Waldbrandgefahrenstufenkarte

Vorhersageregionen für Thüringen

Die Waldbrandgefahrenstufen werden für Vorhersageregionen ermittelt, die auf Grundlage der Forstreviere unter Berücksichtigung des Messnetzes des DWD nach naturräumlichen bzw. klimatischen Gesichtspunkten ermittelt wurden. Je nach Anzahl der Vorhersageregionen, die ein Forstamt umfasst, können innerhalb eines Forstamtes verschiedene Waldbrandgefahrenstufen gelten.

Das jeweils örtlich zuständige Thüringer Forstamt gibt Auskunft über die aktuellen Waldbrandgefahrenstufen in seinem Zuständigkeitsbereich. Es informiert zumdemüberentsprechende entsprechende Verhaltensmaßregeln und Verbote. Ihr zuständiges Forstamt können Sie mit unsererForstamtssuche ermitteln.

Grafik: webit! Gesellschaft für neue Medien; Foto: Karsten Schröder


Hinweis

Die Waldbrandgefahrenstufenkarte ist von März bis Oktober eines jeden Jahres aktiv. Nähere Informationen zur Laufzeit erhalten Sie auf der Website des Deutschen Wetterdienstes

Die Waldbrandgefahrenstufen

Die Berechnung der Waldbrandgefahrenstufen wird durch die agrarmeteorologische Abteilung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vorgenommen. Täglich werden die Waldbrandgefahrenstufen für den laufenden Tag aktualisiert.  

Die Waldbrandgefahrenstufen mit Erläuterungen

Waldbrandgefahrenstufe 1: Sehr geringe Gefahr. Keine Einschränkungen für Waldbesucher

Waldbrandgefahrenstufe 2: Geringe Gefahr. Keine Einschränkungen für Waldbesucher

Waldbrandgefahrenstufe 3: Mittlere Gefahr. Die Waldbrandgefahrenstufe 3 hat rein informativen Charakter für den Waldnutzer, ThüringenForst verstärkt seine Informationsarbeit zur Waldbrandgefahr.

Waldbrandgefahrenstufe 4: Hohe Gefahr. Öffentlich zugängliche Grillplätze und Feuerstellen können durch das zuständige Forstamt gesperrt werden (punktuelle Waldsperrungen).

Waldbrandgefahrenstufe 5: Sehr hohe Gefahr. Die Waldbrandgefahrenstufe 5 kann schließlich zur Sperrung extrem gefährdeter Waldgebiete führen (flächige Waldsperrungen). Dies kann an sehr heißen Tagen beispielsweise die Sperrung von Badeseebereichen mit angrenzenden Kiefernwälder auf trockenen Waldböden sein, da erfahrungsgemäß durch Badeseebesucher mit offenem Feuer wie Zigaretten, Grill oder Lagerfeuer – bisweilen fahrlässig und ggf. unter Alkoholeinfluss – hantiert wird.

Hinweise zum Verhalten im Wald

Unabhängig von der Waldbrandgefahr ist nach § 12 ThürWaldG das Rauchen im Wald einschließlich der Waldwege grundsätzlich und somit ganzjährig verboten.

Ebenso ist es ganzjährig verboten im Wald oder in weniger als 100 m Entfernung zum Wald offenes Feuer bzw. Licht anzuzünden oder zu unterhalten mit Ausnahme von durch die Forstbehörde errichteten bzw. genehmigten Feuerstellen. Auch an derartigen Feuerstellen ist jedoch vor der Entzündung eines Feuers die Genehmigung durch die zuständige Forstbehörde einzuholen.

Ausnahmen, wie z. B. das Verbrennen von mit Forstschädlingen befallenem Pflanzen­material, müssen bei der zuständigen Behörde beantragt und durch diese genehmigt werden.

Tipp

Thüringer Waldknigge (PDF)

WaldGesetz

Maßnahmen der Forstämter

Je nach festgesetzter Waldbrandgefahrenstufe werden durch die Forstämter entsprechende Vorbeugungs- und Überwachungsmaßnahmen eingeleitet, die mit zunehmender Waldbrandgefahrenstufe in ihrer Intensität steigen.

Bei der Waldbrandgefahrenstufe 5 kann auf Grundlage des § 12 Abs. 6 in Verbindung mit § 6 Abs. 8 ThürWaldG das Betreten extrem gefährdeter Waldgebiete durch Sperrung verwehrt werden.

Die Sperrung von Waldflächen, Wegen oder Straßen wird durch Schilder kenntlich gemacht und in der örtlichen Presse bekanntgegeben.