Schon im Frühjahr hohe Waldbrandgefahr

Waldbrände führen zu einem hohen wirtschaftlichen, vor allem aber ökologischen Schaden – insbesondere für die Flora und gering mobile Tierarten. (Foto: Daniela Tröger)

Bevor die neue Vegetationsperiode beginnt, findet sich auf dem Waldboden fast nur vertrocknete Herbststreu und dürres Gras – mit Sonnenstrahlen eine leicht entzündliche Kombination

Neben dem Sommermonat August sind im Frühjahrsmonat April am häufigsten Waldbrände festzustellen. Nach der -in diesem Jahr weitgehend fehlenden- Schneeschmelze sind die wintertrockene Streu und dürre Gräser bei den ersten warmen Tagestemperaturen ideales Ausgangsmaterial für Waldbrände. Oft genügt schon ein kleiner Funke, um ein Feuer zu verursachen. Deshalb bittet die Landesforstanstalt alle Waldbesucher, die notwendige Vorsicht walten zu lassen. „Dank Inversionswetterlage hatten wir schon Ende März die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe 4 – mithin hohe Waldbrandgefahr in einigen Wäldern Thüringens“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Ausnahmslos ist deshalb das ganzjährige Raucherverbot im Wald strikt einzuhalten und Kraftfahrzeuge sind keinesfalls seitlich an Waldwegen zu parken: Großen Löschfahrzeugen wird damit ggf. die schnelle Zufahrt zum Brandherd genommen. Auch können heiße Katalysatoren an der Kraftfahrzeugunterseite dürres Gras in Brand setzen. Die Folge können empfindliche Schadensersatzforderungen des vom Brand betroffenen Waldbesitzers, ggf. auch mehrerer Waldbesitzer, gegenüber dem Fahrzeugbesitzer sein. Desweiteren sollten keine Glasbehälter sorglos liegenlassen bleiben, der Brennglaseffekt kann ebenfalls zu offenem Feuer führen. Wer als Waldbesucher einen Waldbrand entdeckt, sollte sofort den Notruf 112 wählen und den Brand unter möglichst genauer Angabe der Örtlichkeit melden. Ist der Brandherd klein und überschaubar, sind schnell eigene Löschmaßnahmen einzuleiten. Bei größeren Brandherden ist das Waldgebiet unverzüglich zu verlassen.

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Kontakt

ThüringenForst Zentrale

Dr. Horst Sproßmann