25 Jahre Thüringer Landesforstverwaltung

25 Jahre Thüringer Landesforstverwaltung. 25 Jahre Gemeinschaftsforstamt. Für Sie!

Seit 1991 arbeiten wir Thüringer Förster in der Form des Gemeinschaftsforstamtes zusammen und machen für Sie den Wald in Thüringen.

„Den Wald machen“ bedeutet für uns in diesem Sinne, dass wir uns um alle Fragen rund um den Wald kümmern. Naturnahe und nachhaltige Waldbewirtschaftung, Naturschutz, Waldforschung, Waldpädagogik und vor allem die Beratung und Betreuung der Thüringer Waldbesitzer gehören zu unseren Kernaufgaben im Thüringer Gesamtwald.

Wir Förster liefern Ihnen mit unserem Modell des Thüringer Gemeinschaftsforstamtes Waldkompetenz aus einer Hand. Aus diesem Anlass laden wir Sie ein: Feiern Sie mit uns! Wir bieten Ihnen zu unserem 25jährigen Jubiläum attraktive Angebote im und um den Wald.

1991: Startschuss für das Gemeinschaftsforstamt

1. Juli 1991: Start mit 60 Forstämtern und 487 Revieren

Der Aufbau der Thüringer Landesforstverwaltung im Jahr 1991 markierte einen tiefen Einschnitt: Schnell musste ein sozial verantwortungsvoller Weg gefunden werden, um die ehemalige Forstwirtschaft Thüringens mit zu DDR-Zeiten über 10.000 Beschäftigten in 17 Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieben  in demokratische Verwaltungsstrukturen zu überführen.

Am 1. Junli 1991 gelang dies, in dem 60 staatliche Forstämter mit 487 Forstrevieren ihre Tätigkeit aufnahmen. 1994 folgte die Errichtung der Thüringer Fachhochschule für Forstwirtschaft, 1995 die Errichtung der Landesforstdirektion als obere Forst-, Jagd- und Fischereibehörde in Oberhof, zwei Jahre später die Errichtung des Nationalparks Hainich, heute immer noch im Flächeneigentum der Landesforstverwaltung.

Im Rahmen der Behördenstrukturreform 2003 verschlankte sich die Thüringer Landesforstverwaltung in den Folgejahren auf 24 Forstämter mit 279 Forstrevieren und einen zweistufigen Verwaltungsaufbau mit rund 1500 Beschäftigten.

Zum 1. Januar 2012 wurde schließlich aus dem ministeriellen Regiebetrieb die ThüringenForst-Anstalt öffentlichen Rechts. Zur Historie der Forstwirtschaft in Thüringen erstellt ThüringenForst anlässlich des Jubiläums das Buch „Thüringer Forstchronik“.

1991: Erste "Maßnahmen" unserer Förster in Thüringens Wäldern. (Foto: ThüringenForst, Archiv)
Heute: Wir machen den Wald in Thüringen und die rund 180.000 Waldbesitzer haben gut lachen. (Foto: ThüringenForst)

2016: Unser Jubiläumsjahr "25 Jahre Thüringer Landesforstverwaltung"

Festakt in der Thüringer Staatskanzlei

Am 13. Juni 2016 fanden die Jubiläumsfeierlichkeiten ihren ersten Höhepunkt: Der Thüringer Ministerpräsident lud zu einem Festakt in die Thüringer Staatskanzlei  ein.

Erwartet wurden hierzu rund geladene 130 Gäste aus Bundes- und Landespolitik, Verwaltung, Holzindustrie und Handwerk. Viele von ihnen Weggefährten, die die erfolgreiche Entwicklung eines planwirtschaftlich gesteuerten Staatsbetriebes hin zu einem modernen forstlichen Dienstleistungsunternehmen in den letzten 25 Jahren mitgestaltet und mitverantwortet haben.

zur Website der Thüringer Staatskanzlei

Die Thüringer Staatskanzlei in Erfurt (Foto: TSK)

Ein Event für die ganze Familie: Der Waldtag 2016 in Hohenfelden

Das größte Event mit rund 3000 – 5000 anvisierten Besuchern findet am 21. August 2016 wenige Kilometer südlich der Landeshauptstadt Erfurt am Stausee Hohenfelden statt. ThüringenForst und seine Partner stellen auf einem rund 4 Kilometer langen Parcours im Wald zahlreiche Stationen zu den Themen „Action“, „Wissen“ und „Gesundes Essen“ vor.

Hier soll zu Wald und Forstwirtschaft nicht nur informiert, Wald und Forstwirtschaft soll hier erlebbar werden. Speziell jungen Familien mit Kindern sollen Forsttechnikvorführungen, Seilklettern am Baum, Jagdhundevorführungen, Falknerei, Bogenschießen, Holzfällerwettbewerbe…und…und…und …. Die ganze „Faszination Forstwelt“ mit Abenteuer, Entdecken und Ausprobieren vor Augen führen.

Foto: goodluz / fotolia.com

Unsere Rück(e)schau auf den Thüringer Waldtag 2016. Für Sie!

Haflinger, Harvester oder doch lieber Holzfäller? Beim ersten Waldtag von ThüringenForst hatten die Besucher ein wenig die Qual der Wahl. Doch die Rundstrecke am Stausee Hohenfelden machte es den über 5000 kleinen und großen Interessenten einfach. Wer sich auf die 4,3 Kilometer lange Strecke mit den 45 Stationen begab, kam irgendwann auch einmal bei seinen Favoriten vorbei.

Mehr als 5.000 Besucher eroberten die Forstwege: 45 Stationen voller WaldWissen lockten Groß und Klein in den Wald am Stausee Hohenfelden

Sicher, der Aufwand für diesen ersten Thüringer Waldtag war groß. Doch er entsprach der Zuschauermenge, denn viel mehr Besucher hätten auf den breiten Wegen an manchen Stellen wohl nicht Platz gefunden. Angebot und Nachfrage passten.

Der Thüringer Waldtag galt besonders für Familien als Highlight, da die Themen Wald und Forstwirtschaft ordentlich unter die Lupe genommen werden konnten. Groß und Klein sah man an den zahlreichen Waldstationen eifrig WaldWissen aufnehmen und mit großem Interesse die Attraktionen rund um's Holz bestaunen.

Geballtes WaldWissen und "hölzerne" Action verteilt auf 4,3 Kilometer Waldwegen

Auf dem „Stundenplan“ der kleinen Gäste standen zum Waldtag wahlweise"Klettern auf hohe Bäume" oder "eigenes Vogelhäuschen bauen". Ein ganz anderes Programm als in der Schule. Arthur, der gerade in die Schule gekommen ist, war da ein wenig unentschieden. "So schlecht ist die Schule ja auch nicht, aber hier draußen im Wald ist es so schön", verriet der Sechsjährige aus Possendorf. Ihn hatte besonders das Nüsseschlagen gefallen. Einige hat er geknackt – und einen Lolli gewonnen.

Im Pavillon nebenan kam derweil Jacqueline Reichenbach aus dem Reden nicht heraus. Sie zeigte Fotos von Luchsen, die in Nordthüringen in die Fotofalle gerieten. Die meisten ihrer Zuhörer freuten sich über die großen Katzen im Wald, doch auch einige besorgte Fragen musste die Mitarbeiterin des Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha beantworten. Was wird aus den Jägern, wenn ihnen der Luchs das Wild abjagt oder ob eine Gefahr für Kinder im Wald bestehe? Freundlich wusste die junge Frau auf die Bedenken einzugehen.

Ein WaldHighlight nach dem anderen – für jeden etwas dabei

Die Meinungen, was das größte Highlight sei, fielen (wie sollte es bei einem solch breiten Angebot auch anders sein) recht unterschiedlich aus. Während es die jüngeren Besucher vor allem an die Stände zog, wo Mitmachen gefragt war, wollten die Eltern oder Oma und Opa sich auch informieren – über die richtige Säge, schnittfeste Kleidung oder moderne Technik im Wald.

So ging es zum Beispiel den Gerstenbergers aus Erfurt. Für sie waren die Harvester fast am Ende der Rundschleife einer der Höhepunkte. Aber sie freuten sich auch über die vielen Kinder im Wald. Eine Meinung die sie mit vielen anderen Besuchern teilten. „Schade, dass es dieses Angebot nur einen Tag lang gibt“, meinte etwa Lili Putzmann aus Tonndorf. Auch der Motorsägenkünstler Jens Baumann begeisterte die Besucher mit maschinenstarker Schnitzkunst. In Windeseile formte er aus Holzklötzen Skulpturen wie Eulen, Wildschweine oder Pilze. Bei den Besuchern waren seine Objekte sehr begehrt, da sich Holzkunst perfekt als Deko für Haus, Terrasse und Garten eignet.

Elsbeere und Sommerlinde to go

Viele Besucher gingen nicht mit leeren Händen nach Haus. Ab und zu waren auf den Wegen Menschen mit kleinen Bäumchen im Topf zu sehen, junge Elsbeeren oder Sommerlinden darin. Es gab sie auf freundliche Bitte am Stand der „Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft“. Dort stieg die Nachfrage plötzlich enorm, als Revierleiter Wolfgang Grade erzählte, dass ein guter Stamm mehr als 10.000 Euro wert sein kann. Keine schlechte Wertanlage, mochten sich die Besucher denken – und zogen glücklich mit ihren Geschenken des Wegs.

Andere freuten sich bereits über einen Tipp oder einen guten Rat. Britta Sieber aus Meiningen wollte zum Beispiel wissen, ob die Früchte der Elsbeere auch für Marmelade taugen. Das geht, erklärte ihr der Förster. Die Beeren schmeckten aber auch als Eis.

Action und Kulinarisches an der Hauptbühne: STIHL TIMBERSPORTS® und die Genussmarke Wildgut von ThüringenForst lockten Hunderte auf die Waldlichtung

Deftiges, Erfrischungen und Eis in vielen Sorten gab es am Wegesrand und vor der Hauptbühne. Hier mussten alle Besucher einmal vorbei. Viele blieben auf einen Snack, eine Wildbratwurst oder ein Wildbrätel, andere genossen die Show-Einlagen und Interviews. Vor allem die Holzfäller der STIHL TIMBERSPORTS® begeisterten mit ihren Höchstleistungen an Axt und Säge. Einige mutige Gäste versuchten sich auf der Bühne selbst an einem Stamm und machten dabei gar keine schlechte Figur.

Das kann für ThüringenForst auch insgesamt gelten. Der erste Waldtag zum 25. Geburtstag der Thüringer Forstverwaltung kam sehr gut an. „Jetzt sollten die Männer und Frauen in Grün aber nicht wieder 25 Jahre warten, bis die nächste Einladung kommt“ war immer wieder von den Besuchern zu hören.