Laubbäume haben sich auf Herbst umgestellt

„Die extreme Trockenheit hat bei den Bäumen bereits zu einem teilweisen Laubfall geführt und den Wassergehalt des Holzes abgesenkt. Die Laubbäume haben sich bereits auf den Herbst umgestellt. (Foto: Daniela Tröger)

Trockenheit stellt Bäume auf Herbst um. Waldpflege in Laubholzbeständen beginnt so früh wie noch nie 

Im Forstamt Erfurt-Willrode hat in dieser Woche die Laubholzsaison mit ersten planmäßigen Waldpflegearbeiten im Willroder Forst und bei Liebenstein als Folge der Trockenheit so früh wie noch nie begonnen.  

„Die extreme Trockenheit hat bei den Bäumen bereits zu einem teilweisen Laubfall geführt und den Wassergehalt des Holzes abgesenkt. Die Laubbäume haben sich bereits auf den Herbst umgestellt“, erklärt Forstamtsleiter Dr. Chris Freise. Bei normal warmer Sommerwitterung sei diese Phase erst in vier Wochen erreicht. Die trockene Witterung helfe den Förstern, empfindliche Böden und Waldwege zu schonen und die Holzqualität sei schon gut.

Diese Vorteile nutze man derzeit. „Die Pflegemaßnahmen in den Laubholzbeständen dienen der Entwicklung von naturnahen Laubmischwäldern. Der Wald kann dadurch nachhaltig und naturnah bewirtschaftet werden“, ergänzt Revierförster Robert Frohwein. Dabei werden gezielt nur einzelne Bäume entnommen, um andere dafür im Wachstum zu fördern.   Parallel zeichnen sich in Nadelholzbeständen vor allem bei Fichten die ersten Trockenschäden ab. Die Sanierung dieser Schadbäume wird das Forstamt ErfurtWillrode in den nächsten Wochen vor allem rund um Kranichfeld, Osthausen, Stadtilm, in den südlichen Fahner Höhen und im Raum Arnstadt in Atem halten.   

Hinweis

Alle Waldbesucher, die die Natur genießen möchten, werden bei laufenden Holzeinschlägen  eindringlich gebeten, auf Warnschilder und Absperrungen zu achten. Sollten Waldwege beeinträchtigt werden, bittet das Forstamt um etwas Geduld. Nach der Holzabfuhr werde jeder Weg wieder Stück für Stück instand gesetzt.  

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