Schwedische Auerhühner im Thüringer Schiefergebirge

Foto: Luise Stephani

Der Einsatz von Wildfängen aus Schweden kann maßgeblich zur Weiterentwicklung des Projektes und Stabilisierung der Population im Thüringer Schiefergebirge beitragen.

Dass die sogenannte Translokation (d.h. das Umsetzen) von Wildvögeln in einen anderen Lebensraum eine wertvolle Ergänzung zur Auswilderung naturnah aufgezogener Tiere ist, zeigen zahlreiche Studien (Graf et al. 2001, Unger et al. 2013, Klaus 2000, Thielemann et al. 2015).

Für eine Translokation schwedischer Wildvögel kann der Fang im Frühjahr und Herbst erfolgen. Im Rahmen des Frühjahrsfangs kann nach erfolgter Paarung fast ausschließlich mit dem Fang von "getretenen", d.h. legebereiten Auerhennen gerechnet werden. Der Fang balztoller Hähne verursacht großen Stress und ist nicht umsetzbar.

Im Frühjahr 2017 erfolgte der Fang in den schwedischen Provinzen Gävleborg und Jämtland und mit Unterstützung der schwedischen Staatsforsten (Sveaskog) und der Schwedischen Landwirtschaftsuniversität (SLU) konnten 9 Auerhennen gefangen werden.

Zwei dieser Tiere wurden im Rahmen des Projektes mit GPS Sendern versehen. Die Auswilderung der Tiere konzentrierte sich auf das EG-Vogelschutzgebiet Nr. 28 ("Nördliches Thüringer Schiefergebirge mit Schwarzatal") und auf das EG-Vogelschutzgebiet Nr. 34 "Langer Berg - Buntsandstein-Waldland um Paulinzella".

In diesen Gebieten ist bereits ein engmaschiges Prädatoren-management etabliert und in der Vergangenheit erfolgte eine ausreichende Qualifizierung der Lebensräume.

Zurück

Kontakt

ThüringenForst Zentrale

Luise Stephani