Mush-Room Wald: Die Pilz-Saison steht an!

Der Steinpilz gilt, neben dem Pfifferling, immer noch als beliebtester Speisepilz in Thüringen. (Foto: Andreas Knoll)

Mush-Room Wald: Die Pilz-Saison steht an! Ein wechselhafter Sommer mit milden Temperaturen lässt Pilzsammler auf reiche Ernte hoffen

Auch wenn bereits im Frühjahr Pilze im Wald zu finden sind – der Herbst ist die klassische Pilzsaison für „Schwammerlsucher“. Und die freuen sich: Ein wechselhafter Sommer mit milden Temperaturen bietet den Pilzen derzeit gute Wachstumsbedingungen.

Etwa 4.300 Pilzarten sind in Thüringen nachgewiesen, rund 300 davon sind essbar, wenige Dutzend davon werden regelmäßig als Speisepilz gesammelt. In jedem Hektar Wald finden sich damit 445 Kilogramm Pilztrockenmasse, das ist mehr, als es dort Bakterien und Tiere gibt.

„Jeder darf im Wald Pilze in geringen Mengen und zum eigenen Verbrauch sammeln“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Doch Vorsicht: In Naturschutzgebieten, die oft auch im Wald liegen, ist das Sammeln verboten. Und auch dort, wo gesammelt werden darf, sind ein paar Regeln zu beachten.

- Bitte nur Pilze sammeln, die später auch verzehrt werden. Denn Pilze spielen im Ökosystem Wald eine wichtige Rolle.

- Viele Waldpilze stehen unter Schutz und dürfen nicht gesammelt werden. Für die bei Sammlern beliebten Steinpilze und Pfifferlinge gilt eine Ausnahmegenehmigung.

- Pilze nicht in Plastiktüten, besser im offenen Körbchen transportieren.

- Pilze nicht herausreißen, sondern mit einem scharfen Messer ebenerdig abtrennen. So bleibt das Pilzmycel im Boden erhalten.

- Pilzsaison und Jagdzeit überschneiden sich. Wo Jagden stattfinden, besteht Betretungsverbot!

- Giftige Pilze bitte stehen lassen. Zum Verzehr durch den Menschen ungeeignet, dienen sie für manche Tiere sehr wohl als Nahrung.

- Wald in Thüringen ist zur Hälfte in Privatbesitz. Bitte die Rechte der Eigentümerinnen und Eigentümer beachten.

- Nicht mehr als 250 Gramm Wildpilze pro Woche verzehren. Pilze sind schwach radioaktiv belastet.

- Wer in der Pilzbestimmung unsicher ist, sollte unbedingt eine Pilzberatungsstelle aufsuchen.

Vielen Pilzsammlern ist der relativ häufige Hallimasch (Armillaria mellea) als Speisepilz bekannt. Woher der Name stammt, ist unklar. Eine Erklärung ist, das der Name von „Höll´ im Arsch“ herrührt. Der Hallimasch wirkt nämlich stark abführend, wenn er zu roh gegessen wird.

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Kontakt

ThüringenForst Zentrale

Dr. Horst Sproßmann