Forstamt warnt vor Borkenkäfern

Foto: Andreas Knoll

Aufruf an Waldbesitzer! Gefährlicher Waldschädling durch Dürre auf dem Vormarsch 

Die Dürre der letzten Monate hat vor allem die Fichten extrem gestresst, die derzeit Borkenkäfern ideale Brutbedingungen bieten. Das Forstamt Erfurt-Willrode appelliert daher an alle Waldbesitzer, ihre Wälder auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren und befallene Käferbäume so schnell wie möglich zu sanieren.  

„Um ein Übergreifen auf weitere Bäume und eine Schädigung von Nachbargrundstücken zu vermeiden, ist ein schnellstmöglicher Einschlag und zügiger Abtransport der befallenen Stämme erforderlich“, sagt Forstamtsleiter Dr. Chris Freise. Ohne schnellen Abtransport müsse das Holz entrindet oder mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln fachgerecht behandelt werden.   

Dabei sei Eile geboten, einige Borkenkäferarten wie der Buchdrucker haben sich bereits in mehreren Generationen vermehrt. Nahezu jede Fichte sei derzeit ein optimaler Brutbaum. Das Forstamt weise ausdrücklich darauf hin, dass Waldbesitzer zur Bekämpfung dieser gefährlichen Schadinsekten gesetzlich verpflichtet seien.

Prädestiniert für Borkenkäferbefall seien vor allem Waldbestände, die durch den Sturm Friederike aufgelichtet worden seien. Im Bereich des Forstamtes Erfurt-Willrode betreffe das vor allem die Fahner Höhe, den Willroder Forst, Riechheimer Berg, Werningsleber Wald, Teile der Reinsberge bei Arnstadt sowie die Nadelholzgebiete um Kranichfeld, Stadtilm und Osthausen.    

„Optisch ist frischer Buchdruckerbefall auch von Laien zu erkennen: grüne Nadeln werden massenhaft abgeworfen, die Baumkrone verfärbt sich rötlich, in der Rinde sind Einbohrlöcher zu finden und braunes Bohrmel lagert sich auf Rindenschuppen, am Stammfuß und auf der Vegetation ab“, erklärt Freise. Wenn die trockene Rinde abfalle und darunter das typische Fraßbild zu sehen sei, seien die Jungkäfer schon ausgeflogen. „Dann müssen die benachbarten Bäume kontrolliert werden.“

Ohne Gegenmaßnahmen könne der Schädling ganze Bestände vernichten.  Bei der Aufarbeitung des Käferholzes rät das Forstamt zur Kooperation: „In der Regel ist sehr schnelles Handeln erforderlich. Das klappt gerade bei kleinen Grundstücken am besten in Zusammenarbeit mit den örtlichen Forstbetriebsgemeinschaften.“ 

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Kontakt

Forstamt Erfurt-Willrode

Kathleen Reusche