Gezielte Bodenschutzkalkungen sind im Thüringer Wald, im Thüringer Schiefergebirge wie auch im Harz weiterhin ein probates Mittel, um regionale Dissonanzen der Bodenchemie auszugleichen“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Zuletzt kalkte ThüringenForst 2020 rund 800 Hektar Staatswald, ebenfalls im Thüringer Forstamt Frauenwald. Die aktuelle Maßnahme wird rund 280.000 Euro kosten und durch die EU und den Freistaat Thüringen gefördert.

Während der Kalkung kann es kurzfristig zu Beeinträchtigungen beim Betreten des Waldes kommen. Der ausgebrachte Naturkalk ist für den Waldbesucher vollkommen ungefährlich, durch die Feinpartikel kann es aber zur Verunreinigung von Kleidungsstücken kommen. Unmittelbar vor Beginn der Maßnahmen wird das Thüringer Forstamt Frauenwald die lokale Bevölkerung hierzu nochmals informieren.

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Dr. Horst Sproßmann