Bodenschutzkalkung im Wald weiter erforderlich

Foto: Dr. Horst Sproßmann

Der aktuell vorgelegte 5. Bodenschutzbericht des Bundes erläutert die Notwendigkeit, bestimmte Waldböden weiterhin zu kalken. Die ThüringenForst-AöR sieht sich in ihrer Arbeit bestätigt

Mit dem jüngst durch das Bundeskabinett verabschiedeten 5. Bodenschutzbericht bestätigen sich die langjährigen Bemühungen der Landesforstanstalt bei der Bodenschutzkalkung im Wald. Nach wie vor sind die Waldböden in ganz Deutschland insbesondere durch Luftverunreinigungen gefährdet. Durch die Filterwirkung der Wälder sind vorwiegend Schwefel- und Stickstoffeinträge in die empfindlichen Waldböden festzustellen. Diese wurden dort über Jahrzehnte angereichert.

Bodenversauerung und Bodeneutrophierung bei gleichzeitigem Verlust wichtiger basischer, gleichsam chemisch ausgleichender, Nährstoffe nahmen zu. Wegen weiter anhaltenden Einträgen von Luftverunreinigungen sind auch künftig in Deutschland an versauerungsgefährdeten Waldstandorten Bodenschutzkalkungen notwendig. Im Freistaat sind dies vorwiegend Flächen in den Kammlagen der Mittelgebirge, die seit 1991 jährlich durch ThüringenForst mit Naturkalk behandelt werden.

Bodenschutzkalkung vom Hubschrauber aus

„ThüringenForst kalkte seit 1991 jährlich versauerungsgefährdete Waldflächen auf einer Gesamtfläche von inzwischen 166.500 Hektar, davon allein im Staatswald rund 91.000 Hektar“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Einige Flächen wurden zwischenzeitlich auch wiederholt gekalkt. Aktuell steht die diesjährige Kalkung von Waldflächen im Thüringer Forstamt Frauenwald an, die witterungsbedingt von Anfang September auf Mitte September verschoben wurde.

Für den Waldbodenschutz werden dann etwa drei Tonnen pro Hektar naturbelassenen Magnesiumkalks regionaler Herkunft mittels Hubschrauber ausgebracht. Die Ausbringung mittels Luftfahrzeug ist sehr effizient, aber durch die tagesaktuellen Wetterbedingungen beeinflusst. Die Bodenschutzkalkung wird durch die EU, Bund und Länder finanziell gefördert.

 

 

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