Kooperationsvertrag zum erweiterten Fröbelwald

Volker Gebhardt (ThüringenForst, Diana Saager (OSB) und Bernhard Schmidt (Bürgermeister Oberweißbach) unterzeichnen den Vertrag. Im Hintergrund: Forstministerin Birgit Keller (re.) und Andreas Grünschneder (Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt). Foto: Dr. Horst Sproßmann
Ganz nach der Philosophie Fröbels - Kinder auch Kinder sein zu lassen und Aktivität und Kreativität zu fördern - bietet der Fröbelwald jungen Waldbesuchern eine interessante Mischung aus Spiel, Entspannung und Bildung. (Foto: © MNStudio / Fotolia)

Forstministerin Birgit Keller besucht erweiterten Fröbelwald – Regionale Bildungs- und Freizeitangebote stärken den ländlichen Raum. Stadt, Bergbahn und Forst unterzeichnen Kooperationsvertrag

Vertreter der Stadt Oberweißbach, der Oberweißbacher Bergbahn und der ThüringenForst-AöR unterzeichnen heute in Anwesenheit von Forstministerin Birgit Keller einen neuen Kooperationsvertrag zum erweiterten Fröbelwald. Das waldpädagogische Bildungs- und Freizeitangebot, 2014 eröffnet und nach dem in Oberweißbach geborenen „Kindergartenerfinder“ Friedrich Fröbel benannt, wurde um zusätzliche Attraktionen ergänzt.

Jährlich nutzen 180.000 Besucher die Oberweißbacher Bergbahn, an deren Endstation Familien und Kinder sowie Kindergruppen den Fröbelwald kostenfrei besuchen können. An sechs Stationen wird Interessantes über die Natur, den Wald und das nachhaltige Wirken der Förster vermittelt. In den letzten vier Jahren investierte ThüringenForst jeweils etwa drei Millionen Euro in den Bereich Waldpädagogik und Umweltbildung.

Mit den jährlich in jedem der 24 Forstämter stattfindenden Waldjugendspielen ist ThüringenForst der landesweit größte Anbieter solcher Umweltbildungsprojekte.

Umweltbildung ist ein zentrales Anliegen der Landespolitik

„Die forstliche Umweltbildung, die sich mit dem Verhältnis des Menschen zum Wald beschäftigt, ist uns allen wichtig. Sie ist ein zentrales Anliegen der Thüringer Landespolitik“, sagte Forstministerin Birgit Keller, die heute den Fröbelwald im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour besuchte. Es sei schade, so die Forstministerin weiter, wenn immer mehr Menschen in den Städten immer weniger über natürliche Abläufe im Wald und die Gewinnung und Verwendung des klimaneutralen Roh-, Bau- und Werkstoffes Holz wissen.

Es gelte daher das Projekt Fröbelwald fortzusetzen, da hier Kinder im Sinne des „Kindergartenerfinders“ Friedrich Fröbel durch Erwachsene – Eltern, Lehrer und Förster - begleitet würden und Informationen spielerisch vermittelt bekämen. Die Ministerin lobte die drei  Partner, die durch ihre enge, konstruktive  Zusammenarbeit, die Weichen hierzu stellen konnten und das Projekt in kurzer Zeit in Fahrt brachten.

Waldjugendspiele, Jugendwaldheime, Fröbelwald

„Mit den jährlichen Waldjugendspielen an 24 Forstamtsstandorten, den drei Jugendwaldheimen und nun dem Fröbelwaldprojekt sind wir in der Umweltbildung auf einem sehr guten Weg“, erläutert Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. An sechs Stationen werden Themen wie „Köhlerhütte“, „Waldpflanzen- und Kräuterpfad“, „Baumlehrpfad“ oder „Steinbruch“ vermittelt. Ein in Kürze fertiggestellter Matsch-Spielplatz folgt der Fröbelschen Philosophie, Kinder auch Kinder sein zu lassen und Aktivität und Kreativität zu fördern.

Während ThüringenForst für die inhaltliche Ausgestaltung sowie die Personalbetreuung durch das beauftragte Thüringer Forstamt Gehren zuständig ist, betreibt die Oberweißbacher Bergbahn das Standortmarketing, die Stadt Oberweißbach als Grundstückseigentümer die Unterhaltung und Pflege der Vertragsflächen sowie die Verkehrssicherungspflicht.

Wie erfolgreich dieses Projekt ist, zeigen die Terminbuchungen: Die Nachfrage von Kitas, Schulen und privaten Gruppen nach geführten Besuchen ist so stark angestiegen, das Anmeldebestätigungen erst wieder für 2019 ausgegeben werden können.

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