Thüringen mit höchster Holzbauquote in Ostdeutschland

Moderne Holzhäuser werden in hoher Qualität seriell teilvorgefertigt und vor Ort durch Zimmerleute innerhalb kürzester Bauzeit erstellt. Das spart dem Bauherren bares Geld (Foto: Dr. Horst Sproßmann)

2019 erreichte Thüringen eine Holzbauquote von 21,1 %. Holzfertigbau bei Ein- und Zweifamilienhausbau immer beliebter

Mit einer Fertigbauquote von 21,1 % erreichte Thüringen in 2019 ein Rekordergebnis. Damit übertraf der Freistaat nicht nur die bundesweite Quote von 20,8 %, sondern erzielte auch den mit Abstand höchsten Wert der ostdeutschen Bundesländer. Aber nicht nur das: Während der Gesamtmarkt im Ein- und Zweifamilienhausbau bundesweit nur um 1,3 % zulegte, entwickelte sich der Holzfertigbau in diesem Segment mit einem Plus von 7,7 % deutlich erfolgreicher. Das berichtet der branchenspezifische Informationsdienst Holz.

„Das Rekordergebnis im Holzfertigbau zeigt wieder eindrucksvoll, welche Nachfrage nach dem nachhaltig produzierten Roh-, Bau- und Werkstoff Holz im Freistaat besteht“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. „Häuslebauer“ wollen zunehmend ökologisch unbedenkliche Bauweisen, klimaschutzgerechte Baumaterialien und vor allem kurze Bauzeiten, denn das spart Geld. Nachhaltige, naturnahe Forstwirtschaft in Thüringen stellt sicher, dass sich immer mehr Bauherren diesen Wunsch erfüllen können. Während Österreich oder auch skandinavische Länder mit Holzbauquoten von über 80 % glänzen, ist in Deutschland die Holzbauweise traditionell im waldreichen Süddeutschland, insbesondere Baden-Württemberg (37 %) und Bayern (25 %), verbreitet. In Ostdeutschland folgt dem Spitzenreiter Thüringen der Freistaat Sachsen mit 17,7 % und Brandenburg mit 17,5 %. Vor rund 20 Jahren lag die bundesweite Holzbauquote noch bei 13,5 %. Auch im Bereich des Mehrfamilienhausbaus konnte die Holzfertigbauweise deutlich zulegen.

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Dr. Horst Sproßmann