Alle fünfeinhalb Minuten wächst in Thüringens Wäldern ein Holzhaus nach

Holz als nachwachsender und klimafreundlicher Roh-, Bau- und Werkstoff soll in Thüringen eine immer größere Rolle erlangen (Foto: IBA/Thomas Müller)

Die Holzvorräte im Freistaat sind so hoch wie nie zuvor. Auch der Zuwachs ist hoch. Bedeutung von Holz als Baustoff wächst

Nur eine genüssliche Zigarettenpause – und in Thüringens Wäldern wächst soviel Holz nach, wie für den Bau eines Holzhauses benötigt wird. Für ein Einfamilienhaus in Holzfertigbauweise mit einer Wohnfläche von 140 Quadratmetern werden etwa 60 Kubikmeter Holz eingesetzt. Das entspricht etwa einem Dutzend stattlicher Fichten. Und dieses Holzvolumen wächst im Freistaat, der auf einem Drittel der Landesfläche mit Wald gesegnet ist, gerade einmal in fünfeinhalb Minuten nach. „Dies unterstreicht die Leistungsfähigkeit der heimischen Forstwirtschaft bei der nachhaltigen und naturnahen Bewirtschaftung der Wälder“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Auch und gerade in Zeiten klimawandelbedingter Waldschäden mit bisher unbekanntem Ausmaß. Gebhardt ermutigt die 180.000 Waldbesitzer im Freistaat, weiterhin konsequent Schadflächensanierungen anzugehen, auch bei der derzeit schwierigen Holzmarktlage. „Die waldbauliche Ausgangssituation für die vor uns stehenden, durchaus gewaltigen Aufgaben im Kontext der Klimafolgen könnte für die heimischen Wälder deutlich schlechter sein“, so Gebhardt abschließend. Dies habe auch die Landesregierung erkannt und ihre Unterstützungsangebote für den Privat- und Kommunalwald auf einen historisch einmaligen Umfang verstärkt.

Thüringens Forstminister Benjamin-Immanuel Hoff betont die Bedeutung von Holz als nachwachsenden und klimafreundlichen Rohstoff, der vielseitig einsetzbar ist: „Vor allem im Baubereich sehe ich hier noch ein riesiges Potenzial für Holz. Deshalb arbeiten wir energisch daran, die Bauordnung zu ändern, um das Bauen mit Holz zu erleichtern. Thüringen ist berühmt für seinen Wald und die Tradition des Bauhaus. Mir schwebt vor, diese beiden kulturellen Identitätspfeiler des Freistaats miteinander zu vereinen und Thüringen als bundesweiten Vorreiter für innovatives Bauen mit Holz zu etablieren.“

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