Schwammspinnerbekämpfung in Thüringen: Jetzt kommt die Erfolgskontrolle und Maßnahmendokumentation

Erfolgreicher Pflanzenschutzmitteleinsatz aus der Luft zum Schutz Thüringer Eichenwälder: Hier am Rhönberg bei Gotha (Foto: Dr. Horst Sproßmann)

Um den Erfolg der Bekämpfung zu ermitteln, betreiben Waldschutzexperten eine detaillierte Spurensicherung. Maßnahmen waren jederzeit rechtskonform zum Wohle des Waldes

Wer denkt, mit der Ausbringung von Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung des Schwammspinners in Thüringens Eichenbeständen sei nun Ruhe eingekehrt, der irrt: Jetzt setzt sich die akribische Arbeit der Waldschutzexperten fort. Vergleichbar einer „Spurensicherung“ wurde direkt nach dem Einsatz des Pflanzenschutzmittels Mimic die sog. Applikationsqualität eingeschätzt. Mittels Petrischalen, die vor der Hubschraubersprühaktion in den zu behandelnden Eichenwäldern ausgebracht wurden, war nach der Behandlung der lokale Benetzungsgrad quantifiziert worden. „Die Ergebnisse sind sehr gut. Das Pflanzenschutzmittel wurde metergenau an den richtigen Waldorten in der richtigen Menge ausgebracht“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Wenige Tage nach der Ausbringung erfolgte eine Begutachtung der Bestände vom Boden aus. So soll erneut die Vitalität der Eichen kontrolliert und ggf. schon vorweg abgestorbene Eichen dokumentiert werden. Zusätzlich wird die Raupenentwicklung an den Blättern dokumentiert sowie ab Mitte Juni die Einschätzung des Blattfraßes. Dies geschieht dann auch mittels einer Drohne, mit der die Belaubung der behandelten Eichenwälder flächig festgestellt werden kann – die dann hoffentlich in sattem grün leuchten. Gleichzeitig kann durch die Befliegung unmittelbar angrenzender, nicht mit Mimic behandelter Eichenwaldflächen die Effizienz der Maßnahme eingeschätzt werden. Mit der Bekämpfung des Schwammspinners auf 190 Hektar Eichenwald wird die Rettung dieser Waldflächen vor dem Absterben verfolgt. Damit führt ThüringenForst seine zu jeder Zeit rechtskonformen Waldschutzmaßnahmen verantwortungsvoll fort – ausschließlich zum Wohle des Waldes.

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Dr. Horst Sproßmann