Laubholzwelle bei Frühjahrsaufforstung

Forstwirte der Landesforstanstalt bepflanzen eine, zum Schutz vor Wildverbiss umzäunte, Schadfläche im Thüringer Forstamt Leinefelde mit Laubholz (Foto: Roland Stein)

Auf dem Weg zu klimastabilen Wäldern: ThüringenForst startete in diesem Frühjahr mit viel Eiche, Buche und Vogelkirsche

ThüringenForst startet im Staatswald mit Vollgas in Richtung klimastabiler Mischwälder. Bei der diesjährigen Frühjahrsaufforstung wurden durch die betriebseigene Forstbaumschule Breitenworbis bis heute insgesamt 640.000 Pflanzen an die 24 Thüringer Forstämter ausgeliefert und gepflanzt. Davon waren 82 % Laubbäume, verteilt auf 14 Arten. Rund 250.000 Traubeneichen, 150.000 Stieleichen und 90.000 Rotbuchen bildeten die Schwerpunkte. Auf den geeigneten Standorten ausgepflanzt und vor Wildverbiss geschützt, werden diese Bäumchen auch unter veränderten klimatischen Bedingungen eine stabile Waldgeneration für unsere Enkel und Urenkel bilden. Mit der noch ausstehenden diesjährigen Herbstaufforstung plant die Landesforstanstalt in diesem Jahr zwei Millionen neue Bäume für Thüringen.

Laubholzwelle bei der Aufforstung, wie geplant, gestartet
„Wie geplant, haben wir das Aufforstungsjahr 2021 im Staatswald mit einer Laubholzwelle begonnen. Damit soll unterstrichen werden, wie wichtig die Wiederbewaldung von Schadflächen mit klimastabilen Baumarten ist. Ebenso wichtig ist der Waldumbau, zuvorderst von Nadelholz-Reinbeständen in klimastabile Mischbestände, mit mindestens vier bis fünf verschiedenen Baumarten je Bestand“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Die durch die Landesregierung beschlossenen zusätzlichen Finanzmittel für die Landesforstanstalt, die insbesondere die Waldumbaumaßnahmen bis 2036 unterstützen sollen, ermöglichen eine deutliche Beschleunigung der forstlichen Aktivitäten. Parallel hierzu wurden und werden die Fördermöglichkeiten für den Privat- und Körperschaftswaldbesitz ebenfalls deutlich ausgeweitet.

Der Klimawandel verändert auch die Pflanzzeiten der Waldbäume
Aufforstungen mit Waldbäumen erfolgen traditionell in den frostfreien und regenreicheren Jahreszeiten, da eine Kulturberegnung nur im Ausnahmefall erfolgt. Da die Frühjahre klimawandelbedingt tendenziell trockener werden, verschiebt sich der Aufforstungsschwerpunkt vermehrt in den Herbst. Bei milden Wintern sind Aufforstungen mit Laubholz auch in tieferen Regionen realisierbar. Umgekehrt sind (Hoch)Sommeraufforstungen in Gebirgslagen mit Topfpflanzen auf frischen Standorten möglich.

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Kontakt

ThüringenForst Zentrale

Dr. Horst Sproßmann