Expertenrat bestärkt Forstpolitik im Freistaat

Mit Info-Tafel besser zu verstehen: Die Anpassung der Wälder an den Klimawandel ist in Thüringen in vollem Gange. (Foto: Jörn Uth)

Der Thüringer Weg der aktiven Waldbewirtschaftung zur Klimaanpassung entspricht den jüngsten Empfehlungen des Wissenschaftsbeirats für Waldpolitik der Bundesregierung

Der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik (WBW) bestärkt in seinem jüngsten Gutachten „Anpassung von Wäldern und Waldwirtschaft an den Klimawandel“ die Forstpolitik im Freistaat. Der vierzehnköpfige Expertenrat, der die Bundesregierung bei der nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder berät und unterstützt, kommt in dem Gutachten zum Schluss, dass eine erfolgreiche Anpassung der Wälder nur durch eine aktive Bewirtschaftung gelingen wird.

Die Wiederbewaldung und der Waldumbau mit resilienten Baumarten ist der richtige Weg, um vielfältige und anpassungsfähige Wälder zu fördern. Der WBW fordert außerdem in seinem Gutachten, die Unterstützung der nichtstaatlichen Waldbesitzenden bei der Entwicklung klimastabiler Zukunftswälder fortzuführen sowie eine Stärkung der forstlichen Forschung abzusichern. „Der Expertenrat des Bundes bestätigt unsere Forstpolitik in Thüringen. Bei der Wiederbewaldung erhöhen wir die Artenvielfalt, um unsere Wälder besser an den Klimawandel anzupassen.

Die Landesforstanstalt ist unser Kompetenzzentrum für den Waldumbau. Sie managt professionell die nachhaltige Waldbewirtschaftung und unterstützt hervorragend die kommunalen sowie privaten Waldbesitzenden. Damit wir den Waldumbau weiter effizient voranbringen können, erwarten wir, dass der Bund die angekündigten 200 Millionen Euro für die Honorierung von Ökosystemleistungen der Wälder zeitnah auszahlen wird“, sagt Thüringens Forststaatssekretär Torsten Weil.

Thüringer Forstpolitik wird durch das Gutachten gestärkt

„Die Thüringer Forstpolitik greift die zentralen Empfehlungen des WBW auf und setzt diese seit geraumer Zeit bei der täglichen Arbeit auch schon um“, sagt Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Mit finanzieller Unterstützung der Landesregierung wurde die ThüringenForst-AöR in die Lage versetzt, beispielhaft den Weg der Wiederbewaldung von Schadflächen mit resilienten Baumarten aufzuzeigen. Ebenso wird der Waldumbau, das heißt die Transformation mittelalter und alter Wälder in Strukturen, die den Klimaszenarien zum Ende des Jahrhunderts Paroli bieten können, exemplarisch aufgezeigt und damit Handlungsempfehlungen für die 180.000 Waldbesitzenden im Freistaat gegeben.

„Die Ergebnisse des Gutachtens bestätigt die Richtigkeit des Thüringer Weges“, ergänzt Gebhardt. Dabei ist das forstpolitische Maßnahmepaket nicht auf Forstwirtschaft beschränkt. Mit einer Holzbau-Offensive soll in den nächsten Jahren unter Federführung des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft eine nachhaltige und klimafreundliche Holzverwendung gefördert werden. Damit wird einer ebenfalls zentralen Empfehlung des WBW entsprochen. Holz als Roh-, Bau- und Werkstoff bindet nicht nur zusätzlich Kohlenstoff, sondern ersetzt auch klimaschädliche Alternativen wie Beton, Stahl, Aluminium, Kunststoff oder Glas.

Um die neuen Herausforderungen anzunehmen, konnte die ThüringenForst-AöR in den letzten beiden Jahren fast 40 Neueinstellungen auf den Weg bringen. Damit ist nicht nur die forstpolitische Richtung kraftvoll definiert, sondern es wurde und wird auch für die Umsetzbarkeit der beschlossenen Maßnahmen durch Personaleinstellungen gesorgt. „Mit den Ergebnissen des jüngsten Gutachtens des WBW kann Thüringen seine bisherige forstpolitische Strategie mit ganzer Energie fortsetzen“, sagt Gebhardt abschließend.

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ThüringenForst Zentrale

Dr. Horst Sproßmann