Teilweise Sperrung der Waldwege

Borkenkäfer und Trockenheit haben allein um Kranichfeld und Hohenfelden bis jetzt zu rund 22.000 Festmeter Schadholz geführt. Revierförster Ronald Schäfer managt die Sanierung und versucht, die alten und starken Bäume so lange wie möglich zu halten. (Foto: Dr. Chris Freise)

Sanierung von Borkenkäfer und Trockenschäden: Waldwege zum Teil gesperrt oder nur eingeschränkt begehbar

Im Forstamt Erfurt-Willrode läuft die Sanierung von Borkenkäfer- und Trockenschäden immer noch auf Hochtouren. Durch die notwendigen Arbeiten sei die Begehbarkeit von Waldwegen in den Schadwerpunkten aktuell und in den kommenden Wochen stark eingeschränkt.

Das betreffe insbesondere die stark geschädigten Nadelholzbereiche der Fahner Höhe, den Riechheimer Berg, Werningsleber Wald, Teile der Reinsberge bei Arnstadt sowie aktuell vor allem die Nadelwälder um Kranichfeld, Stadtilm, Osthausen und den Stausee Hohenfelden, teilt das Forstamt mit. „Im September hat es leider noch einmal eine deutliche Schadholzwelle gegeben“, berichtet Forstamtsleiter Dr. Chris Freise.

Im stark eingebrochenen Holzmarkt haben die Förster mit Bahnverladungen, Zwischenlagern und Containerexporten bis nach China alle Register gezogen, um den Verlust für die Waldbesitzer so gering wie möglich zu halten und das befallene Holz zügig aus dem Wald zu transportieren. „Trotzdem lagert durch den großen Massenumschlag jede Menge Holz im Wald und natürlich werden die Waldwege durch die intensiven Arbeiten in Anspruch genommen und mit Schlamm belastet“, erklärt Freise.

Er appelliert an Waldbesucher Sperrungen zur eignen Sicherheit zu beachten und bittet um etwas Verständnis. Betroffene Wegeabschnitte werden mit forstamtseigener Technik schon jetzt übergangsweise gepflegt und im kommenden Frühjahr solide Stück für Stück wieder instandgesetzt. Die Folgen des Klimawandels führen dazu, dass sich ältere Nadelbäume im Forstamtsbereich langfristig kaum noch halten können.

„Allein im Revier Kranichfeld sind bis jetzt nur in diesem Jahr rund 22.000 Festmeter Schadholz angefallen“, sagt Revierförster Ronald Schäfer. Das sei gut das Doppelte des regulären Hiebssatzes. Leider haben Borkenkäfer und Dürre auch zuvor nahezu ideale Waldbilder mit starken Altbäumen zerstört, die die Förster als Dauerwälder mit einem reichen Strukturmosaik noch über Generationen pflegen wollten.

„Wir versuchen überall, den Waldcharakter so lange wie möglich zu erhalten. Aber an einigen Stellen wie dem Königsstuhl bei Hohenfelden haben die entstehenden Kahlflächen schon das Landschaftsbild verändert“, erläutert Freise. Um für die Wiederbewaldung dieser Kahlflächen die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, belasse man auch gezielt kleine Inseln toter Bäume, wo sie keine Wege gefährden. Dieses Totholz helfe bei der natürlichen Ansamung junger Bäume und verbessere als Lebensraumbaustein für Insekten, Fledermäuse und Vögel die Biodiversität.

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Forstamt Erfurt-Willrode

Dr. Chris Freise