Forstamt Erfurt-Willrode zieht positive Bilanz der Submission

Der langjährige Platzmeister Jochen Hedrich freut sich über die „Braut“ des Forstamtes Erfurt-Willrode, wie die besten Stämme einer Submission genannt werden. In diesem Jahr war es eine Eiche, die bei der Sanierung von Trockenschäden in der westlichen Fahner Höhe anfiel. (Foto: ThüringenForst)

Trotz Trockenschäden lebhaftes Käuferinteresse

Trotz extremer Trockenschäden gibt es für Waldbesitzer auch gute Nachrichten: Bei der Laub- und Nadelholzsubmission auf dem zentralen Lagerplatz in Egstedt ist Holz aus dem Forstamt Erfurt-Willrode wieder auf eine rege Nachfrage gestoßen. Das Forstamt zieht daher eine rundum positive Bilanz der Meistgebotsveranstaltung.

„1.538 Euro brachte der teuerste Stamm aus dem Forstamt, eine Eiche aus dem klein strukturierten Privatwald der westlichen Fahner Höhe“, sagt Forstamtsleiter Dr. Chris Freise. Der Stamm, der bei der Sanierung von Trockenschäden angefallen sei, habe das Interesse von Furnierherstellern bis Fassdaubenkunden gefunden. Auch Revierförster Ralf Kühnert freut sich über diesen Treffer, der zeigt, dass man bei der Aufarbeitung der Trockenschäden im Wald aus dem anfallenden Schadholz mit einem fachkundigen Auge noch das Beste für die betroffenen Waldbesitzer herausgeholt habe.

Das Forstamt Erfurt-Willrode betreut den Lagerplatz bei Egstedt und managt die Logistik. „Bei der Arbeit, die hinter dieser Menge steht, ist das eine tolle Leistung aller Mitarbeiter“, so der Forstamtsleiter. „Ganz spurlos sind die beiden extremen Trockenjahre aber auch am Submissionsholz nicht vorüber gegangen. Der Trockenstress hat dafür gesorgt, dass die Qualität des angebotenen Holzes deutlich unter den Vorjahren liegt. Der fast gehaltene Durchschnittserlös ist daher noch positiver zu bewerten.“

„Das Holz stammt nur aus regulären Durchforstungen oder der Aufarbeitung von Trockenschäden, mit denen einzelstammweise naturnahe und gemischte Wälder gepflegt werden. Die angeboten Stämme werden bereits im Vorfeld mit viel Aufwand und Fingerspitzengefühl ausselektiert“, erläutert Norman Heyer, der die Submission vom Forstamtsbüro betreut. Da der Holzverkauf die wichtigste Einnahmequelle für Forstbetriebe sei, versuche man natürlich, das bei der Waldpflege nachhaltig anfallende Holz dann auch so teuer wie möglich zu verkaufen. Das Submissionsholz wurde aus ganz Thüringen und sogar von zwei Forstämtern aus Sachsen-Anhalt auf den zentralen Lagerplatz bei Egstedt angeliefert.

Mit dem finanziellen Ergebnis und aufgrund des positiven Kundenechos sei man absolut zufrieden. Die Submission zeige, dass eine naturnahe Forstwirtschaft, die auf Artenvielfalt, Mischung und starkes Holz setzt, sich auch ökonomisch für die Waldbesitzer lohne.

Eine öffentliche Führung auf dem Submissionsplatz bei Egstedt zu den wertvollsten Hölzern Thüringens bietet das Forstamt am kommenden Sonntag, 23.02. um 11.00 Uhr im Rahmen eines offenen Forsthaussonnstages an.

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Forstamt Erfurt-Willrode

Dr. Chris Freise