Der prominenteste Weihnachtsbaum Deutschlands kommt erneut aus Thüringen

(Foto: Dr. Horst Sproßmann)

ThüringenForst liefert nun schon zum fünften Mal hintereinander den Weihnachtsbaum für das Brandenburger Tor

Erstmals zum 25. Jahr der Deutschen Einheit – und jetzt auch zum 30. Jahrestag des Mauerfalls: Seit fünf Jahren schmückt ein Weihnachtsbaum aus Thüringen das Brandenburger Tor. Eine 22 Meter hohe Tanne aus Birkenhügel (Südostthüringen) wird das Brandenburger Tor und den Pariser Platz ab dem 1. Dezember in weihnachtlichen Glanz versetzen. Das Berliner Unternehmen lekker Energie GmbH hat dies möglich gemacht und sich bei der Suche nach einem geeigneten Baum auf die Försterinnen und Förster der Thüringer Landesforstanstalt verlassen. Heute wird die etwa 50-jährige Tanne, rund 0,6 Tonnen schwer, gefällt und mit dem Schwerlastkran auf einen Tieflader verbracht. Am Sonntagabend wird der Schwerlasttransporter Berlin erreichen, wo der Baum rund eine Woche lang geschmückt wird. Forstministerin Birgit Keller: „Der Wald, die Förster und Waldbesitzer haben ein weiteres schweres Jahr hinter sich. Die Folgen des Katastrophen-Jahres werden uns noch lange begleiten. Dass Deutschlands prominentester Baum angesichts des Zustands unserer Wälder aus Thüringen kommt, stimmt mich froh und zuversichtlich, dass das Grüne Herz Deutschlands und der Wald diese Krise überwindet, mit unserer Hilfe“.

Holzfällung der anderen Art: Mit Kran und Schwerlaster
„Die Herausforderung für die Fällexperten ist es, dass bei der Aktion keinerlei Äste brechen oder gar die Krone beschädigt wird, an der der ganze Baum angehoben wird“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Ist der Baum erst einmal sicher auf dem Spezialanhänger positioniert, wird er transportfähig gesichert und am morgigen Sonntag nach Berlin speditiert. Um die kritische Liegezeit des Baumes auf dem Spezialtransporter kurz zu halten, wird dieser noch am Montag in Berlin durch das dortige Technische Hilfswerk entladen und umgehend aufgestellt. Sechs Dekorateure benötigen sodann fast eine ganze Woche, um den Baum mit insgesamt 30.000 Lichtern und hunderten Weihnachtskugeln zu schmücken.

Das Weihnachtsbaum-Casting 2019 entschied Südostthüringen für sich
Aus mehreren Kandidaten wählten Experten der ThüringenForst-AöR schließlich eine Tanne aus Birkenhügel, nahe der thüringisch-bayerischen Grenze. Der Baumbesitzer, Gerhardt Mann, hatte sich schon im Januar 2019 im örtlich zuständigen Thüringer Forstamt Schleiz gemeldet und seinen Baum „vorgestellt“. „Dabei hat ein Baum, will er Deutschlands prominentester Weihnachtsbaum werden, allerhöchsten Ansprüchen nicht nur in Bezug auf Optik, sondern auch auf Stabilität, zu genügen“, so Gebhardt weiter. Zwischen 16 und höchstens 23 Meter hoch sollte er sein, ein rundum volles, kegelförmiges Nadelkleid tragen und keinerlei Holzfehler oder Wuchsanomalien aufweisen. Zusätzlich muss er am Standort mit einem Schwerlastkran und einem überbreiten Tieflader gut erreichbar sein. Alles das war bei Gerhardt Mann gegeben. Da der imposante Baum sein nahe stehendes Wohnhaus beschattete, trug er sich schon seit Längerem mit dem Gedanken einer Fällung. Jetzt schlägt er zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Baum wird gefällt und findet eine herausragende Zweitverwendung als Weihnachtsbaum vor dem Brandenburger Tor.

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Dr. Horst Sproßmann