15 neue Forstwirt-Lehrlinge bei ThüringenForst

Von wegen Männerberuf: Nadine Dörnfeld absolvierte 2017 bei ThüringenForst erfolgreich die Ausbildung zum Forstwirt (Foto: Dr. Horst Sproßmann)

Überraschend vieles des „Traumberufs Holzfäller in Kanada“ bietet die Forstwirt-Ausbildung bei ThüringenForst – 15 junge „Kerle“ haben die Chance jetzt genutzt. In Gehren, nicht in Halifax

15 junge Männer haben vor wenigen Wochen die Forstwirt-Ausbildung bei ThüringenForst begonnen. Ihre ersten Ausbildungstage in der regulär drei Jahre dauernden Ausbildung zum „staatlich geprüften Forstwirt“ haben sie im Forstlichen Bildungszentrum in Gehren (FBZ) absolviert. Mit „pflanzen, pflegen, fällen“ scheinen die Kerntätigkeiten eines Forstwirts umrissen -egal ob in Kanada oder in Thüringen. Tatsächlich ist das Tätigkeitspektrum weitaus größer und umfasst auch die Bereiche Jagd, die Forstmaschinentechnik oder den Waldnaturschutz. Mitbringen muss jeder Auszubildende die Fähigkeit, in der Natur draußen bei jedweden Witterungsbedingungen einer körperlich harten Tätigkeit ausdauernd nachgehen zu können. Und noch eine Fähigkeit ist wichtig: Teamkompetenz. Denn Forstwirte arbeiten, aus Sicherheitsgründen, immer im Team. Die Berufsaussichten für die 15 Eleven sind traumhaft: Forstwirtinnen und Forstwirte werden händeringend gesucht, bei Forstunternehmern, Landschaftsbauern oder Kommunen. Und natürlich bei ThüringenForst selbst.

ThüringenForst landesweit wichtigster Ausbildungsbetrieb für Forstberufe
„Mit der Forstwirtausbildung am FBZ Gehren leistet ThüringenForst einen wichtigen Beitrag, die im ländlichen Raum dringend benötigten Berufs- und Lebensperspektiven für junge Menschen zu sichern“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Schließlich hängen an der Forst- und Holzbranche im Freistaat über 40.000 Arbeitsplätze, vorwiegend im strukturschwachen ländlichen Raum. Mit etwa zwei Milliarden Euro Gesamtumsatz ist das Cluster Forst & Holz der viertgrößte Wirtschaftssektor im Freistaat – weit vor der Automobilindustrie. Holz ist der wichtigste nachwachsende Rohstoff in Thüringen. Genau deshalb braucht es auch in Zukunft qualifizierte und motivierte junge Menschen, die die heimischen Wälder pflegen, das Holz nachhaltig ernten und damit Nadel- und Laubholzsägewerke, Papierfabriken, Holzwerkstoffindustrie und nicht zuletzt auch den Holzhandel mit dem dringend benötigten Roh-, Bau- und Werkstoff sowie Energieträger versorgen.

Eine Million Euro für ein neues Ausbildungsgebäude
2017 investierte ThüringenForst rund eine Million Euro am Standort Gehren in ein modernes, größeres Ausbildungsgebäude für die Forstwirte. 2018 wurde der Ausbildungsgang modernisiert, seither sind die Auszubildenden zwei Jahre am FBZ in Gehren bzw. im Wechsel in der Berufsschule in Ilmenau tätig, das dritte Lehrjahr wird nun komplett in einem der landesweit derzeit fünf Ausbildungsforstämter abgeleistet. Am FBZ in Gehren können auch Dritte, etwa Forstdienstleister oder Kommunen, ihr Personal gegen Kostenerstattung zum Forstwirt ausbilden lassen. „Damit steht die Forstwirtausbildung in Thüringen auch in Zukunft auf soliden Füßen“, so Gebhardt abschließend. Und der eine oder andere Absolvent entscheidet sich dann doch für den Aussteigertraum in Halifax, Ostkanada. Was dem Ruf der Forstausbildung in Thüringen mit Sicherheit nicht schadet – im Gegenteil.

 

 

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Dr. Horst Sproßmann