Gemeinsame Erklärung der Stadtwerke Weimar und ThüringenForst

Jörn Otto (re.) von den Stadtwerken Weimar, Volker Gebhardt (mi.) von ThüringenForst und Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine (li.) bei der Baumpflanzaktion in Weimar-Marienhöhe. (Foto: Dr. Horst Sproßmann)

2.000 klimaresiliente Bäume für Weimar. Die Stadtwerke und ThüringenForst pflanzen einen „StadtWerkeWald“

Auf einer ca. zwei Hektar großen Fläche der Marienhöhe in Weimar entsteht ein zukunftsfähiger Wald. Insgesamt 2.000 Laubbäume pflanzen die Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH in Zusammenarbeit mit der ThüringenForst-AöR.

Den symbolischen Startschuss der Aufforstungsaktion geben heute Forststaatssekretär Torsten Weil (TMIL), Oberbürgermeister Peter Kleine, Jörn Otto, Geschäftsführer der Stadtwerke Weimar sowie Volker Gebhardt, Vorstand der ThüringenForst-AöR.

Direkt vor den Toren Weimars

Das Gelände der ehemaligen Weihnachtsbaumplantage liegt am Südhang des Ettersberg – einem Naturschutzgebiet in Weimar. Ausschlaggebend für die Wahl der Fläche war für die Stadtwerke, dass diese nicht weit vom Weimarer Stadtgebiet entfernt ist.

„Die Nähe zu unserem zukünftigen StadtWerkeWald ist uns wichtig“, sagt Jörn Otto. „Wir freuen uns, dass die Stadtwerke Weimar als kommunales Unternehmen einen Mehrwert für die Weimarerinnen und Weimarer direkt hier vor Ort schaffen“, ergänzt Oberbürgermeister Peter Kleine.

Zukunftssicherer Wald durch klimaangepasste Baumarten

Mit der Erstaufforstung dieser Fläche bauen die Stadtwerke Weimar ihr Engagement für den Klimaschutz weiter aus. Gepflanzt werden klimaresiliente Baumarten wie Eichen, Elsbeeren, Speierlinge, Vogelkirschen, Sommerlinden, Spitzahorne und Baumhaseln. Gegenüber anderen Baumarten haben sie den Vorteil, dass sie besser mit langen Trockenperioden, kräftigen Stürmen und steigenden Temperaturen zurechtkommen.

Frisch in der Erde werden die jungen Pflanzen zum Schutz vor äußeren Einflüssen umhüllt, um den Neubestand zu sichern. Die Schutzhüllen bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und müssen anschließend nicht aufwendig entfernt oder gar entsorgt werden.

Außerdem sorgt der dann neu entstehende Mischwald für Biodiversität und wird verschiedenen Tier- und Pflanzenarten einen optimalen Lebensraum bieten. „Die Wälder in Thüringen haben in den drei zurückliegenden Dürrejahren schwer gelitten.

Umso erfreulicher ist es, daß die Stadtwerke Weimar kraftvoll die Wiederbewaldung im Norden Weimars mit vorantreiben. Für mehr Wald, für mehr Klimaschutz! Jeder Baum zählt!“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand.

Kleiner Wald mit großer Wirkung

Der klimastabile Wald trotzt nicht nur den Klimabedingungen, sondern trägt in vielerlei Hinsicht positiv zum Klima bei: Die Bäume mit einer Lebenserwartung von 100 oder mehr Jahren filtern Schadstoffe und produzieren Sauerstoff. Die Fläche von etwa zwei Hektar kann durchschnittlich zehn Tonnen CO2 im Jahr kompensieren.

„Bäume in 240 verschiedenen Arten prägen das Stadtbild Weimars wesentlich mit. Die Stadt pflanzt jedes Jahr deutlich mehr Bäume, als gefällt werden. Dennoch brauchen wir gemeinsame Kraftanstrengungen, um diesen Schatz angesichts des Klimawandels zu bewahren“, unterstrich Oberbürgermeister Peter Kleine.

Ökostromkunden fördern Klima- und Umweltschutz

Die finanziellen Mittel für das Projekt stammen u. a. aus dem Erlös der WeimarStrom Öko-Produkte. „Unsere Ökostromkunden nutzen nicht nur CO2-freien Ökostrom, sondern unterstützen, allein durch die Wahl der Ökotarife, auch Klima- und Umweltschutzprojekte wie unser jährliches Förderprogramm oder jetzt auch den StadtWerkeWald“, berichtet Jörn Otto. „Damit tragen sie aktiv zum Klimaschutz in unserer Stadt und der Region bei.“

Die Stadtwerke Weimar freuen sich darauf, die Entstehung des neuen Waldes von Beginn an zu begleiten. „Wir danken der ThüringenForst-AöR für die gute Zusammenarbeit. Dank deren Unterstützung ist es uns möglich, dieses besondere Projekt zu realisieren“, freut sich Jörn Otto.

„Mit dem StadtWerkeWald leisten wir nicht nur einen Beitrag zum Schutz der Wälder, da der Klimawandel immer mehr zu einer ernsthaften Bedrohung für diese wird, sondern bieten den Bürgerinnen und Bürgern künftig auch einen weiteren Erholungsort unmittelbar vor ihrer Haustür“.

Historischer Hintergrund

Die Marienhöhe verbindet als vielfältiger Ort des Lernens seit langem ein enges Band mit den Menschen Weimars: seit 1831 wurde sie als „Großherzogliche Landesbaumschule“ und Ausbildungsstelle zur Förderung der Obstkultur verwendet.

Mit reger Unterstützung Maria Pawlownas, diente das Areal viele Jahre zusätzlich als Apfelgarten. Seit ca. 30 Jahren wird das Gelände genutzt um Weihnachtsbäume anzupflanzen; daneben entstanden zahlreiche Angebote der Umweltbildung des Naturschutzzentrums Weimars.                                                                                                       

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Dr. Horst Sproßmann