Hubschraubereinsatz am Röhnberg

Fraß einer Schwammspinnerraupe an frisch ausgetriebenen Eichenblättern (Foto: Mathias Stürtz, Forstliches Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha)

Aufgrund einer zu erwartenden Massenvermehrung durch die Schmetterlingsart Schwammspinner wird diese Woche (19. KW) das Insektizid Mimic per Hubschrauber ausgebracht.

Witterungsbedingt wurde die Maßnahme vom 04. Mai.2020 auf den 05. Mai 2020 verschoben. Am Dienstag, den 05. Mai 2020 wird das Waldgebiet auf dem Röhnberg abgesperrt. Da bereits letztes Jahr Kahlfraß durch den Schwammspinners (Lymantria dispar) stattfand, ist in diesem Jahr mit einem weiteren Befall zu rechnen. Grund dafür ist die andauernde, sehr warme Witterung. Die so geschwächten Eichenbestände auf dem Röhnberg bieten den Schwammspinnerraupen ideale Nahrungsbedingungen. Die frischgeschlüpften Raupen fressen dabei sämtliche Blätter ab, ein wiederholter Befall kann zu einem flächigen Absterben führen.

Um den Erhalt dieses Waldgebietes, welches auch ein bedeutendes Naturschutzgebiet ist, zu gewährleisten, wird nur auf den Flächen, wo der stärkste Kahlfraß verzeichnet wurde, gesprüht. Das zu überfliegende Gebiet umfasst ca. 32 Hektar.

Innerhalb der ersten 72 Stunden nach der Besprühung darf das Waldgebiet nicht betreten werden. Das Sammeln von Waldkräutern ist innerhalb der ersten drei Wochen nach dem Eingriff untersagt. Vor der Befliegung werden Hinweisschilder an den Hauptwanderwegen am Röhnberg aufgestellt und abgesperrt. Alle Spaziergänge werden gebeten, ein Betreten des Waldgebietes zu unterlassen.

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Kontakt

Forstamt Finsterbergen

Dr. Gerhard Struck