Sturmholz-Aufarbeitung im Forstamtsbereich Erfurt-Willrode

Foto: Andreas Knoll

Aufarbeitung des Sturmholzes läuft weiter auf Hochtouren: Borkenkäfer in Startlöchern - Wegeschäden kaum zu vermeiden

Die Aufräumarbeiten im Wald nach dem Sturmtief Friederike sind gut angelaufen, werden aber noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen, informiert das Forstamt Erfurt-Willrode. Durch den konzentrierten Anfall des Schadholzes werde es in den Hauptschadgebieten weiter zu teils deutlichen Beeinträchtigungen bei der Benutzbarkeit Waldwege kommen. 

Betroffen sind im Forstamtsbereich vor allem die Fahner Höhe, die Waldgebiete um Kranichfeld und Hohenfelden, der Osthäuser Wald, Teile des Klosterholzes bei Meckfeld und Teile des Willroder Forstes. „Sanierung und Abfuhr von mehreren Tausend Festmetern Bruchholz hinterlassen eben auch am Wegenetz und bei aufgeweichten Böden auch auf Rückegassen ihre Spuren“, erläutert Forstamtsleiter Dr. Chris Freise.

Die Waldbesitzer stecken dabei in der Zwickmühle: Auf der einen Seite hätte man gerne Trockenperioden zur Aufarbeitung genutzt, um Wege und Rückegassen zu schonen. Auf der anderen Seite stehen mit steigenden Temperaturen aber auch schon verschiedene Schadinsekten wie Borkenkäfer in den Startlöchern, die das Holz entwerten und bei Massenvermehrung die überlebenden gesunden Bäume abtöten können. Man sei daher zum Handeln gezwungen und könne die erforderlichen Arbeiten nicht endlos aufschieben. 

Auch an kleinere Waldbesitzer appelliert das Forstamt dringend, ihre Waldflächen zu kontrollieren und die Aufarbeitung von potenziellem Brutmaterial für Borkenkäfer so schnell wie möglich zu veranlassen. „Die Zeit drängt!“, unterstreicht der Forstamtsleiter.

„Einige Waldbesitzer im Hauptschadgebiet der Fahner Höhe hat es mit der sechsfachen Jahresmenge in wenigen Stunden getroffen“, beschreibt Freise die Größenordnung des Schadgeschens: „Diese Sondersituation wird gerade vor Ort mit einem hohem Einsatz an Überstunden und Engagement sehr gut und professionell bewältigt.“ Aber man könne eben nicht alles gleichzeitig und auch nicht ohne sichtbare Spuren erledigen.

In den nächsten Wochen werden Berge von aufgearbeitetem Schadholz sowie verschlammte und zerfahrene Waldwege nicht zu vermeiden seien. Nach der Abfuhr des Schadholzes beginne dann bei passender Witterung Stück für Stück die Instandsetzung des Wegenetzes. Bis dahin bitte man alle Waldbesucher um Verständnis und etwas Geduld.

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Kontakt

Forstamt Erfurt-Willrode

Kathleen Reusche