Freistaat Thüringen Freistaat Thüringen - Thüringer Landesforstverwaltung

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Förderung des Privat- und Körperschaftswaldes

F _rdermittelkontrolle
Fördermittelkontrolle im Forstamt Oldisleben (Bild: Andreas Knoll).

Vergabe von Fördermitteln

Die finanzielle Förderung von Privat- und Körperschaftsforstbetrieben - inklusive erstaufforstungswilliger Grundeigentümer - hat zur Absicht, vorhandene strukturelle Defizite abzubauen. In Thüringen werden damit folgende Ziele und Strategien verfolgt:
  • eine nachhaltige, leistungs- sowie wettbewerbsfähige, marktorientierte und umweltverträgliche Forstwirtschaft zu entwickeln,
  • die regionale und gebietskörperschaftliche Entwicklung zu fördern und
  • die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen.

Insgesamt wurden im Zeitraum 1991 bis 2006 Fördermittel in Höhe von 171,6 Mio. € ausgereicht. Das entspricht einem jährlichen Durchschnitt von 49 € pro Hektar Privat- und 36 € pro Hektar Körperschaftswald.

Forstpolitisch genießt die Förderung von Erstaufforstungen bisher nicht forstwirtschaftlich genutzter Flächen einen besonderen Stellenwert. Im Zeitraum 1992 bis 2006 wurden für insgesamt 3.093 Hektar Erstaufforstungsfläche investive Fördermittel in Höhe von 20,8 Mio. € ausgereicht.


 

Strukturförderhilfe Forst

Dieses Programm verfolgt vorrangig das Ziel, Kleinprivatwaldbesitzern ihre durch die vormalige StFB-Bewirtschaftung entstandenen Nachteile und Ertragseinbußen über Hilfe zur Selbsthilfe auszugleichen. Dabei übersteigt das Fördervolumen der jährlich gestellten Anträge bei weitem die für eine Förderung zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel. Über die Strukturförderhilfe wurden zwischen 1992 und 2006 insgesamt 44,1 Mio. € bereitgestellt. Die aktuelle Strukturförderrichtlinie finden Sie unter folgendem Link:

 Strukturförderhilfe Forst


 

Verbesserung der Vermarktungsbedingungen für Waldholz

Über die Förderrichtlinie „Förderung der Vermarktung und Verarbeitung von Holz und Förderung des Einsatzes von Holz bei der energetischen Verwertung" werden Thüringer Sägewerken, forstlichen Lohnunternehmern sowie privaten Waldbesitzern nach Zuwendungen für die Anschaffung von Maschinen und Anlagen gewährt. Finanziert wird das Programm zu drei Vierteln durch die EU mit Finanzmitteln aus dem Strukturfonds sowie zu einem Viertel aus Haushaltsmitteln des Freistaats Thüringen.
 
Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Brennholz sind Anträge auf Förderung von Investitionen in Geräte und Maschinen zur Energieholzaufbereitung im Wald bzw. in Feuerungsanlagen zur Verwertung naturbelassener Sägeresthölzer besonders hoch.
 
Im Bereich der Modernisierung von Sägewerken werden Investitionen zur Optimierung der Betriebsabläufe auf Rundholzplätzen gefördert (z. B. Einrichtung eines Nasslagerplatzes). In der Holzernte und der Rückung besteht die Möglichkeit auf Förderung von forstlichen Lohnunternehmern bei der Beschaffung von modernen, boden- und bestandesschonenden Maschinen. 
 
Förderanträge sind direkt bei den Thüringer Forstämtern zu stellen.