2.400 Tonnen Kalk gegen saure Waldböden

Ein Hubschrauber, der über ein Waldgebiet fliegt, zieht eine weiße Kalkpulverwolke hinter sich her. Unter dem Hubschrauber ist der Kalkbehälter an einem langen Seil befestigt und hängt frei in der Luft.
Bei der Bodenschutzkalkung werden per Hubschrauber pro Hektar rund drei Tonnen naturbelassenen Magnesiumkalks regionaler Herkunft ausgebracht. (Foto: Dr. Horst Sproßmann)

Landesforstanstalt will im Herbst rund 800 Hektar geschädigten Staatswald in den Hochlagen des Thüringer Waldes kalken

Die Thüringer Landesforstanstalt plant, im Herbst dieses Jahres rund 800 Hektar durch Luftschadstoffe geschädigten Staatswald  im Bereich des Forstamtes Frauenwald zu kalken. Hierzu werden per Hubschrauber pro Hektar rund drei Tonnen naturbelassenen Magnesiumkalks regionaler Herkunft ausgebracht.

So soll die Bodenversauerung abgepuffert werden. Auch nach über 30 Jahren Bodenschutzkalkung und einer deutlich verbesserten Luftreinhaltepolitik brauchen der Thüringer Wald, das Thüringer Schiefergebirge und der Harz auch weiterhin die Hilfe der Förster. Säurealtlasten und aktuell immer noch überhöhte Stickstoffeinträge machen den dort basenarmen Standorten und den darauf stockenden Wäldern zu schaffen.

Zuletzt kalkte ThüringenForst 2018 rund 1.800 Hektar Staatswald in den Thüringer Forstämtern Sonneberg und Neuhaus. Während der Kalkung kann es kurzfristig zu Beeinträchtigungen beim Betreten des Waldes kommen. Der ausgebrachte Naturkalk ist zwar für den Waldbesucher vollkommen ungefährlich, gleichwohl kann es durch die Feinpartikel aber zur Verunreinigung von Kleidungsstücken kommen.

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