ThüringenForst beendete saisonale Gesellschaftsjagden

Bis Mai müssen Jäger nun warten, bis die neue Jagdsaison 2020/21 beginnt. Einzig Wildschweine werden -mit Ausnahme der Bachen- als Schalenwild ganzjährig bejagt. (Foto: Dr. Horst Sproßmann)

Herbst und Winter sind Jagdschwerpunkte für die Grünröcke. Mit der jüngst begonnenen Schonzeit endet die Jagdsaison auf Rot-, Reh-, Dam- und Muffelwild

ThüringenForst, mit rund 190.000 Hektar Jagdfläche größter Eigenjagdbezirk im Freistaat, hat die revierübergreifenden Gesellschaftsjagden planmäßig eingestellt. Seit September 2019 wurden über 300 Ansitz-Drückjagden in den 24 Thüringer Forstämtern insbesondere auf Rot-, Reh- und Schwarzwild durchgeführt. Seit 15. Januar bestehen für die bejagten Tierarten, außer Schwarzwild, Schonzeit. Die als Drückjagden durchgeführten Gesellschaftsjagden sind äußerst effektiv, durchschnittlich werden rund 50 % der Strecke über alle Wildarten mit dieser Jagdmethode erreicht. Bei Schwarzwild, das bedingt durch die aktuelle Seuchengefahr (Afrikanische Schweinepest) besonders intensiv bejagt wird, sogar bis zu 70 %. „ThüringenForst erlegt pro Jagdjahr ca. 20.000 Stück Wild und trägt damit vor allem zur Reduzierung überhöhter und damit ökosystemschädlicher Wildbestände bei“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Gleichzeitig wird die Bevölkerung durch den Verkauf von Wildbret mit rund 450 Tonnen äußerst gesunden, weil fettarmen und eiweiß- und mineralstoffreichen, regionalen Fleischprodukten versorgt. Zum Gesamtumsatz der Forstanstalt trägt der Wildbretverkauf allerdings nur etwa zu 2 % bei.

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