Jagdruhe im Forstamt Erfurt-Willrode - Ausnahme: Wildschweine

Nur Schwarzwild darf dort, wo es sich stark vermehr hat, als Ausnahme weiter auf der Einzeljagd vom Ansitz aus erlegt werden. (Foto: Dr. Chris Freise)

Seit dem letzten Wochenende herrscht im Landeswald des Forstamtes Erfurt-Willrode bis zum Frühjahr eine Jagdruhe. Nur Wildschweine dürfen in einigen Bereichen noch auf der Einzeljagd erlegt werden.
 
Die strikte Jagdruhe bis Anfang Mai gelte auf 4000 ha für alle Wildarten und sei aus wildbiologischen Gründen fester Bestandteil Jagdkonzeptes erklärt Forstamtsleiter Dr. Chris Freise. Eine Ausnahme bilden nur Wildschweine in den Revieren Kranichfeld, Egstedt, Espenfeld, Schwansee und Erfurt.

„In diesen Gebieten haben wir einen hohen Stand der Schwarzwildpopulation mit allen Begleiterscheinungen wie auch steigende Wildunfälle mit Wildschweinen beobachtet“, so Freise. Daher dürfen hier noch Wildschweine vom Ansitz aus gejagt werden, um dem Populationswachstum entgegen zu wirken. Damit beuge man auch der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest vor, die zwar für den Menschen völlig ungefährlich sei, aber nicht für Hausschweine.
 
Für den Wildladen am Forsthaus Willrode hat die Jagdruhe auch Konsequenzen: Bis Ende Januar hat er noch jeweils Donnerstag und Freitag von 13 bis 17 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet und schließt dann bis Anfang Mai. Samstag, der 30. Januar ist der vorerst letzte reguläre Öffnungstag. Eine gute Gelegenheit für alle, die sich für die nächsten Tage noch Wildspezialitäten aus der Region sichern möchten.  
 

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Dr. Chris Freise